Die Bedienung am Gerät verdient grosses Lob: Man hat nicht an Funktionstasten gespart, was den Gang über Menüs mit Drehen und Drücken überflüssig macht. Man braucht die beiliegende Kurz-Bedienungsanleitung nicht zu konsultieren. Auf eine App wurde auch verzichtet, denn das Gerät ist nicht mit WiFi ausgerüstet. Dafür bekommt man eine schmucke Fernbedienung, die gut in der Hand liegt und erfreulicherweise keine überflüssigen Tasten aufweist.
Das Soundsystem besteht aus zwei akustisch getrennten Kammern mit Breitband-Treibern gegen den Musikhörer gerichtet sowie Bassreflexöffnungen gegen hinten. Der Klang kann mit der Soundbooster-Taste aufgepeppt werden – oder auch mit Equalizer-Presets über die Taste «Sound».
Funktionen und Benutzung
Die CD lässt sich unbehindert einlegen und wieder entnehmen. Das ist das Hauptkriterium: Kein Gefummel. Das Bluetooth-Pairing erfolgt sehr schnell. Mit der App eines Streaming-Dienstes war Musikhören ein Vergnügen. Mit den UKW-Sendern hatte ich etwas mehr Mühe. Der Suchlauf erwies sich als etwas mühselig und langsam. Ich fand die für meinen Standort üblichen Sender in der gewohnten Empfangsqualität. Der DAB+-Suchlauf war blitzschnell. Das Programmieren der Sender erfordert lediglich die Betätigung einer Preset-Taste für 2 bis 3 Sekunden. Die Musikwiedergabe ab einem USB-Speichermedium funktioniert ausschliesslich mit dem MP3-Format. Das steht mir leider nicht zur Verfügung.
Die Informationen vom kleinen LCD-Display sind eher spärlich, zumal man aufgrund der Laufschrift länger hinschauen muss, wenn man zum Beispiel einen Songtitel lesen will. Mit der Displaytaste bekommt man je nach Musikquelle noch mehr Informationen geliefert.
Vom Namen her folgt die D800 der D700 (12 Mpx) von 2008, die wegen ihres Vollformatsensors und ihrer rauscharmen Bilder sehr beliebt war. Allerdings soll die D800 nicht eine D700-Nachfolgerin sein. Anders als die D700, die quasi eine kleine, günstiger, langsamere Variante der D3 darstellte, ist die D800 jedoch nicht eine kleine D4, sondern wegen ihrer – für heutige Verhältnisse – extrem hohen Auflösung doch eine ziemlich andere Kamera für komplett andere Aufgaben und Motive als die D4.
Funktionsmässig entspricht die D800 allerdings weitgehend der einen Monat zuvor vorgestellten Profikamera D4 (16 Mpx, Vollformatsensor), wobei die D800 gut halb so teuer, kleiner und leichter ist. Zudem besitzt sie einen internen Blitz sowie die markant höhere Auflösung.
Im aktuellen Kameraangebot über alle Marken hinweg ist die Nikon D800 dank ihrer Auflösung einzigartig. Von der Auflösung abgesehen entspricht sie im Grunde am ehesten der ebenfalls neuen Canon EOS 5D Mark III.
Sensor: Format und AuflösungDie Verarbeitung ist sehr solide und exakt. Die Tasten verfügen über eine vorbildliche Taktilität. Der Tragegriff ist so konstruiert, dass das Gerät exakt in der Waage bleibt.
Weitere Funktionen und Bedienung
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