TESTBERICHT
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Canon Camcorder Legria miniCanon Camcorder Legria mini

Eine kleine, einfach zu bedienende Kamera vor allem für Videos, aber auch für Fotos, will die Legria mini von Canon sein. Sie soll die eigenen Hobby- und Freizeitaktivitäten dokumentieren, die dann mit anderen geteilt oder in einen Videoblog eingebunden werden.

Solide Konstruktion

Der Camcorder misst nur 76 x 96 mm und 22 mm in der Höhe. Er liegt damit gut in der Hand und kann bei Videoaufnahmen locker geführt werden. Die Bildkontrolle erfolgt über den 6,8 cm grossen LCD. Dieser lässt sich hochklappen und um 180° drehen, was sowohl Aufnahmen aus allen möglichen Perspektiven wie auch Selbstportraits ermöglicht. Auf der Unterseite des Gehäuses ist ein Standfuss integriert, der sich herausklappen lässt. So kann der Camcorder auf einer festen Unterlage abgestellt und im Aufnahmewinkel bis 60° vertikal positioniert werden. Doch damit nicht genug: Ein im Boden eingelassenes Gewinde erlaubt die Befestigung auf einem Stativ. Damit ist von der beweglichen Handkamera über die Montage an einem Fahrzeug bis zur ruhigen Stativaufnahme alles möglich.

Für die vielen Einsatzmöglichkeiten ist die Kamera gut gerüstet. Das Kunststoffgehäuse ist sehr stabil ebenso wie die Scharniere von LCD und Standfuss. Einem etwas raueren Einsatz steht damit nichts im Wege. Auch für den Transport etwa in der Jackentasche ist die Legria mini gerüstet. Der Ein/Aus-Schalter – er öffnet gleichzeitig die Objektivabdeckung - ist mechanisch, kann also nicht versehentlich eingeschaltet werden. Die Anschlüsse sind ebenso wie der Micro-SD Kartenslot unter robusten Klappen versteckt. Zur Verfügung steht nicht nur ein USB- sondern auch ein HDMI-Ausgang, der es erlaubt, die Aufnahmen direkt auf dem Grossbildfernseher anzuschauen. Weitere Endgeräte sind über das integrierte WiFi ansprechbar. Dieses ist DLNA kompatibel und erlaubt via App auch die Steuerung mittels Tablet oder Smartphone.

Einfache Bedienung

Das aufklappbare Display und die Anpaasung der Anzeige an die Kameraposition erlauben auch SelbstportraitsDas aufklappbare Display und die Anpaasung der Anzeige an die Kameraposition erlauben auch Selbstportraits

Bedient wird das Gerät über den Touchscreen. Das Menu ist klar aufgebaut, gut verständlich und bietet im Betrieb unten im Bild eine kontextabhängige Menuleiste. Angewählt werden können verschiedene Szenenmodi (Makro, Sport, Nacht etc.) und verschiedene Aufnahmemodi wie Zeitraffer, Zeitlupe oder Intervallaufnahme. Auch wenn die einstellbaren Parameter nur einen bescheidenen Umfang haben, erlauben diese Modi doch interessante Variationen der normalen Aufnahme. Neben dem automatischen Weissabgleich stehen zwei Farbtemperaturen (5400 K für Tageslicht und 3100 K für Kunstlicht) sowie der manuelle Weissabgleich zur Wahl. Eine Grafikfunktion erlaubt das Einblenden von teils animierten Stempeln und ein eher grobes freies Zeichnen.

Der LCD gibt die in kleiner Schrift gehaltenen Menueinträge gut lesbar wieder. Auch die Videoaufnahmen wirken auf dem Display sehr natürlich. An seine Grenzen stosst der LCD bei Sonnenlicht. Da taugt das Bild bald einmal nicht mehr für die Kontrolle, und das Display wird zum Spiegel. Die Helligkeit des Bildes sowie der Hintergrundbeleuchtung können variiert werden. Letzteres hilft bei der Lesbarkeit des Menus im Sonnenlicht.

Lebendige Aufnahmen

Aufgenommen wird in vier Qualitätsstufen bis zu Full-HD (1920 x 1080) mit 25 progressiven Bildern pro Sekunde und 24 Mbps. Als Speichermedium dient eine Micro –SD Karte. Auf eine 32 GB-Karte passen knapp 3 Stunden Video in der maximalen Auflösung. Als Optik dient ein Weitwinkelobjektiv mit der festen Brennweite von 17 mm (35 mm KB) und einem Blinkwinkel von 160°. Dieser kann auf 71° reduziert werden, was einer Brennweite von rund 35 mm entspricht.

Der Weitwinkel bringt einen grossen Ausschnitt aufs Bild. Indoor muss man dafür mit einem ausgesprochenen Fisheye-Effekt leben. Bei Aussenaufnahmen fällt die Bildkrümmung nicht ins Gewicht, vielmehr trägt das Panoramabild zum lebendigen Eindruck des Bildes bei. Dieser wird gestützt durch die natürliche Wiedergabe des Bildes. Die Farben leuchten kräftig, jedoch ohne ins Extreme zu fallen. Ebenso wirken die Kanten angenehm ohne künstliche Überhöhung. Einzig bei Schwenks über ausgeprägte vertikale Strukturen kann Ruckeln den natürlichen Bildeindruck stören.

Fazit

Dank Stativgewinde und leichter Kamera (160 g für den Body allein) sind auch ungewohnte Perspektiven einfach realisierbarDank Stativgewinde und leichter Kamera (160 g für den Body allein) sind auch ungewohnte Perspektiven einfach realisierbar

Lebendige Bilder liefert die Legria mini nicht nur dank ihrer technischen Eigenschaften, sondern auch weil sie mit ihrer Kompaktheit und Handlichkeit zu immer wieder neuen Aufnahmeperspektiven geradezu herausfordert. Sie ist für viele Einsätze robust genug und kennt auch bei der Wiedergabe vom Grossbildschirm bis zu sozialen Netzen kaum Grenzen. Ein praktisches Werkzeug für unkomplizierte Videoclips.

Übersicht zu diesem Artikel
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STECKBRIEF
Modell:
Legria mini
Profil:
Handliches Werkzeug für unkomplizierte Videoaufnahmen
Pro:
stabile Konstruktion
klappbares Display
einfache Handhabung
Full-HD AUfnahme
Contra:
LCD heikel bei Sonnenschein
eher kurze Akkulaufzeit
Preis:
348.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2013
Masse:
76 x 22 x 96 mm
Gewicht:
0.16 kg
Farbe:
schwarz, weiss, silber
Auflösung:
4000 x 3000 (Foto), 1920 x 1080 (Video)
Aufnahmedistanz:
0,4 m - unendlich
Bildsensor:
1/2,3
Brennweite:
17 mm (35 mm KB)
Digital Output:
HDMI
LCD Monitor:
6,8 cm Touchscrenn, 230'000 Pixel
Objektiv:
F2.8
Optisches Zoom:
nein
Pixel:
12 MP (Foto)
Schnittstelle:
WiFi (DLNA), USB
Speichermedien:
Miicro-SD
Videoaufnahme:
MP4 bis 1920 x 1080, 24Mbps, 25p