22. August 2019 | seit 1999
TESTBERICHT
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Publikationsdatum
2. August 2019
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Die Herkunft verpflichtet. Das Erbe des Rock’n’Roll ist bei den beiden Marshall-Lautsprechern offensichtlich: Das schwarze Gehäuse in Leder-Optik, das Metallgitter vor dem Lautsprecher und der weisse «Marshall»-Schriftzug erinnern wie bei den meisten Lautsprechern dieses Herstellers an die Gitarren-Amps, für die Marshall seit Jahrzehnten bekannt ist. Das Design der beiden Lautsprecher Stockwell II und Tufton ist unverwechselbar, die Abstammung augenscheinlich. Doch auch ihr Klang zeugt nicht von schlechten Eltern sowie auch ihre Robustheit gegenüber unzimperlichem Umgang. Letztere haben sie wohl von ihren Bühnentechnik-Vorfahren geerbt.

Beide Geräte verfügen über die Verbindungsmöglichkeit per Bluetooth 5.0, sind AptX-fähig und bieten eine Akkulaufzeit (unter optimalen Bedingungen) von ungefähr 20 Stunden. Beide gehören nicht zu den günstigsten Geräten ihrer Art, doch liefern sie eine gute Qualität – sowohl im Klang als auch betreffend ihrer Hardware.

Der Kleine: Marshall Stockwell II

Klein und handlich: der Marshall Stockwell II.

Der Nachfolger des Marshall Stockwell eignet sich dank seiner geringen Grösse von 17,8 x  15,2 x 7 cm und seinem geringen Gewicht von 1,38 kg, um ihn überall hin mitzunehmen. Er findet Platz im Rucksack oder in der Tasche und sorgt bei Bedarf überall für Instant-Musik. Dazu trägt auch seine Robustheit bei. Das Gehäuse besteht zwar für Marshall eher ungewohnt teilweise aus Silikon, doch macht dieses Material das Gerät wasserabweisend, rutschfest und relativ sicher vor Beschädigungen – inklusive Wasserschäden: Der Stockwell II ist gemäss IPX4-Standard gegen «Strahlwasser aus allen Richtungen» geschützt. In den Pool oder in die Badewanne fallen sollte das Gerät besser nicht.

Das Design lehnt sich zwar wie bei anderen Marshall-Geräten wie erwähnt an Gitarrenverstärker an. Doch sorgt der durchaus praktische, grosse Tragegriff dafür, dass der Stockwell II auch etwas von einem Handtäschchen-Look mitbekommen hat. In der Praxis zeigt sich der Tragegriff jedoch als etwas überdimensioniert: Das kleine, leichte Gerätchen lässt sich durchaus auch ohne Tragegriff problemlos einpacken, aus der Tasche nehmen, umplatzieren und herumtragen. Einzig, wer mit der Box über längere Zeit spazieren geht und sich dabei mit Musik beschallen lassen möchte, profitiert wirklich von diesem Handgriff an der Oberseite des Lautsprechers.

Der Stockwell II ist geeignet für den Sound unterwegs.
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