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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
13. September 2018
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MEDIEN

Surround-Sound ist seit jeher im Home-Cinema-Bereich ein wichtiges Thema. Im audiovisuellen Unterhaltungsbereich wurde in den letzten Jahren zwar stetig die Bildqualität verbessert, auf der Seite des Tons ist jedoch kaum eine grössere Verbreitung hochauflösender Mehrkanal-Soundtracks festzustellen. Dabei bietet das das Medium der Blu-ray- und UHD-Blu-ray-Disc mit den Tonnormen Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio alle Möglichkeiten, 5.1- und sogar 7.1-Aufnahmen in HiRes ins Wohnzimmer zu transferieren.

Wer hochauflösenden Rundumklang liebt, der kann auf die seit 1999 existierende SACD zurückgreifen: Obschon diese Hybrid-Disc (eine CD-Tonspur ist ebenfalls enthalten) schon öfter mal totgesagt wurde, gibt es nach wie vor ein beachtliches Sortiment an Tonträgern. Für die Wiedergabe der Mehrkanal-Tonspur benötigt man einen Blu-ray- bzw. UHD-Blu-Ray-Universalspieler, der das verlustfreie 5.1-DSD-Signal per HDMI zum AV-Receiver transferiert.

Erst vor kurzem hat Oppo, ein führender Anbieter von UHD-Blu-ray-Universalspielern, deren Produktion gänzlich eingestellt. Andererseits hat Pioneer an der IFA ein hochwertiges neues Modell angekündigt: den UDP-LX500, der im Oktober für rund CHF 1000.- auf den Mart kommen soll. Die SACD ist also noch lange nicht tot, zumal viele audiophile Label Musik genuin in HiRes-Mehrkanalton aufnehmen.

Der Vertrieb von Musik verlagert sich jedoch mehr und mehr weg vom physikalischen Tonträger hin zum Download. Wer hier Mehrkanal-Aufnahmen sucht, wird ebenfalls fündig. Allerdings ist es schwierig (dennoch nicht unmöglich), 5.1-Surround-Software in HiRes zu finden. Qobuz bietet ein überschaubares Repertoire an, welches im Katalog leider nur schwer aufzuspüren ist.

Am erfolgreichsten ist die Suche direkt in den Download-Shops der einschlägigen Musiklabels (z.B.: 2L Music Store oder Chandos mit neu integriertem Classical Shop). Aber auch hier erfährt man erst beim Anklicken einer einzelnen verfügbaren Aufnahme, ob diese auch in Surround verfügbar ist. Wer beispielsweise bei Chandos eine 5.1-Aufnahme in HiRes herunterladen möchte, zahlt glatt das Doppelte im Vergleich zur 16-Bit-(CD-)Version. Dafür erhält er zusätzlich ein 5.1-FLAC-File in 24 Bit/96 kHz. Dieses gängige Format kann eigentlich jeder moderne AV-Receiver bzw. AV-Verstärker (so auch der hier getestete Rotel RAP-1580) wiedergeben.

Voraussetzung bildet der Anschluss eines geeigneten Streamers, der hochaufgelöstes 5.1 über HDMI ausgibt. In unserem Test kam dazu der geniale Audio-Server Aria Piccolo+ zum Einsatz, der HiRes-Mehrkanal-Files sowohl direkt ab Festplatte, USB wie übers Heimnetzwerk streamen kann. Wer keinen 5.1-fähigen Streamer sein eigen nennt, kann alternativ auf einen Blu-Ray-Spieler zurückgreifen. Viele neuere Modelle besitzen die Möglichkeit, FLAC-Files ab USB-Speicher und/oder Netzwerk zu streamen und via HDMI an den AV-Receiver weiterzugeben.

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