Mitgeliefert
Mitgeliefert sind hochwertige Kabel mit Kupferlitzen, die mit monokristallinem Silber beschichtet sind. Die Kabel werden, wie heute so üblich, mit biegbaren Schlaufen über die Ohren geführt, wo sie den Hörermuscheln Halt geben.
Mitgeliefert werden auch zahlreiche Ohrpassstücke inklusive der sogenannten SpinFit – Tips, die sich auch extremen Ohrformen anpassen sollen. In unserem Test waren jedoch die meisten Personen mit den werkseitig montierten Ohrpassstücken mittlerer Grösse zufrieden. Der Tragekomfort ist denn auch sehr hoch. Des Weiteren findet man im Lieferumfang ein Hard-Case, ein Reinigungsbürstchen und eine Tragetasche aus Stoff.
Um auch unterschiedliche Klangwünsche befriedigen zu können, legt man dem FH7 – neben den werkseitig bereits montierten schwarzen Sound-Filtern – noch zwei zusätzliche Sound-Filter-Paare bei. Das rot markierte Filterpaar soll den Spass im Bass erhöhen und die grün markierten Filter sollen einen noch detaillierteren Hochtonbereich liefern. Diese kleinen Filteraufsätze werden an die Schallaustrittsöffnungen geschraubt, wo anschliessend die Ohrpassstücke darübergestülpt werden.
Messungen
Der Frequenzgang ist mit den werkseitig montieren, schwarzen Soundfiltern – abgesehen von einer bei den meisten In-Ear-Hörern obligaten Welligkeit – recht ausgewogen. Ein Vergleich zum Diana PSP11 von Astell&Kern zeigt ganz klar, dass der FH7 wesentlich heller klingen muss als der Diana, welcher einen deutlichen Abfall zu höheren Frequenzen hin aufzeigt.
Mit den grünen Soundfiltern wird der Hoch- und Obertonbereich der FH7 etwas angehoben, mit den roten Filtern wird er jedoch etwas abgesenkt. In den Mitten und Bässen sind, wenigstens messtechnisch gesehen, keine Einflüsse der Soundfilter auszumachen. So darf man gespannt darauf sein, wie sich diese im Hörtest auswirken.

Frequenzgang FiiO FH7 ( 2dB/Div) mit den drei Soundfiltern schwarz, grün, rot. Kommentar: Nur der Hoch- und Obertonbereich wird von den Soundfiltern beeinflusst.
Hell und frisch
Werkseitig wird der Hörer, wie schon erwähnt, mit den schwarz markierten Sound-Filtern ausgeliefert, die mit «balanced» bezeichnet werden. Als HiRes-Player kommt der bewährte Astell&Kern SP1000M zum Einsatz.
Das FH7-Flaggschiff spielt dabei in einer ganz anderen Liga als der bereits in avguide.ch getestete Diana-In-Ear-Hörer von Astell&Kern. Der Diana mit seinem eher dunklen, warm-brillanten und sehr bassfreudigen Klangbild steht in krassem Gegensatz zum hell und brillant timbrierten FH7.
Welches Klangbild man bevorzugt, ist nun reine Geschmackssache.
Andrew Manzes bereits hell und obertonreich aufgenommene Violine (Concertos for den Emperor von Vivaldi) erklingt klar zu brillant, ja sogar etwas spitz. Anders die weicher aufgenommene Violine von Joshua Bell, die auf dem FH7 mit natürlichem Schmelz reproduziert wird.
Extrem obertonreich bringen die FH7 Cembalowerke rüber. Gewisse Register klingen allerdings schon fast etwas überzeichnet, so wie wenn man das Ohr direkt in das geöffnete Instrument neigen würde. Sehr brillant, aber auch edel schmetternd dann die Wiedergabe eines Blechbläserensembles. Und bei Harry James' Big Band geht die Post ganz tüchtig ab. Die Schlagzeugbecken werden brillant und sehr gut durchzeichnet gebracht, während ein tiefer und erst noch lupenreiner Kontrabass ein schönes Fundament unter die Big Band legt. Harry James' Solo-Trompete kommt auf der Diana von Astell&Kern zwar wärmer und edler, auf den FH7 jedoch strahlender und spritziger.