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"Hollywood will eine neue und vielversprechende Technologie unterbinden", sagte Fred von Lohmann, Rechtsberater der Electronic Frontier Foundation (EFF). "Es ist genauso beängstigend wie der Betamax-Fall in den 80-ern, als Hollywood versuchte den Videorecorder zu verhindern." Die EFF verlangt nun in einer Gegenklage eine Klarstellung der Konsumentenrechte. Wie bei herkömmlichen Videorecordern müsse es auch hier erlaubt sein, Kopien von Sendungen aus dem Free-TV an Haushaltsmitglieder zu verschicken. Auch eine Veröffentlichung im Internet sei legal, wenn dafür keine Bezahlung oder Gegenleistung gegeben wird. Schliesslich sei es auch das Recht jedes Konsumenten, Werbung nicht anzusehen.
Die EEF wirft Studios und TV-Stationen vor, das Verfahren gegen Sonicblue als Instrument zur Verletzung von Konsumentenrechten zu missbrauchen. Die Gegenklage der EEF wird im Interesse von fünf ReplayTV 4000-Besitzern eingebracht. Diese wollen die Werbung für ihre Kinder beschränken und bestehen daher auf ihr Recht, Werbeblöcke auszublenden. Ausserdem haben sie mehrere Geräte im Haus verteilt und senden Kopien auch auf ihre – nicht von Sonicblue unterstützten – Laptops. Die Unterhaltungsindustrie ist hingegen der Meinung, der Produzent des Gerätes habe schlicht nicht das Recht Geräte zu verkaufen, die Werbung elektronisch ausblenden. Konsumentenrechte seien nicht betroffen.