Die Quantum 803 ist in hochglänzendem Palisander, weiss oder schwarz erhältlich und passt somit in jede Wohnambiance.Magnat, 1973 in Köln gegründet, kann auf eine jahrzehntelange Erfahrung im Audiobereich zurückblicken. Während man zu Beginn als Logo einen grimmig dreinschauenden Hund und den Slogan „Sound mit Biss“ benutzte, verknurrt man das gefährliche Tier heute in seine Hütte und schlägt wesentlich feinere Töne an. Magnat bietet heute neben Lautsprechern im HiFi- und Car-Bereich auch noch hochwertige Elektronik an. Alle Magnat-Produkte werden in Deutschland entwickelt; produziert werden sie in China.
Wie schon erwähnt, ermöglicht der PJ260VE Videoaufnahmen von bis zu 1920 x 1080/50p (H.264 AVCHD Version 2.0). Weitere Formate sind 1920 x 1080/50i (FX und FH), 1440 x 1080/50i (HQ und LP) sowie das Standardformat 720 x 576/50i in MPEG-2. Das HQ-Format ist vergleichbar mit HDV früherer Modelle, die noch auf DV-Kassetten aufzeichneten.
Die Fotos werden JPEG komprimiert. Die maximale Bildgrösse ist 3984 x 2240, also 8,9 Mio. Pixel im Format 16:9.
Ausser bei den beiden höchsten Videoauflösungen können HD Fotos auch während der Videoaufzeichnung resp. im Videomodus ohne Umschalten aufgenommen werden (Standfotos).
Audio kann mit dem eingebauten Zoom-Mikrofon in Dolby Digital 5.1 oder 2-Kanal Stereo aufgezeichnet werden. Mit einem externen Mikrofon ist ausschliesslich 2-Kanal Stereo möglich.
Durch das normalerweise im Griffband eingerastete USB-Kabel lässt sich der Akku über eine USB-Stromquelle (z.B. einen Rechner) aufladen. Eine Kabelverlängerung liegt ebenfalls bei.Die Optik
Der abnehmbare Bespannrahmen besitzt eine unsichtbare Magnetbefestigung und zentriert sich selber punktgenau.Die Quantum 803 verblüfft zunächst beim Auspacken durch ihr aussergewöhnlich hohes Gewicht. 10 kg Lebendgewicht stellen bei einer Kompaktbox dieser Grösse ganz und gar nicht den üblichen Standard dar. Dieses kleine Schwergewicht verbirgt seine Grösse hinter einer relativ kleinen und schmalen Front. Das wahre Gesicht zeigt sie erst von der Seite, mit ihrer respektablen Tiefe von 31,5 cm.
Trotz ihrer konventionellen viereckigen Form wirkt sie mit ihren eleganten Standfüssen und der Bodenplatte zierlich und hochwertig. Interessant ist, wie unterschiedlich Frauen und Männer auf die Ausführung in hochglänzendem Palisander reagieren: Bei etlichen männlichen Hörern erweckte dieses Design helles Entzücken, bei der holden Weiblichkeit jedoch bedenkliche Mienen. Und schlussendlich bestimmt ja die Frau des Hauses, was in die Wohnung kommt ... Doch wie schon erwähnt, gibt es die 803 ja auch in schwarzem und weissem Klavierlack.
Gut platziert, ist ganz gewonnen
Die Quantum 803 können ins Regal oder auch auf Ständer gestellt werden. Bei der Platzierung im Regal ist zu beachten, dass sie eine recht grosse Tiefe beanspruchen und die Bassreflexöffnungen nach hinten abstrahlen. So dürfen die Boxen nicht direkt an die Rückwand gestellt werden und sollten einen minimalen Abstand von einigen Zentimetern erhalten. In unserem Test stellten wir die Quantum 803 auf rund 60 cm hohe Ständer, was ihnen ein sehr offenes, räumliches Klangbild ermöglichte.
Die Technik
Die von Magnat verwendeten Chassis arbeiten im Prinzip nach dem konventionellen, dynamischen Prinzip, verfügen jedoch über ganz besondere Konstruktionsmerkmale.
So hat man der Kalotte eine Membran aus Gewebe spendiert und diese mit Keramikpartikeln veredelt. Dank frontseitiger Belüftung der Kalotte ist sie hochbelastbar und soll bis in die klangliche Stratosphäre spielen. Das Magnetsystem ist verzerrungsoptimiert und geschirmt.
Beim Tief-Mitteltöner haben die Magnat-Techniker die nichtmagnetischen Körbe aus Alu-Druckguss strömungsoptimiert. Dies reduziert Luftverwirbelungen und damit Resonanzen. Auch bei diesem Chassis sind die extrem starken Magnete geschirmt und die Box verbreitet keine Magnetstörungen. Die gut belüfteten Schwingspulen ertragen hohe Leistungen und garantieren hohe Dauerpegel und eine unlimitierte Dynamik. Die aus einem Keramik-Aluminium-Verbund bestehende Membran ist verwindungssteif und praktisch partialschwingungsfrei.
Die Box erhält ihr beachtliches Gewicht nicht nur von den Chassis, sondern vor allem von der massiven Gehäusekonstruktion mit stabilen MDF-Platten und aufwändigen inneren Verstrebungen. Zusätzlich werden die Chassis zur Verhinderung von Eigenresonanzen nochmals rückseitig abgestützt. Beeindruckend ist auch das grosse, rückseitig angebrachte Airflex-Port, das kaum Blasgeräusche produziert. Der abnehmbare Bespannrahmen besitzt eine unsichtbare Magnetbefestigung und zentriert sich selber punktgenau.
Die aufwändige Frequenzweiche berücksichtigt auch die Phase und ist mit hochwertigen, selektierten Bausteinen bestückt. Liebevoll und für das Auge leider unsichtbar ist auch die Innenverkabelung mit Oehlbach-Kabeln. Wie es sich für so ein Klangjuwel gehört, ist sowohl Bi-Wiring, als auch Bi-Amping möglich.
Die Messungen
Blu-Ray/50p
Die Datenstruktur, die aufgezeichnet wird, entspricht genau derjenigen von Blu-Ray Disks. Man kann also den Speicherinhalt direkt auf eine Blu-Ray brennen und diese dann im Blu-Ray Player abspielen. Es gilt jedoch zu beachten, dass nur die neusten Playermodelle AVCHD 2.0 (50p) wiedergeben können. Weder mein letztjähriger Sony- noch mein erst ein paar Monate alter Panasonic BD-Player schafften dies: Der Ton war da, aber das Bild schwarz. Da ich mit diversen Formate experimentiert hatte, war das Bild aller 50i Formate in voller Pracht vorhanden.
Das Brennen auf Blu-Ray Scheiben (z.B. wiederbeschreibbare) ist (momentan) auch eine relativ sichere Weise, seine Daten zu speichern und später einmal zu bearbeiten.
50p ist jedoch auch für neuste Computer Hard- und Software noch eine Herausforderung. So konvertieren denn die meisten Videoschnittprogramme die 50p Daten in ein «bearbeitungsfreundlicheres» Format.
Ausser via HDMI Kabel direkt vom Camcorder auf den Fernseher konnte ich die 50p Streams nur noch über den einen MediaPlayer ruckelfrei wiedergeben.
Fazit
Der HDR-PJ260VE von Sony ist ein faszinierender Camcorder, der eigentlich alles kann, was man von einem modernen Camcorder erwartet ... und noch einiges mehr.
Wenn auch einige erweiterte Funktionen wie «Automatische Aufnahme eines Lächelns» nicht alle User gleichermassen beeindrucken werden, und man den erweiterten Zoom nie voll ausreizen sollte, sind es die allgemein ausgezeichnete Bildqualität, der überraschend gute Projektor und die wirklich einfache, intuitive Handhabung, die diesen Camcorder, auch bei seinem eher stolzen Preis, empfehlenswert machen.
Wie schon erwähnt, liegt das Klangtimbre der Quantum 803 klar auf der hellen Seite. So können Streicher bei gewissen Aufnahmen auch mal etwas grell wirken und Blechbläser im fortissimo sogar etwas nerven. Andrerseits liefern diese Schallwandler hochbrisante Drum-Kicks, sehr brillante Beckenimpulse und knackige Gitarrenriffs.
Dass es sehr auf die Aufnahme ankommt, ob der Klang gefällt oder nicht, zeigt ein Klangvergleich der Donald Fagen „The Nightfly“ (Warner Brothers) – eine hell und sehr brillant geraten Aufnahme - und der „Altered State“ (Heads Up) mit den Yello Jackets. Während gerade die Becken und generell Schlagzeugimpulse wie auch Zischlaute des Sängers auf der Donald Fagen-CD zuweilen etwas grell wirken, klingt die „Altered State“ über den gesamten Tonbereich sehr angenehm, nie unnatürlich aggressiv und damit genau „richtig“.
Beeindruckend war dabei auch der kräftige und trockene Bassbereich, der den Wunsch nach einem zusätzlichen Subwoofer nie aufkommen liess. Zudem reichte die Potenz des kleinen NAD-Verstärkers mit seinen 2 x 40 Watt Dauerleistung völlig aus, um in unserem eher kleineren Abhörraum auch mal ganz ordentliche Schallpegelorgien zu zelebrieren.
Sound fürs Pantoffelkino
Wie es sich für so ein Klangjuwel gehört, ist sowohl Bi-Wiring, als auch Bi-Amping möglich.Als Frontlautsprecher in einer Home-Cinema-Anlage eingesetzt, bringen die Quantum 803 eine sehr hohe Sprachverständlichkeit und generell ein sehr vitales Klangbild, das die Klangeffekte von Action-Movies sehr gut zur Geltung bringt. Als Ergänzung gibt es im Quantum Programm den dazu passenden Center-Lautsprecher Quantum 816.
Das Gehäuse macht die Musik
Dieser spassig gemeinte Titel ist natürlich grundfalsch! Das Gehäuse eines Lautsprechers sollte ja absolut ruhig sein und keinen Piepser von sich geben. Nur die Chassis dürfen Schall abgeben. Da besteht ein grundlegender Unterschied zwischen einem Musikinstrument und einem Lautsprecher! In keiner Tonlage dicken die 803 den Klang auf, was dem Gehäuse ein absolut erstklassiges Zeugnis ausstellt. Auch wenn eine Singstimme herzhafte Töne produziert, oder gar die Bässe tüchtig donnern, bleiben die Gehäusewände verblüffend ruhig. Das Gehäuse der Quantum 803 ist denn auch eines der besten, das je im avguide.ch Test war.
Wenn hell mit hell gepaart ...
Gepaart mit hell klingender Elektronik (gemeint sind gewisse hart klingende Class-D-Verstärker, im Volksmunde „Digitalverstärker“ genannt) in unterbedämpften Räumen und bei sehr geringer Distanz zu den Boxen, kann das Klangbild der 803 in den Höhen deutlich überzeichnet wirken. So empfiehlt es sich, gemässigt klingende Elektronik - ev. sogar einen Röhrenverstärker aus dem Hause Magnat - einzusetzen und im Hörraum auf genügend Dämpfung und einen ausreichenden Hörabstand zu den Boxen einzuhalten.
Fazit
Die Quantum 803 vom deutschen Lautsprecherspezialisten sind elegante und hochpräzise kleine High-End-Lautsprecher mit echten Studio-Monitor-Qualitäten. Das heisst, sie bringen in normal bedämpften Wohnräumen und mit ausgewogen klingender Elektronik ein sehr brillantes, verfärbungsarmes Klangbild, das kein auch noch so kleines klangliches Detail unterschlägt. Die Quantum 803 sprechen eher die Freunde klarer, analytischer Klänge und weniger die Freunde wohlig warm getönter Klangschmeichler an.

Alle Themen



