TESTBERICHT
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CD kontra HD

Vom Internet via PC/Mac heruntergeladen, dann via Netzwerk zum Control 15 geleitet und jetzt auf dem Display des Control 15 zum Anhören bereit: Rebecca Pidgeon Vom Internet via PC/Mac heruntergeladen, dann via Netzwerk zum Control 15 geleitet und jetzt auf dem Display des Control 15 zum Anhören bereit: Rebecca Pidgeon "The Raven" in hoher Auflösung

Dass die CD nicht der audiophilen Weisheit letzter Schluss ist und war, zeigen nun diverse Klangvergleiche von ein und derselben Aufnahme, einmal ab gerippter CD und einmal mit der via Mac herübergeladenen HD-Version.

Erstes Beispiel: Rebecca Pidgeon „The Raven“, erschienen bei Chesky Records. Rebeccas Stimme erscheint in HD besser definiert und damit deutlich charaktervoller. Die Zischlaute wirken feiner gezeichnet, ohne jedoch aufdringlich zu wirken. Was einem aber fast aus den Socken haut, ist der klangliche Unterschied bei perkussiven Instrumenten. Hier glaubt man, die Musiker würden auf wesentlich besseren Instrumenten spielen! Alles wirkt frischer, aufgefächerter und deutlich hörbar dynamischer.

Ähnliche Unterschiede sind bei Donald Fagens „The Nightfly“ festzustellen. Diese Aufnahme, die während Jahrzehnten als eine der besten Pop-Aufnahmen galt - und es in meinen Augen (sorry Ohren) immer noch ist -, klingt in High-Definition ebenfalls eine Klasse besser. Auch hier zeigen sich frappante Klangunterschiede vor allem bei der Stimme und dem Schlagzeug. Es sind aber nicht nur die Mitten und Höhen, die besser definiert erscheinen: Während Bassimpulse auf der HD-Version als knallharte „plopp-plopps“ erklingen, hört man ab CD lediglich aufgeweichte „blobb-blobbs“. Dabei ist zu bemerken, dass die HD-Version bei dieser Aufnahme rund 2 dB lauter daher kommt, was natürlich für einen fairen Vergleich ausgeglichen werden muss.

Internetradio

Verbunden mit der grossen weiten Internetradio-Welt. Gigantische Auswahl - minimale Klangqualität.Verbunden mit der grossen weiten Internetradio-Welt. Gigantische Auswahl - minimale Klangqualität.

Das Control 15 erlaubt auch das komfortable Anhören von Internetradio. Tausende von Radiostationen mit jedem möglichen Angebot nach dem Motto: Quantität vor Qualität. Und da ich diese Klangqualität – gerade nach dem Anhören von HD-Aufnahmen - als persönliche Beleidigung empfinde, werde ich mich hier sehr, sehr kurz fassen und damit dieses Kapitel beschliessen.

Fazit

Mit dem Control 15 hat Meridian in ihrer netzwerkfähigenn Sooloos-Familie eine All-in-One Lösung, die nicht nur hervorragend klingt, sondern auch noch sehr benutzerfreundlich und zukunftssicher ist.

Egal ob man das Control 15 ganz einfach zum bequemen Aufbewahren einer CD-Sammlung benutzt oder es ins Heimnetzwerk mit all den sich daraus ergebenden Möglichkeiten integriert, diese Lösung ist schlicht als „State of the Art - made in United Kingdom“ zu bezeichnen.

STECKBRIEF
Modell:
Control 15
Profil:
Netzwerkfähige All-in-One-Lösung mit Touchscreen, CD-Laufwerk, Festpaltte für 1000 CDs in State-of-the-Art-Qualtät.
Pro:
kann verlustlos bis zu 1000 CDs speichern
Netzwerkfähig
erstklassige Verarbeitung
lautlos ohne Lüfter
komfortable Bedienung
fernsteuerbar mittels iPhone/iPad
Contra:
keine analogen Ausgänge
Preis:
7,050.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2012
Vertrieb:
Masse:
457 x 345 x 185 mm (Breite x Höhe x Tiefe) mm
Gewicht:
10,75 kg
Farbe:
silber
Netzwerkanschluss:
Ja
Analog Input:
nein
Analog Output:
nein
Audioformate:
FLAC (Free, Lossless Audio Compression)
Digital Output:
S/PDIF Koax
Festplatte:
500 GB
Optisches Laufwerk:
ja
Schnittstelle:
TCP/IP Ethernet
Wärmeableitung:
Kühlkörper