Von Klassik bis Hard Rock
In der Hand gehalten, klingt das Mini-PA nicht mehr ganz so gut wie bei guter Platzierung auf einem Tisch, Regal oder an einer Rückwand.Bezüglich der Chassis-Bestückung lassen die Bose-Leute ihr ganzes Können, das sie über Jahrzehnte mit Mini-Systemen gewonnen haben, aufblitzen: zwei neue, patentierte Breitband-Driver mit extrem kräftigen Neodym Magneten werkeln in einem aus einem Stück bestehenden Alu-Gehäuse.
Für einen „abgrundtiefen“ Bass sorgen zwei einander gegenüberliegende, ovale Passivmembranen. Diese Anordnung mit je einem auf der Front- und einem auf der Rückseite montierten passiven Chassis verhindert zudem unerwünschte Gehäuse-Vibrationen.
Auf die mitgelieferte Ladeschale gestellt, spielt das System auch während des Ladevorgangs weiter. Der Lithium-Ionen-Akku ermöglicht eine Wiedergabezeit von bis zu sieben Stunden.
Zum Schluss des Tests wird, nach dem Motto: „Nach uns die Sintflut“, der ultimative Highfidelity-Witz zelebriert: Sowohl am iPhone wie auch am Bose System wird auf maximale Lautstärke gestellt, und der berüchtigte Boxenkiller der High-End-Test-Record, ein Schlagzeug-Solo, dessen brachiale Drum-Kicks schon manchen Verstärker und manche Boxen haben abrauchen lassen, wird abgespielt.
Zu Beginn säuseln die Becken gar fein - dann folgen die ersten Bass-Drum-Kicks. Wer Rauch und Flammen erwartet hatte, wird enttäuscht: Die Pegel-und Bass-Limiter des SoundLink Mini funktionieren perfekt. Die Bass-Kicks kommen kaum lauter als die feinen Becken und absolut ohne Bass-Anteil. Damit ist man auf der tod-sichern Seite, was die Sicherheit des Gerätes angeht. Nichts geht kaputt – lediglich die Musik bleibt auf der Strecke...
Doch wer will schon einen Boxenkiller hören? Daher stellen wir zum Abschluss fest, dass das SoundLink Mini, wenn es mit normalem und mit in der Praxis meist durch MP3-Datenreduktion tüchtig beschnittenem Musikmaterial gefüttert wird, eine für viele Out- und Indoor-Zwecke gute Klangqualität bieten kann.

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