TESTBERICHT
Der QC15 von Bose wird mit einer komfortablen Tasche, samt abnehmbarem Kabel und Airline-Adapter für den Einsatz im Flugzeug.

Kopfhörer, die den Umgebungslärm reduzieren können, sind heute in, und es gibt inzwischen doch einige dieser Spezies auf dem Markt zu finden. Doch wenn es um effiziente Lärmverminderung (zu Neudeutsch: Noise Cancelling) und die Klangqualität geht, machen viele dieser Hörer eine recht jämmerliche Figur. Effiziente Lärmreduzierung ohne den Klang zu versauen, ist eine Kunst, die man offenbar verstehen muss. Und Bose verfügt, nicht zuletzt dank ihren professionellen Aviation Headsets, über eine Erfahrung von mehr als zwei Jahrzehnten im Bau von Lärm reduzierenden Kopfhörern.

Lärmkiller-Duo

Die Muschel des Quiet Comfort 15 ist ohrumschliessend.

Derzeit bietet Bose zwei Hörer mit Noise Cancelling an: den neuen QC15 mit ohrumschliessender Muschel und den seit rund zwei Jahren auf dem Markt präsenten QC3 mit superweicher, aber ohraufliegender Muschel. Letzteren haben wir bereits in avguide.ch getestet. Preislich liegen sie bei 580 Franken (QC15) und 650 Franken (QC3).

Dabei liegt der Preis- unterschied nicht in der Qualität, sondern in der Ausstattung begründet. Während der QC3 mit zwei Lithium-Ionen-Akkus plus Ladegerät ausgestattet ist, arbeitet der QC15 mit einer überall erhältlichen AAA-Batterie, die rund 35 Betriebsstunden ermöglicht. Bei beiden Hörern ist das Kabel abnehmbar, so dass man sie als reine Ohrenschützer einsetzen kann. Wer mit einem Kopfhörer mit Lärmreduktion liebäugelt, sollte sich beide einmal anhören. Welcher am Ende passt, hängt von der Beschaffenheit der Ohren und den klanglichen Vorlieben ab.

Neue Generation

Die eigentliche, bahnbrechende Neuheit des QC15 ist von aussen nicht zu sehen. Der Trick liegt darin, dass Bose nun sowohl an der Oberfläche der Muschel, als auch im Innern Mikrofone zum Aufnehmen des Umgebungslärms einsetzt. Damit soll nicht nur die Effizienz der Lärmverminderung drastisch gesteigert, sondern endlich auch die hochfrequenten Anteile des Störschalls eliminieren werden können. Zudem besteht das superweiche Ohrpolster aus einem neuen Material, das den Schall besser dämmen soll.

Innere Werte entscheiden

Vor mir liegen zwei Lärm-Killer mit ohrumschliessender Muschel: der "alte" QC2 und der "neue" QC15. Die beiden gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Das erste Anprobieren zeigt: Der Neue schmust sich etwas weicher an die Ohren. Doch wo stecken die Unterschiede?

Nach geraumer Zeit entdecken meine Luchsaugen drei stecknadelgrosse Löchlein beim Ein-Aus-Schalter des Neuen. Die signalisieren, dass der QC15 nun zur neuen Generation der Bose Triport-Hörer gehört, die, dank ausgeklügelter Ventilation noch breitbandiger klingen sollen. Doch damit hat es sich auch.

Die eigentlichen Unterschiede liegen im Verborgenen und man muss den Leuten von Bose ein Kompliment machen, dass sie nicht Augenwischerei betreiben, sondern mit besseren Leistungen aufwarten wollen.

Wer killt am besten?

Vor dem Hause wird seit Monaten gebaut. Dieselbe Stelle wird x-mal aufgerissen und wieder zugeschüttet. Der Lärm stört sogar noch bei geschlossenen Fenstern. Wie soll ich da einen auch nur einigermassen zusammenhängenden Artikel schreiben? Da kommen mir die beiden Testkandidaten gerade recht. Also erst mal den alten QC2 ohne Audiokabel aufgesetzt und eingeschaltet. Das Brummen der Baggermotoren ist nur noch leise, das helle Aufschlagen der Eisenstangen auf den Boden aber immer noch, wenn auch deutlich leiser, zu hören. Der QC3 mit seiner ohraufliegenden Muschel bringt übrigens eine vergleichbare Lärmreduzierung.

Dann der grosse Moment: Bei aufgesetztem QC15 ist der Motorenlärm nur noch andeutungsweise zu hören und auch die hochfrequenten Störungen treten soweit in den Hintergrund, dass sie nun wirklich nicht mehr stören. Endlich getraut sich die Muse aus ihrem Versteck hervor und die Tastatur meines Macs beginnt heiss zu laufen.

Sowohl der Mini-LED-Fernseher Philips 65PML9506 wie auch der preislich vergleichbare OLED-TV 65OLED806 zeigen eine sehr hohe Bildqualität, die insbesondere bei 4K-Videos mit HDR zur Höchstform aufläuft. Beide Display-Techniken haben ihre Berechtigung: Heimcineasten, die hauptsächlich Netflix und Co. gucken, werden zum OLED-TV greifen, der noch mehr Plastizität und Tiefenillusion auf den Bildschirm zaubert. Wer seinen neuen Fernseher häufig für multimediale Zwecke oder auch Gaming nutzen möchte, findet im Mini-LED-TV 65PML9506 eine valable Alternative zu OLED, die speziell auch beim Fernsehen in einer taghellen Umgebung punktet. Die aktuellen Marktpreise sind bei beiden Modellen sehr attraktiv.

Der Philips 65PML9506/12 wird den Ansprüchen an einen modernen, multimedialen Fernseher voll gerecht.Der Philips 65PML9506/12 wird den Ansprüchen an einen modernen, multimedialen Fernseher voll gerecht.

Der Sanfte

Entspannung dank reduziertem Lärm.

Zum Vergleich: Das Klangbild des bewährten QC3 mit seinen ohraufliegenden Muscheln umschmeichelt die Gehörnerven mit einem wohlig warmen, bassfreudigen Klang. Sanft und edel erscheinen Streicher. Chorwerke klingen geradezu himmlisch schön. Aber auch bei Pop und anderen Stilrichtungen bereitet dieser Klang, der nie durch Grellheit nervt, viel Freude.

Natürlich sind Freunde härterer klanglicher Gangarten beim QC3 an der falschen Adresse. Der Klang peitscht nicht auf, sondern beruhigt - fast möchte ich ihn als "therapeutisch" bezeichnen. Sich hinsetzen - oder noch besser legen - und mindestens einmal täglich total entspannen, das ist auf die Dauer nicht nur billiger als Beruhigungspillen schlucken, sondern auch bekömmlicher. Dass der QC3 in Sachen Lärmreduzierung dem QC15 nicht das Wasser reichen kann, liegt am Generationenunterschied. Ein "sehr gut" verdient er auf jeden Fall.

Fazit

Nach dem Motto "Bewährtes übernehmen und verbessern, was möglich ist" hat Bose den bisherigen QC2 perfektioniert und in Form des QC15 auf den Markt gebracht. Während der QC15 ein frisch und brillant klingender Hörer mit sensationeller Lärmreduktion ist, umschmeichelt der QC3 nach wie vor mit einem sanften, wohlig-warmen Klang die Gehörnerven.

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