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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
26. Februar 2018
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Nun kann die Serie in grösseren Mengen produziert werden. Dies ermöglicht nicht nur günstigere Preise, sondern lässt noch Spielraum offen für einen dringend notwendigen Gewinn der Firma, damit die Löhne der Angestellten, die Miete und die nicht gerade niedrigen Materialkosten für die Lautsprecherherstellung in Horgen beglichen werden können. Wem die Preise dieser Lautsprecher zu happig erscheinen, muss sich bewusst sein, dass es sich hier um Produkte höchster Qualität handelt, die nicht nur in Horgen entwickelt, sondern auch dort in sorgfältiger Handarbeit hergestellt werden.

Aufgepeppt oder neu?

In den neuen Premium-Lautsprechern stecken nicht einfach einige Verbesserungen – nein, es sind echte Neukonstruktionen. Das sieht man zunächst an den etwas grösseren Abmessungen der neu C-förmigen Gehäuseformen, die sich nach vorne etwas verjüngen. Diese Form lässt sie noch eleganter erscheinen und verleiht ihnen eine zusätzliche Steifheit. Mit zusätzlichen Verstrebungen im Inneren und dickwandigeren Alu-Gehäusen werden Gehäusevibrationen zusätzlich reduziert.

Sehr elegant sind auch die serienmässigen Aluminium-Bodenplatten mit Spikes ausgefallen, die den sehr schlanken Säulenboxen zu einem guten Stand verhelfen. Die nicht gerade holzbodenfreundlichen Spikes können bei Bedarf gegen dämpfende Füsschen ausgetauscht werden.

Neu konstruierte Frontgrills bewirken deutlich weniger Klangverluste als die bisherigen. Damit die Langhub-Membranen der MDS-Bässe nicht an die nun sehr nahe an der Gehäusefront anliegenden Frontabdeckung anschlagen, werden sie zurückversetzt.

Bei der neuen Premium-Serie hat Chefentwickler Kurt Scheuch seinem Klang-Zauberlehrling Daniel Raymann erstmals in Sachen Klangtuning völlig freie Hand gelassen.

Neues Bändchen

In das neue LDR-3056-Bändchen hat Kurt Scheuch seine neusten Erkenntnisse einfliessen lassen.

Während in den Premium-Lautsprechern 301 und 501 die bewährten Piega-Bändchen vom Typ LDR 2642 MK II zum Einsatz kommen, krönen den Premium 701 brandneue LDR-3056-Bändchen. Hier hat Kurt Scheuch seine ganze Erfahrung im Bau von Bändchen-Systemen einfliessen lassen. Die Auflistung und Beschreibung aller technischer Raffinessen würde den Rahmen dieses Berichtes um ein Vielfaches sprengen. Deshalb hier nur einige Details in Kürze.

Die nun noch leichteren Bändchen-Membranen werden von neuartigen Aufhängungen geführt und bewegen sich in einem noch stärkeren Magnetfeld. Alle diese Massnahmen erhöhen sowohl den Wirkungsgrad als auch die Bandbreite samt Linearität und senken zudem den Klirr. Doch ob diese Massnahmen den Klang des bereits exzellenten Vorgängers nochmals deutlich hörbar verbessern können, wird erst der Hörtest zeigen.

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