TESTBERICHT
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Publikationsdatum
16. November 2021
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MEDIEN

JBL gehört zu den amerikanischen Audio-Legenden – etwa so wie Harley-Davidson für die Töff-Fans der Inbegriff für typisch amerikanische Produkte ist. JBL, das sind die Initialen des Gründers James Bullough Lansing, der die James B. Lansing Sound Incorporation 1946 gründete.

Das heutige JBL-Sortiment besteht aus Lautsprechern und Kopfhörer aller Art. Neben High-End-Lautsprecher finden sich auch verschiedene tragbare Lautsprecher, Party-Lautsprecher, Soundbars und Profi-Lautsprecher. Im Bereich Kopfhörer bietet JBL neben den In-Earbuds auch eine breite Palette an Over-Ear-Kopfhörern an, dazu spezielle Kopfhörer für den Gaming-Markt.

Das True-Wireless-Sortiment von JBL bewegt sich preislich zwischen CHF 100.- und CHF 220.- Die hier vorgestellten Earbuds Tune230 und Tune130 kosten offiziell je CHF 119.-

JBL Tune 130NC im edlen Blau – mal etwas anderes!JBL Tune 130NC im edlen Blau – mal etwas anderes!

Aussehen und Zubehör

Kein Kopfhörerhersteller kommt heute um die Apple Produkte mit einem i vorne dran herum. Deshalb eigenen sich alle Hörer zum Telefonieren und besitzen Kabel mit integriertem Mikrofon und Tasten zum Steuern des i-Players. So wird dies auch nicht mehr bei jedem Hörer einzeln erwähnt, da dies heute zum Standard gehört. Praktisch alle Hersteller liefern zwei Kabel und einen Flugzeug-Adapter mit. Ein mehr oder weniger luxuriöses Case legen ebenfalls alle Hersteller dem Hörer bei.  

So konzentrieren wir uns im Test nicht darauf, wer das schönste Case mitliefert und anderes belangloses Beigemüse, sondern hauptsächlich auf folgende vier Dinge: Klang, Lärmreduktion, Tragkomfort und last but not least den Preis.

Die hier getesteten Produkte stammen aus sehr unterschiedlichen Küchen. Zu den Produzenten mit jahrzehntelanger Erfahrung gehören Sennheiser, Bose, Audio Technica, Denon, und Sony.  Dass sich nun seit relativ kurzer Zeit auch der Audio-Spezialist Klipsch um den Kopfhörer kümmert, ist sicher erfreulich. Zwei recht junge Firmen heissen Parrot und Soul-Electronics.

„Das 1994 von Henri Seydoux gegründete Unternehmen Parrot verfolgt ein anspruchsvolles Ziel: Diese Firma will den unaufhaltsamen Siegeszug der mobilen Telefonie im täglichen Leben aktiv vorantreiben. In diesem Sinne entwickelt das Unternehmen benutzerfreundliche und hochwertige Geräte für einen komfortablen Alltag. Der Hauptsitz von Parrot befindet sich in Paris, Frankreich. Parrot zählt heute weltweit 750 Mitarbeiter und realisiert den Grossteil seines Absatzes im Ausland.“ So zu lesen auf der Webseite der Firma Parrot.

Die Firma Parrot hat sich in kurzer Zeit einen Namen für preisgünstige Hi-Tech-Geräte gemacht. Die absolut geniale Parrot Drohne ist ein gutes Beispiel für den Einsatz neuster Technologien in erschwinglichen Massenprodukten. Dass Parrot in Sachen Consumer-Audio einige Erfahrung hat, beweisen ihre Freisprechanlagen und drahtlosen Lautsprecher. Wenn Parrot etwas macht, dann richtig. Und wie von Insidern zu erfahren ist, stellt Parrot die besten Ingenieure ein und gibt Unsummen für die Entwicklung neuer Produkte aus. Eine ganz besonders innovative Firma, die Respekt verdient.

Gemäss JBL ermöglichen die Lithium-Ionen-Akkus eine Laufzeit von 10 Stunden pro Ladung ohne ANC. Mit ANC reduziert sich die Laufzeit auf 8 Stunden pro Ladung. Das Case erlaubt drei zusätzliche Ladungen und so kommt man ohne Nachladen des Cases auf eine Total-Zeit von 30 bzw. 24 Stunden. 10 Minuten Laden ergeben 2 Stunden Musikwiedergabe, was bedeutet, dass der Ladevorgang sensationelle 50 Minuten dauert. Das Case ist übrigens IPX4-zertifiziert, was bedeutet, dass es wasserabweisend und staubgeschützt ist.

Die JBL-Headphone-App

JBL bietet eine Steuerungs-App namens JBL Headphone. Diese App bietet umfangreiche Einstellmöglichkeiten und interessante Spielereien, hier einige der interessantesten Möglichkeiten:

Die JBL-App hat einen 10-Band-Equalizer eingebaut, der folgende, vordefinierten Klang-Modi anbietet: Club, Jazz, Vocal, Bass, Studio. Individuelle Equalizerkurven lassen sich schnell einrichten und sofort unter einem frei wählbaren Namen abspeichern. Ich habe die verschiedenen Modi ausprobiert; sie sind absolut easy und einfach zu wählen und wecken den Spieltrieb!

Schon fast selbstverständlich bieten die JBL Tune 130NC und 230NC auch eine Gestensteuerung, die gut funktioniert und die üblichen Befehle umfasst. Interessant fand ich die Einstellungsmöglichkeiten der Gestensteuerung via App. Damit können die Gesten individuell eingestellt werden, was viele Gesten-Bedienungs-Variationen möglich macht. Witzig und bei der Winzigkeit der Earbuds auch sicher hilfreich ist die Funktion «finde meine Earbuds». Bevor Sie diese Funktion testen, sollten Sie allfällig im Ohr eingesetzte Earbuds bitte entfernen, denn am ausgegebenen Pfeifton hätte Ihr Trommelfell nämlich keine Freude.

Die Earbuds in sommerlichem Weiss.Die Earbuds in sommerlichem Weiss.

JBL wirbt wie viele Hersteller auch mit dem in den beiden Tune 130NC und Tune 230NC eingebauten ANC (Active Noise Cancelling) – oder auf Deutsch: «aktives Umgebungsgeräusch-Unterdrückungssystem». Unsere Tests zeigten aber die relativ beschränkte Wirksamkeit des eingebauten ANC. In Anbetracht des Gebotenen für den Preis der getesteten Earbuds ist das aber verschmerzbar.

Dass Sie mit den JBL-Earbuds telefonieren können, ist heute bereits selbstverständlich. Dafür sorgen unter anderem die vier eingebauten Mikrofone. Auch mit Alexa oder Google können Sie via die JBL-Earbuds sprechen. Mangels Alexa konnte ich diese Funktion jedoch nicht ausprobieren. Zu guter Letzt können die Earbuds auch einzeln als Mono-Earbuds eingesetzt werden. Sie funktionieren also auch getrennt problemlos weiter, was je nach Umgebung und Einsatzzweck sehr hilfreich sein kann.

Wie bewähren sich die JBL-Zwillings-Earbuds im Alltag?

Auch bei diesen Earbuds gilt: Der passende Silikon ist die halbe Miete. Sitzen die Earbuds nämlich gut im Ohr, tönt es einfach schon mal gut. Der schlankere der beiden Modelle, der 230er, hatte im Test noch etwas den besseren Halt. Der 130er sass zwar gut, aber wegen der Bauform wirkt er nicht ganz so wackelfest. Für sportlich aktive Personen könnte der 230er die besser Wahl sein.

Die Tune 230 wiegen gerade mal 5,1 Gramm; die Tune 130 wiegen 5,7 Gramm das Stück und sie tragen sich auch wirklich leicht und bequem, auch auf längere Dauer. Sobald die Earbuds aus dem Case genommen werden, paaren sie sich automatisch mit dem Smartphone – und der Hörtest kann losgehen.

Das Case signalisiert volle Akkus, die Earbuds sind ready für den Soundcheck!Das Case signalisiert volle Akkus, die Earbuds sind ready für den Soundcheck!
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