TESTBERICHT
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Fantastische Räumlichkeit

Ihre hohe Klangkultur verdankt die Box in erster Linie den JET-HochtönernIhre hohe Klangkultur verdankt die Box in erster Linie den JET-Hochtönern

Meist genügend Pegelreserven

Frei im Raum gehört, zeigt die Box ein sattes, raumfüllendes Klangvolumen mit tiefreichendem, sehr konturiertem Bass. Die Pegelreserven reichen locker für gehobene HiFi-Lautstärke. Erst bei regelrechten Tieftonorgien greift die digitale Signalverarbeitung dann und wann mal ein und kappt die Pegelspitzen. Dies wird das heimische Einsatzprofil aber kaum je trüben. Wer hier noch deutlich mehr Pegel möchte, kann auf die grössere Schwester AIR-X 407 zurückgreifen, die mehr Verstärkerleistung (3 x anstatt 2 x 75 Watt) und die doppelte Membranfläche anbietet.

Punkto Verfärbungsfreiheit kann man die kleine AIR-X ruhig als Referenz ansehen: Irgendwelche tonalen Eigenheiten lassen sich ihr beim besten Willen nicht vorhalten. Unbestechlich und praktisch ohne Eigenklang gibt sie das musikalische Geschehen wieder. Zusammen mit der sagenhaften räumlichen Transparenz und der losgelösten Wiedergabe, welche diese Box dank DSP-Unterstützung entfaltet, ermöglicht sie ein Hörerlebnis, bei dem die Technik weitgehend hinter der Musik verschwindet.

Interessant war noch der Vergleich zwischen den verschiedenen Betriebsarten: Direkt analog versorgt (über hochwertige XLR-Kabel, ab einem USB-DAC Xonar Essence One) war kein Qualitätssprung hörbar gegenüber der digitalen Wireless-Anbindung. Zumindest wenn man den Toslink-Eingang an der AIR-X BASE benutzte. Diese Anschlussvariante hatte minime, aber hörbare Vorteile gegenüber dem USB- und dem Analog-Eingang. Auch letzterer tönte zwar erstaunlich gut – dafür, dass das Signal extra noch AD-gewandelt werden muss, bevor es auf die Funkstrecke geschickt wird –, dennoch überzeugte der Digitalverbund mit etwas mehr Obertonglanz und einer noch präziseren Spielweise. Auch gegenüber USB hatte die optische Anschlussvariante leichte Vorteile, wobei High-Res-Files selbst auf 16 Bit herunter transferiert immer noch beachtlich Musik machen.