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Testbericht · Nikon · Systemkameras

Vom Spiegel befreit

Testbericht: Nikon Z 7 mit Z-Bajonett

Von Hanspeter Frei · · Seite 4 von 4

Fazit

Die Z 7 ist ein gelungener Einstieg in Nikons spiegellose Vollformatwelt. Auch im Videobereich hat sie kräftig zugelegt.Die Z 7 ist ein gelungener Einstieg in Nikons spiegellose Vollformatwelt. Auch im Videobereich hat sie kräftig zugelegt.

Mit der Z 7 ist Nikon ein beeindruckender Start in das spiegellose Vollformat gelungen. Das robuste und ergonomische Gehäuse konnte mich sofort überzeugen. Die Z 7 ist meiner Meinung nach momentan eine der am besten zu bedienenden spiegellosen Kameras. Vor allem beim Touchscreen könnten sich andere Hersteller noch einiges abschneiden. Ich wollte hier nicht nochmals Sony erwähnen, ups ...

Der hochauflösende elektronische Sucher bietet ein grosses und scharfes Bild, das die Vorteile von direkt ins Bild einblendbaren Anzeigen perfekt unterstützt. Der schnelle Autofokus und die ausgezeichnete Bildqualität stellen auch Profis zufrieden. Die riesige Bildauflösung von 45 Megapixel bietet für viele Einsatzbereiche mehr als genügend Reserven.

Beim eingebauten Bildstabilisator ist Nikon wohl über seinen eigenen Schatten gesprungen. Einfach genial, wie er nicht nur die neuen Z-Nikkore, sondern auch adaptierte Objektive unterstützt, ganz gleich, ob sie selbst schon stabilisiert sind oder nicht.

Im Videobereich hat die Z 7 gegenüber ihren Vorgängerinnen einen grossen Schritt nach vorn gemacht. Filmemacher werden vor allem am leisen und zuverlässigen neuen Autofokus und den 4K/UHD-Bildern Freude haben.

Natürlich ist auch eine Z 7 nicht perfekt. Das Speicherkartenformat, nur ein einziger Kartenschacht sowie der zu kleine Pufferspeicher werden einige davon abhalten, sich eine Z 7 anzuschaffen. Die noch eingeschränkte Auswahl an Z-Nikkoren kann ebenfalls ein Grund dafür sein, vor allem, wenn man noch keine Nikon-F-Objektive besitzt, die sich per Adapter verwenden lassen.

Wer bereits eine Nikon D850 besitzt und damit zufrieden ist, wird es sich zweimal überlegen, ins spiegellose Vollformat-Zeitalter einzusteigen. Denn spiegellos bedeutet nicht automatisch bessere Fotos.

avguide.ch meint

Entgegen meiner früheren Meinung konnte mich die Nikon Z 7 nach längerem Gebrauch in den meisten Bereichen überzeugen. Handling und Bedienung wurden von Nikon sehr gut gelöst. Die Bildqualität ist bereits im JPEG-Format aus der Kamera ausgezeichnet und in die 45-Megapixel-Auflösung habe ich mit Freude hineingezoomt.

Die mittels FTZ-Bajonettadapter angeflanschten F-Objektive verhielten sich wie gewohnt, ich habe keine Störungen oder Einschränkungen festgestellt. Nikon-Fans mit grossem F-Objektiv-Park können bedenkenlos zugreifen.

4K/UHD-Videoaufnahmen mit maximal 30p sind zwar nicht mehr Stand der Dinge, aber in dieser Kameragattung nach wie vor üblich. Positiv überrascht hat mich hingegen der leise und schnelle Autofokus, vor allem beim Videofilmen mit Z-Nikkoren. Ein Kartenschacht und XQD-Karten werden wohl noch lange die Gemüter von Nikon-Fans erhitzen. Nachdem ich eine solche robuste Karte im Einsatz hatte, war ich wieder etwas beruhigt, kann mir aber gut vorstellen, dass dies für Hochzeitsfotografen und andere professionelle Bildermacher ein Sicherheitsrisiko bedeutet und absolut nicht geht.

Die neue Nikon Z 7 ist sicher keine Kamera für alle fotografischen Aufgaben. Meine Anforderungen hat sie aber gut erfüllt – und führe ich nicht schon auf der Canon-Schiene, stände sie bei mir sicher auf der Wunschliste.

Steckbrief
ModellZ 7
Preis3,999.00 CHF
HerstellerNikon
VertriebNikon AG
Jahrgang2018
Masse134 x 100.5 x 67.5 mm
Gewicht0.675 kg
FarbeSchwarz
Auflösung45,7 Megapixel
BildsensorVollformat CMOS 35,9 x 23,9 mm (Nikon FX-Format)
DatenformatJPEG, NEF (RAW), TIFF
Empfindlichkeit ISO64 bis 25600, erweiterbar bis 102400
LCD Monitor8,1 cm (3,2 Zoll) TFT-Touchscreen, neigbar
Pixel2,1 Millionen Bildpunkte
SchnittstelleUSB Typ-C, HDMI Typ-C, Mikrofon, Kopfhörer, Fernsteuerung
SpeichermedienXQD-Karten
Verschlusszeit1/8000 bis 30 s, bulb
Videoaufnahme4K UHD 30/25/24p, Full-HD 120/100/60/50/30/25/24p; MOV, MP4

Testurteil

9 / 10

Plus

  • robustes, witterungsgeschütztes Gehäuse
  • sehr hohe Bildauflösung
  • hochauflösender elektronischer Sucher
  • sehr gute Bildqualität bis ISO 3200
  • effizienter 5-Achsen-Bildstabilisator
  • schneller, leiser Autofokus
  • Objektiv-Adapter für ältere Nikkore

Minus

  • keine AF-Augenerkennung
  • exotische, teure XQD-Speicherkarte
  • nur ein Kartenschacht
  • einzelne Anzeigen nicht zusammen darstellbar
  • kleiner Pufferspeicher für Serienbilder

Profil: Spiegellose Systemkamera im DSLR-Design mit neuem Nikon-Z-Bajonett, elektronischem Sucher, sehr hoher Auflösung, 5-Achsen Bildstabilisator und neigbarem Monitor.

Der Autor Hanspeter Frei

Hanspeter Frei ist der Foto- und Videospezialist von avguide.ch und einer der versiertesten Fachjournalisten seines Gebiets. Er testet Kameras, Objektive und Videotechnik.

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