TESTBERICHT
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Der Frérot DAC von Merason

Die Firma dafraud GmbH, gegründet 2013, vertreibt audiophile Produkte für qualitätsbewusste Musikliebhaber, gemäss ihrer Website merason.ch. «dafraud» ist ein Kunstname, es ist die Kombination des Vor- und Nachnamens Daniel Frauchiger, dem Gründer und Inhaber. Vertrieb und Produktion sind insofern getrennt, als dass die Produktion in der separat firmierenden Firma Niedal Audio Lab erfolgt. Niedal Audio Lab gehört, wie könnte es anders sein, auch Daniel Frauchiger.

Die beiden Brüder auf einem Bild.Die beiden Brüder auf einem Bild.

Der Frérot ist optisch schlicht und schön gemacht, das platzsparende Gehäuse ist aus Hammerschlag-lackiertem Stahl. Ein Bitumen-Pad an einer strategischen Stelle bedämpft teilweise das Gehäuse. Mit seiner Breite von 12 cm ist er fast ein Westentaschen-DAC und tatsächlich fünfmal kleiner als sein grosser Bruder, der DAC1. Auf der Frontseite findet man lediglich den Eingangswahl-Schalter sowie die Betriebs-LED, thats it.

Die Rückseite ist dementsprechend mit Ein- und Ausgängen aller Art gut belegt. Neben den üblichen Verdächtigen fallen die symmetrischen XLR-Ausgänge sowie der Anschluss für ein hochwertigeres Netzteil auf. Merason liefert dies zu einem späteren Zeitpunkt aus. Der kleine Netzschalter ist ebenfalls auf der Rückseite. Ebenfalls auf der Rückseite ist die Buchse für das kleine Stecker-Netzteil, welches mitgeliefert wird.

Auf der Rückseite bleibt kein Wunsch offen!Auf der Rückseite bleibt kein Wunsch offen!

Der mustergültige Innenaufbau des Geräts zeigt Rotel-typisch einen üppig dimensionierten Ringkerntrafo aus eigener Fertigung. Die grossflächige Endstufenplatine ist sauber getrennt unterhalb der Vorstufenplatine platziert. Die beiden diskret aufgebauten Class-AB-Ausgangsstufen sind wohl mehr oder weniger unverändert vom Vorgänger übernommen worden. Die nominelle Ausgangsleistung beträgt nach wie vor 2 x 120 Watt (an 8 Ohm). Spezifiziert wird nun ein Dämpfungsfaktor von 300 (anstelle von zuvor 180). Daraus dürfte eine leicht verbesserte Kontrolle der Basswiedergabe resultieren, sofern man Lautsprecherkabel mit geringem Innenwiderstand verwendet.

Neu entwickelt wurde die Hauptplatine, die neben der eigentlichen Vorstufe (mit Relais-basierter Eingangsumschaltung) auch noch eine aufwendige Digitalsektion beherbergt. Anstelle von Wolfson-WM8740-DAC-Chips wird nun ein Stereo-D/A-Wandler des ebenfalls renommierten Herstellers AKM verwendet (Typ AK4495SEQ). Dieser arbeitet intern mit 32-Bit-Auflösung und verstünde sogar Digitalsignale mit einer Samplingfrequenz von 768 kHz. Die optischen und koaxialen Digitaleingänge sind aber sinnvollerweise auf 192 kHz begrenzt, während über den USB-2.0-Eingang bei Installation des entsprechenden Treibers sogar 384 kHz möglich sind. DSD-Files ab Festplatte werden dann ebenfalls unterstützt (bis 5,6 MHz).

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