Daneben bieten seriöse Firmen aber auch hochwertige und pfiffig gestylte Systeme an, wie JVC das FS-X5.
Erfinder der Micro-HiFi-Anlagen
Die Firma JVC soll, laut eigenen Angaben, die "Erfinderin der Micro -HiFi-Anlagen" sein. Bisher hat keiner das Gegenteil beweisen können.Tatsache ist, dass JVC über ein grosses und attraktives Sortiment an Micro Anlagen verfügt.
In der FS-Linie gibt es drei Anlagen, die sich nur in der Ausstattung der Lautsprecher unterscheiden. Das FS-X5 ist das Spitzenmodell, das auch optisch am auffälligsten daherkommt und mit einem Preis von 900.- Franken einiges bieten muss.
Zwei in einer
Natürlich möchten verspielte Naturen gleich die mit hochwertigen Bändchensystemen bestückten Soundstäbe aus der Halterung nehmen. Dies wird aber nicht gelingen, denn sie lassen sich weder verdrehen noch aus ihrem Sockel nehmen.
Ein solcher Lautsprecher besteht aus zwei unzertrennlichen Einheiten: Einer stabförmigen Mittel-Hochtoneinheit und einem Mini-Subwoofer bei welchem ein kleiner, aber leistungsfähiger 9,5 cm-Tieftöner seinen Schall nach unten feuert.
Aufgepasst: Die Lautsprecher sind nicht magnetisch abgeschirmt und dürfen auf keinen Fall näher als rund 30 cm an Fernsehgeräte und Computermonitore gestellt werden, da sich sonst bleibende Farbfehler am Bildschirm ergeben können.
Freundlich und verspielt
Das FS-X5 ist ein verspielt-freundlicher Soundlieferant: Das Display begrüsst den Benutzer beim Einschalten mit einem herzlichen "Hello" und verabschiedet sich nach der Sitzung mit einem "see you".Es arbeitet äusserst elegant: Ein Druck auf die CD-Taste und der Deckel öffnet sich motorgetrieben unter leisem Surren und gibt das dezent blau beleuchtete Fach für die CD frei.
Komfortabel
Jeder, der für ältere Personen schon mal eine Musikanlage organisieren musste, kennt das Problem: Die unzähligen kleinen Tästchen und Gimmicks überfordern nicht nur die Augen, sondern auch das technische Verständnis.
Die Grundfunktionen des FS-X5 lassen sich auch mit etwas kurzsichtigen Augen und zittrigen Fingern direkt am Gerät problemlos bedienen.
Zugriff zu sämtlichen Schikanen des Systems erhält man dann über die recht übersichtlich gehaltene Fernsteuerung.
Zahlreiche Features
Das System bietet eine Fülle von Möglichkeiten. Angefangen bei einer Klangregelung für Bässe und Höhen, AHB-Loudness (AHB=Active Hyper Bass Pro.), Dimmer (Helligkeit des Displays) , RDS-Tuner mit 30 Speicherplätzen und PTY-Programmtypenwahl, Programmierungsmöglichkeit für den CD-Player, Timer und Sleep-Funktion mit wählbarer Ausschaltzeit.Technischer Leckerbissen
Da wird zunächst mal dem neuen Trend zu Digitalverstärkern gehuldigt. Diese Verstärkerart ermöglicht es, auf kleinstem Raum und bei minimaler Wärmentwicklung relativ grosse Leistungen zu erzeugen.
Vier volldigitale Endstufen befeuern die Lautsprecher mit insgesamt 160 Watt Musikleistung. Die Mittel/Hochtonsysteme und die Subwoofer erhalten je 40 Watt.
Die Mittel-Hochtonsäulen besitzen Schallwandler mit High-Polymer-Membranen die ähnlich wie Bändchensysteme arbeiten.
Analogen Kontakt zur Aussenwelt stellt die FS-X5 durch einen Kopfhöreranschluss und je einen mit Mini-Klinken bestückten Aus- und Eingang her.
Wer ein digitales Signal aufnehmen will, kann dies über einen optischen Ausgang tun.
Sound Check
Klein aber stark: Das Bass-Chassis feuert seinen Schall nach unten
So klang das FS-X5 in relativ grossen Räumen etwas verloren.
In kleineren Wohnzimmern jedoch geht die Post ab. Dann erfreuen tiefe und knackige Bässe sowie feine, angenehm brillante Höhen.
Der maximal erzielbare und unverzerrte Schallpegel reicht für normales Musikhören und sogar für Mini-Parties in kleineren Räumen bei weitem aus.
Positiv ist, dass das System auch bei maximal eingestellter Lautstärke nicht verzerrt. Ab einer gewissen Lautstärke weigert sich das System intelligenterweise, den Pegel noch weiter zu erhöhen.
Freunde bassiger Sounds heben die tiefen Frequenzen am Bassregler an, und wer auch bei ganz leisen Pegeln einen satten Sound liebt, kann die AHB-Loudness aktivieren. Er erhält so einen sehr angenehmen, voluminösen Background-Sound, der auch bei konzentriertem Arbeiten nicht ablenkt, sondern stimuliert.
Die Klangqualität ist generell nicht von schlechten Eltern. Egal ob ab CD oder UKW-Radio, der Sound ist immer keck und frisch von der Leber weg.
Anspruchsvolle Klassik erklingt sicher nicht ganz verfärbungsfrei, aber doch mit angenehmem Klangtimbre.
Bei Rock-Pop kann diese Micro-Anlage einen absolut verblüffenden Power-Sound bieten und auch mal ganz tüchtig auf die Pauke hauen.