FILMREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
21. Juli 2012
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Zorn der Titanen

Dann machen wir also den ersten Test und geben Alexa mündlich den Auftrag, den Radiosender SRF 1 zu spielen. Sofort quittiert Alexa den Befehl mit «SRF1 auf TuneIn», und schon hört man Live-Radio. Dasselbe funktioniert auch für andere Radiokanäle. Als Quelle dient also hier nicht DAB+ oder UKW, sondern Internetradio via TuneIn. In einem weiteren Versuch fragen wir Alexa, wie das Wetter morgen in Zürich wird. Auch diese Aufgabe löst sie schnell und zuverlässig. Allerdings drückt jetzt ihre US-Herkunft durch: Sie gibt die Temperaturen nicht in Grad Celsius an, sondern in Fahrenheit. Die Angabe, dass es morgen 70 Grad warm wird, lässt uns etwas ratlos zurück. Also fragen wir Alexa: «Wie viel sind 70 Grad Fahrenheit?». Prompt liefert sie die Antwort «70 Grad Fahrenheit sind 21.1 Grad Celsius». Na ja, wir hätten die Information zum morgigen Wetter auch weniger umständlich erfahren können, aber immerhin wissen wir jetzt, dass Alexa auf dem Pure StreamR ganz gut funktioniert.

Da die Götter von den Menschen kaum noch verehrt werden, verlieren sie ihre Macht über die eingekerkerten Titanen und ihren wiedererstarkenden Anführer Kronos, den Vater von Zeus (Liam Neeson), Hades (Ralph Fiennes) und Poseidon (Danny Huston). Die drei Brüder stürzten den einst mächtigen Vater, der von da an in den finsteren Abgründen der Unterwelt in Gefangenschaft lebt und die Gunst der Stunde ausnutzen möchte, um wieder frei zu kommen. Was dann passiert, können sich alle Beteiligten lebhaft vorstellen, und dies gilt es zu verhindern.

Also bittet Perseus die Kriegerkönigin Andromeda (Rosamund Pike), Poseidons Sohn, den Halbgott Argenor (Toby Kebbell), und den gefallenen Gott Hephaestus (Bill Nighy) um Unterstützung, bevor er sich mutig auf die gefährliche Reise in die Unterwelt begibt, um den inzwischen durch Intrige von Hades gefangenen Zeus zu befreien, die Titanen zu stürzen und die Menschheit zu retten.

Für dieses löbliche Unterfangen braucht es Taten statt Worte. Daher wohl wurde jeglicher intelligente Dialog vom Drehbuch ferngehalten. Die Erzählung ist geradlinig. Es geht gleich zur Sache und immer weiter bis zum Finale. Keine Nebenerzählungen, nicht einmal eine richtige Liebesgeschichte ist dabei. Vergessen ging im Drehbuch auch die Spannung.

Geboten wird eine Menge Action, und dies in verblüffend guten Computer generierten Bildern. Die Unterwelt, vor allem auch wenn sie in Bewegung kommt, die zweiköpfigen, feuerspeienden Wesen und insbesondere Kronos, der sich erhebt, sind erstklassig umgesetzt. Begleitet wird das Geschehen von einem ebenso eindrücklichen, räumlichen Ton, so dass ein bild- und tongewaltiges Spektakel garantiert ist.

STECKBRIEF
Filmtitel:
Zorn der Titanen
Herkunft:
USA
Label:
Warner
Jahr:
2012
Regie:
Jonathan Liebesman
Darsteller:
Liam Neeson, Sam Worthington, Rosamund Pike
Sprache:
Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Genre:
Action
Untertitel:
Französisch, Spanisch, Niederländisch, Dänisch, Schwedisch sowie Englisch, Deutsch und Italienisch für Hörgeschädigte
Bildformat:
1.78:1 - 16:9 - 1080p
Tonformat:
DTS-HD Master Audio, Dolby Digital 6.1
Bildwertung:
9
Tonwertung:
9
Bezugsquellen