Fernbedienung und Display
Eine Fernbedienung nicht wie alle anderen: Rund wie ein Puck mit einem Durchmesser von 74 mm und stromversorgt mit einer Knopfzelle (CR2025), bietet sie alles, was man benötigt … und mehr: Der Ein/Aus-Taster oben, der Source (Eingangswahl-)Taster unten und die ±-Tasten im inneren Kreis dürften die am meisten eingesetzten Funktionen sein.
Ungewöhnliche Form: Mit der runden Fernbedienung sind (fast) alle Einstellungen möglich.Die vier Taster mit den Bezeichnungen Dynamic, Monitor (flat), Classic (Standardeinstellung) und Vocal verändern das Klangbild nur minimal; und da diese Veränderung in einem weichen Übergang geschieht, ist sie wirklich kaum erkennbar.
Obwohl der Unterschied zur Standardeinstellung «Classic» kaum hörbar ist, drückte ich zur Sicherheit nach jedem Einschalten der Boxen die Monitortaste, damit zum Vergleich der lineare Klang generiert wird.
Auf Anfrage erhielt ich das Diagramm der Frequenzanpassungen der vier Modi. Die Unterschiede sind effektiv minimal, der Höreindruck wird somit bestätigt.Die im inneren Kreis waagerecht angeordneten Funktionen «Play/Pause», «Vorwärts» und «Rückwärts» sind nur bei USB- und Bluetooth-Quellen aktiv.
Die Fernbedienung liegt nicht optimal in der Hand und hat eine begrenzte Reichweite. So können die meisten Funktionen nur verändert werden, wenn der «Puck» auf die aktive Boxe ausgerichtet ist. Dazu muss die Fernbedienung in den meisten Fällen in die Hand genommen und auf den Lautsprecher gerichtet werden, was wegen der unkonventionellen Form nicht immer auf Anhieb gelingt. Zudem kommt es vor, dass man mit einem Finger den Infrarotsender abdeckt.
Da das Umschalten der Eingänge (PC > AUX > USB > OPT > COX > BT) intern etwas Zeit benötigt, ist ein flottes Durchsteppen zur gewünschten Eingangsquelle nicht möglich. Doch auch dies ist eine minime Unannehmlichkeit, da man ja meist dieselbe Quelle benützt.
Das Display auf der aktiven, rechten Box ist zwar klein, erfüllt in normaler Aufstellung jedoch ihren Zweck (hier mit dem BT-Symbol als gewählten Eingang).Grundsätzlich ist die Pearl zunächst einmal als Mono-Wiedergabesystem konzipiert. Man kann sie also auch einzeln erwerben und beispielsweise, wenn man wenig Platz hat, als Monolith einsetzen. Zudem ist sie Bestandteil des Cabasse-Multiroom-Systems. Man kann also weitere Perlen einzeln oder in Stereo-Konfiguration in anderen Räumen platzieren und Musik via Stream-Control dahin streamen. Setzt man im Hörraum ein Pearl-Paar ein, so ordnet man per App die eine dem linken, die andere dem rechten Stereokanal zu.
Eine Pearl fungiert dabei als Master, die andere als Slave. So wird eine etwaige analoge Wiedergabekomponente per Cinch am Master angeschlossen, dort A/D-gewandelt und als nun digitale Quelle dem Cabasse-Mehrraumverbund zur Verfügung gestellt. Im Idealfall sind beide per LAN-Kabel am Heimnetzwerk angeschlossen. So ist die störungsfreie Wiedergabe von Hi-Res bis zu 192 kHz und 32 Bit garantiert. Musik mit weniger Datenrate soll sich aber problemlos auch per WiFi streamen lassen.
Die App macht einen sehr übersichtlichen Eindruck, auch die Implementierung der Musikprovider wie etwa Qobuz scheint gut gelungen. Die Online-Navigation verläuft problemlos. Favoritenlisten erleichtern die Nutzung insbesondere des Webradio-Angebots. Etwas problematisch wäre es, wenn die Bedienung ausschliesslich per App erfolgen würde. Deshalb liefert Cabasse eine wertige Bluetooth-Tischfernbedienung mit, welche die wichtigsten Funktionen wie Quellenwahl, Titelsprung und natürlich auch die Lautstärkeeinstellung offeriert. Für letzteres dreht man am verchromten Ring, der die Fernsteuerung umrandet.
Die Bluetooth-Funktion ermöglicht es, Musik von mobilen Geräten (Smartphones, Tablets) über die S880DB-Anlage abzuspielen. Das klappte auf Anhieb: Die Quelle des S880DB auf Bluetooth eingestellt, fand mein iPhone den Edifier sofort, stellte die Verbindung her und spielte die gewünschten Songs auch via «Puck»-Fernbedienung ab. Natürlich ist die Klangqualität nicht vergleichbar mit HiDef-Aufnahmen via USB oder Digital in, doch ist die Anbindung an mobile Devices ein nettes Plus.
Verarbeitung
Das Erscheinungsbild ist Geschmacksache, doch mir gefällt die schwarzweisse Konstruktion mit den hellbraunen, strukturierten Holzseiten.
Die Verarbeitung der S880DB ist hervorragend. Alles sitzt präzise, jede Aussparung passt optimal, die Anschlüsse machen einen äusserst stabilen Eindruck, und sogar die grossen Knöpfe der drei Regler funktionieren ohne jegliches Spiel.
Auch bei der Fernbedienung gibt es konstruktionsmässig nichts zu meckern. Eine solche Qualitätsverarbeitung ist in diesem Preissegment eher die Ausnahme.
Die strukturierten Holzseiten geben den Boxen Charakter.
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