Einfache Installation

Dank übersichtlicher Gliederung und eindeutiger Kennzeichnung der Elemente ist die Installation des Systems äusserst einfach.
Die fünf Cube-Lautsprecher bestehen aus je zwei gegeneinander verdrehbaren Einheiten. Dadurch kann ein Teil direkt auf die Hörplätze gerichtet werden, während der andere Teil die Wand anstrahlt und über eine Reflexion zu den Hörplätzen gelangt, was die Hörzone merklich verbreitert. Die Satelliten sind solide konstruiert aber dennoch so klein (16 cm hoch, 10 cm tief), dass sie überall Platz finden. Sie können an die Wand oder auf ein Stativ montiert werden. Angeschlossen werden die mit rot und schwarz markierten Drähte, indem sie in ebenso markierte Klemmen gesteckt werden.
Ausgedachte Bedienung

Mit wenigen Tasten wird ein komplettes Heimkinosystem gesteuert.
Bose hat sich offensichtlich einige Gedanken zur Bedienung eines kompletten Heimkinosystems gemacht und sich dabei überlegt, welche Funktionen weggelassen werden können und wie die notwendigen zu integrieren sind, so dass sie sofort verstanden werden. Weggelassen wurde der allseits beliebte Rauschgenerator, wohl in der Annahme, dass die gewünschten Pegel sowieso nach Gehör eingestellt werden, während der Film läuft. Der Surround-Pegel kann mit zwei eigenen Tasten auf der Fernbedienung erhöht oder erniedrigt werden, was unterschiedliche Abmischungen ausgleichen hilft. Der Centerkanal hingegen muss über das Menu in seiner Lautsärke verändert werden. Da haben die Bose-Entwickler in Boston wohl nicht bedacht, dass synchronisierte Versionen manchmal mit einer vorlauten Dialogspur aufwarten. Ebenfalls nur übers Menu zu ändern ist die Sprach-und Untertitel-Wahl. Das Schnelle Vor- und Zurückspulen läuft nur mit einer Geschwindigkeit (sie kann jedoch über das Menu geändert werden) und nur solange die entsprechende Taste gedrückt wird. Weggefallen ist auch die Einzelbildschaltung vorwärts und rückwärts, die gelegentlich das Vergnügen bereiten konnte, einem Filmtrick auf die Spur zu kommen. Wer aber zum ersten Mal eine Heimkinoanlage kauft und von all dem nichts weiss, erhält mit der Lifestyle 28 eine Fernbedienung in die Hand, die intuitiv die vielen Funktionen, inklusive der Bildschirmmenus, bedienen kann und ein Vorbild an Übersichtlichkeit ist.
Ausgewogener Klang

Das Acoustimass-Modul enthält die ganze Leistungselektronik und den Subwoofer.
Weiter Kinosound

Die kleinen, qualitativ hochwertigen CubeSpeaker lassen sich auf den Tisch aufstellen, an die Wand oder auf ein Sativ montieren.
In der räumlichen Abbildung leisten die Cube-Speaker erstaunliches. Die akustische Szene vorne ist ausgesprochen breit und offen. Mit der Aufstellung und Ausrichtung der Surround-Boxen kann ihr Ausgreifen in den Raum subtil verändert und dem eigenen Geschmack angepasst werden. Immer wieder frappierend ist die Genauigkeit, mit der Details wiedergegeben werden. Sie wirken so eindrücklich, dass unweigerlich der Kopf zum Geräusch hin gewendet wird. Mit dieser Breite und Räumlichkeit der Abbildung liefert die Bose-Anlage einen adäquaten Filmton auch im Heimkino mit grossem Bild, etwa mit einen Projektor.
Klangliche Optimierung

An fünf Messpunkten erfasst das Bose-System die akustische Situation zu Hause und optimiert die Wiedergabe daraufhin.
Lifestyle ist eine Definitionsfrage. Bose hat mit dem Lifestyle V30 aber ganz klar ein tolles Produkt, mit sensationellem Klang und modernem Aussehen geschaffen. So kompakte Lautsprecher mit solchen Klangeigenschaften gibt es wohl nur bei Bose. Da verkraftet man auch, dass die Media-Console nur über zwei HDMI-Eingänge verfügt.
Lifestyle ist aber anscheinend auch eine Geldfrage: Das Bose Lifestyle V30 ist mit 5480 Franken ein eher teures Spielzeug. Erst mal installiert und vom Klang und Aussehen überzeugt, will man es aber nicht wieder hergeben - sowohl der Mann als auch die Frau nicht...
Der DVD-Spieler

Das Media-Center beherbergt neben dem Tuner und den Anschlüssen neu auch einen DVD-Spieler.
Der DVD-Spieler hinterlässt einen guten Gesamtbildeindruck, der eine glaubwürdige Kinoathmosphäre schafft. Schwierigkeiten bekundet der Spieler gelegentlich mit grossen Flächen, die nur geringe Unterschiede aufweisen, etwas das Weiss eines Scheinwerfers oder der Rauch nach einer Explosion. Hier sind Artefakte der Datenreduktion erkennbar.
Mit der Auflösung hat der DVD-Player keine Schwierigkeiten: Spielend erreicht er 500 Linien. Feine Details lässt er mit einer deutlichen Kantenanhebung zusätzlich prägnant erscheinen. Der Schwarz/Weiss-Umfang ist gut, lediglich im untersten Bereich sind die Abstufungen eingeengt. Gleichmässig und ohne Rauschen geraten die Farben, die gut gesättigt sind und praktisch nicht ineinander übergreifen. Ein leichtes Laufen der Kanten ist zu beobachten.

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