Schönheit in Schwarz oder Weiss
Für die rundum sehr ästhetische Gestaltung der Formation Duo darf man den Industrie-Designern ein Kränzchen winden. Die vielfältigen Rundungen verleihen der Aktivbox einen besonders wohnraumfreundlichen Touch. Tatsächlich erinnert die Duo an die vor wenigen Jahren lancierte, damals von Designer-Ikone Kenneth Grange entworfene Signature Diamond, die ebenfalls mit leicht nach vorne versetztem Tiefmitteltöner und Rundgehäuse Akzente setzte. Diese Bauweise sorgt für eine besonders weiträumige Abstrahlung, da den Schallwellen keine Gehäusekanten im Wege stehen.
Sowohl in Schwarz wie in Weiss sind die Formation Duo ein absoluter Blickfang.Die Formation Duo lassen sich im Handumdrehen installieren. Der Aufbau des Mesh-Heimnetzwerks erfolgt sehr einfach über die Formation-App, die es wahlweise für Android oder iOS gibt. Die Applikation ermöglicht die detaillierte Konfiguration der Wiedergabe und enthält auch eine Mehrraum-Steuerung. Sie stellt jedoch weder Musikverwaltung noch Player zur Verfügung. Für das eigentliche Musikstreamen setzt Bowers & Wilkins auf Kompatibilität mit Roon und mit Apples Airplay 2. Ausserdem unterstützt Formation Spotify Connect. Und natürlich ist auch Musikstreamen via Bluetooth möglich. Dies nominell sogar in HiRes, sofern man ein AptX-HD-kompatibles Mobilgerät sein Eigen nennt.
Roon ist eines der vielseitigsten Programme für die Verwaltung und Wiedergabe von Audiodateien im Heimnetzwerk und hat bekannte Musikprovider wie etwa Tidal und Qobuz bereits nahtlos integriert. Es benötigt aber einen «Core», der entweder auf einem PC (Windows/Linus), MAC, QNAP/NAS installiert wird, oder einen dezidierten Roon-Nukleus-Audio-Server, von wo aus die Software auf beliebige Formation-Komponenten – in unserem Fall die Duo – als Endgeräte zugreifen kann. Wer Roon nutzen möchte, muss dafür eine Jahreslizenz für rund CHF 130 oder eine lebenslange Freischaltung für rund CHF 500 erwerben.
Für sich betrachtet und alleine gehört, überzeugt die Bowers & Wilkins 705 S2 sowohl optisch wie akustisch, im direkten Vergleich gegen die Formation Duo hat sie jedoch keine Chance.Als Treiber kommen bestens beleumundete Chassis aus dem Hause Bowers & Wilkins zum Einsatz. Den 16,5-cm-Tiefmitteltöner mit Continuum-Membran und die aufgesetzte Hochtonkalotte im massiven Alugussgehäuse kennt man bereits aus der Bowers & Wilkins 705 S2, wo sie für sehr präzisen und besonders räumlichen Klang sorgen. Angetrieben werden sie von zwei stromeffizienten Class-D-Endstufen mit 2 x 125 Watt, die nur geringe Abwärme produzieren. So werden die Duo im Betrieb auch nicht heiss. Die relativ hohe Verstärkerleistung ist speziell im Bass notwendig, um den erwünschten Tiefgang zu erzielen. Bowers & Wilkins spezifiziert für die Duo einen Frequenzgang bis hinunter zu 25 Hz. Um dies in einem geschlossenen Gehäuse von nur gut 20 l zu realisieren, braucht es eine spezielle Bassentzerrung in Form eines dynamischen Equalizers. Dieser limitiert die maximale Auslenkung des Basschassis und bewahrt es bei Tieftonattacken vor Überlastung.
Das Design der Formation Duo lehnt sich an die legendäre Signature Diamond an.
Alle Themen



