Denon Cocoon Portable: Sound-Dock für iPhone und iPodWährend das Denon Cocoon Home vornehmlich für den stationären Einsatz konzipiert ist, ist das Denon Cocoon Portable als flexbiles tragbares System entwickelt und kann akkubetrieben auch fern jeder Steckdosen zum Einsatz kommen. Ob die tragbare Cocooon-Version auch wirklich tragbar ist, soll dieser Test zeigen.
Wer Denons neues tragbares Soundsystem namens Cocoon Portable am dezent integrierten Handgriff zum erstem Mal bewegen möchte, wird überrascht sein: Das kompakte System ist erstaunlich massiv gebaut und bringt mit seinen 3330 Gramm ein durchaus beachtliches Gewicht auf die Waage. So entsteht schon beim ersten Kontakt mit dem Cocoon Portable der Eindruck einer soliden und wertigen Verarbeitung, und dies zeigt sich auch in weiteren Details dieses Music Docks: Das ein- und ausfahrbare Dock für Apples iDevices ist, wie das gesamte Gerät auch, sehr stabil konzipiert und beherbergt einen herkömmlichen Apple Dock Connector. Neuere iOS-Geräte, welche schon den neuen Lightning Connector einsetzen, können darum nur mit einem entsprechenden Adapter im Denon Cocoon betrieben werden. Der Dock Connector ist im ausfahrbaren Dock erfreulicherweise flexibel gelagert: Das schont den Connector im iOS-Gerät und verhindert, dass man durch schräges Einstecken oder Entfernen des Geräts den Connector beschädigt.
Mobiles Musik-Center
Denon Cocoon Portable: die integrierte Dock Connector Schublade verschwindet unauffällig hinter dem DisplayEbenfalls im ausfahrbaren Dock ist das Display des Cocoon Portable untergebracht: Ein einfarbiges Matrix-Display, welches einen nach jedem Einschaltvorgang mit der Frage, ob die Uhrzeit permanent angezeigt werden soll, begrüsst. Über die gesamte Dauer des Tests gelang es nicht, diese Einstellung zu speichern und so begrüsste der kleine Kraftzwerg jedes Einschalten mit der gleichen Frage: "Always Display Clock?" Auch das vielsprachige Handbuch war leider nicht in der Lage, hier weiter zu helfen.
Dem mobilen Einsatz entsprechen auch die berührungsempfindlichen, leuchtenden Sensortasten auf der Oberseite des Gerätes. Diese kommen ohne bewegliche Teile aus und sind nahtlos in das glänzend schwarze Kunststoffgehäuse integriert - Staub hat so keine Chance, an diesen Stellen in das Gehäuse einzudringen.
Dafür gibt es aber an der Rückseite des mobilen Streaming Client ein weit geöffnetes Anschlussfeld mit Eingängen für Ethernet, AUX und das Ladenetzteil. Auf eine schützende Klappe vor diesem Anschlussfeld hat Denon leider verzichtet, was umso ärgerlicher ist, da dort auch die Buttons für die Initiierung der WPS- oder NetLink-Funktion zu finden sind. Zwar lässt sich damit die Integration im heimischen W-LAN deutlich beschleunigen, andererseits kam es während des Tests mehrmals vor, dass einer der Buttons aus Versehen betätigt wurde. In Folge dessen musste das Cocoon Portable jedesmal neu mit dem Netzwerk bekannt gemacht werden.
Konnektivität
Denon Cocoon Portable: nur den USB-Anschluss sucht man vergebensSobald jedoch die Verbindung zu einem Netzwerk hergestellt ist, kann das Cocoon Portable seine Stärken ausspielen: Musik kann von vielen veschiedenen Quellen wiedergegeben werden. Zum einen natürlich direkt von einem angedockten iDevice, andererseits aber auch von einem DLNA-Musik-Server, von Internet-Radiostationen oder vom Streaming-Service TuneIn.
Darüber hinaus bietet sich aber auch die Verbindung mit dem heimischen PC oder Mac an: aus iTunes heraus lässt sich das portable Multitalent auch über Apples Streamnig-Protokoll AirPlay mit Musik versorgen und dies ist, sofern man mehrere AirPlay-kompatible Geräte sein Eigen nennt, auch simultan zu mehreren Abspielern möglich.
Schlussendlich bietet bietet das Cocoon Portable für den Notfall auch noch einen analogen AUX-Eingang in Form eines 3,5-Milimeter-Klinkensteckers.
Da Denon bei der Konzeption dieses Streaming Clients über die iOS-Grenzen hinaus weitergedacht hat, ist das Cocoon Portable auch UPnP-kompatibel. Daraus ergibt sich die Möglichtkeit, auch von anderen Plattformen wie zum Beispiel Android- oder Windows-Smartpones oder -Tablett-PCS zum Denon-Gerät zu streamen.
Für den Fall, dass mal keines dieser Smartphones in Reichweite ist, hat Denon dem Cocoon Portable auch ein eigenes Internet-Radio mit drei Speicherplätzen integriert. So lassen sich mit der mitgelieferten Fernbedienung zumindest drei Sender abrufen.
Ausdauernder Sound
Denon Cocoon Portable: solides metallverstärktes Gehäuse«Die neue 800 Serie Diamond umfasst die edelsten Lautsprecher, die Bowers & Wilkins jemals gebaut hat». Dieses Statement lässt aufhorchen, zumal der britische Traditionshersteller schon unzählige audiophile Highlights auf den Markt gebracht hat. Schaut man sich die neue 804 D4 genau an, so kommt man nicht umhin, dem zuzustimmen.
Während sich die grösseren Standmodelle 803 D4, 802 D4 und 801 D4 optisch eher noch an die Vorgänger anlehnen, hat die kleine Standbox eine völlig neue Konstruktionsweise erhalten. Die vor rund sechs Jahren lancierte 804 D3 verfügte noch über ein nach hinten gerundetes Gehäuse mit aufgesetzter Schallwand. Die neue 804 D4 verzichtet auf eine eigentliche Schallwand und besitzt nun die gleiche durchgehend gerundete Front wie die grösseren Geschwister innerhalb der Baureihe. Davon verspricht sich Bowers & Wilkins eine harmonischere Abstrahlung ohne Brechung der Schallwellen durch seitliche Gehäusekanten. Wichtig ist dies insofern, als die 804 D4 nicht über ein abgetrenntes Gehäuse für den Mitteltöner verfügt.
Über vorstehende, in das Gehäuse integrierte Zierringe findet der 16,5-cm-Continuum-Konus dennoch fast ideale Arbeitsbedingungen vor. Runde Gehäuse sind sehr aufwändig herzustellen. Bowers & Wilkins vertraut dabei nicht auf einen externen Zulieferer, sondern fertigt jedes einzelne Gehäuse bei sich im Werk. Dabei ist sehr viel Handarbeit mit im Spiel. Die 804 D4 ist somit kein Massenprodukt; jeder Lautsprecher ist sozusagen ein massgefertigtes Exemplar – hergestellt mit sehr viel Liebe zum Detail.
Die neue Bauform beinhaltet eine verbesserte, mit einer Aluminiumfront verstärkte Matrix-Innenversteifung. Letztere gehört ja seit Urzeiten zur DNA des britischen Traditionsherstellers. Ebenso wie die von der Ur-Nautilus abgeleitete, sich nach hinten verjüngende «Schneckenform» des (aus einem massiven Aluminiumblock gefrästen) Hochtönergehäuses. Dieses wurde für die Serie D4 ebenfalls überarbeitet. Es ist nun deutlich länger und verspricht damit, rückwärtig abgestrahlten Restschall der Diamantkalotte noch besser unschädlich zu machen. Zudem ist es durch eine neue Zweipunkt-Lagerung effektiver vor Resonanzen vonseiten des restlichen Lautsprechers geschützt.
Denon legt dem Cocoon Portable eine kleine und wirklich übersichtliche Fernbedienung bei, mit welcher sich die angedockten iDevices leider nur eingeschränkt fernbedienen lassen. Schön ist, dass für eben diese Fernbedienung auf der Rückseite des Cocoon ein kleiner Slot bereitsteht. Im Transportfall ist diese dort vermeintlich sicher verwahrt. Aber Vorsicht - so richtig sicher sitzt die Fernbedienung nicht darin und man sollte acht geben, damit das gute Stück nicht verloren geht.
Besser als über die mitglieferte Fernbedienung lässt sich Denons Cocoon Portabel aber ohnehin mit der hauseigenen Denon Remote App namens "Cocoon" steuern. Diese App, welche es sowohl für Smartphones mit Android als auch für die Geräte aus dem Hause Apple gibt, lassen sich in den jeweiligen Appstores kostenlos herunterladen: Die Denon Cocoon Remote App gibt es im Google Play Store und in Apples App Store.
Erfreulich ist auch, dass sich das Cocoon sogar mit handelsüblichen UPnP-Programmen, welche es auch für Geräte ausserhalb der Android- und iOS-Welt gibt, fernbedienen lässt. So mutiert sogar das von HP seinerzeit verramschte HP Touchpad mit der UPnP App "BHome" plötzlich zur Steuerungszentrale für Denons Cocoon.
Fazit
Denon hat mit dem Cocoon Portable ein respektables mobiles Soundsystem vorgestellt, und auch wenn der Sound etwas detailreicher und dynamischer sein könnte, ist das System sehr solide verarbeitet und bietet die von Denon gewohnte Verarbeitungsqualität.
Dank des ausdauernden Akkus lässt sich mit dem Denon Cocoon Portable auch fernab jeder Steckdose die richtige Dosis Musik beisteuern.

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