TESTBERICHT
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Die Testküche

La batterie...La batterie...

Der Technics durfte sich an Lautsprechern von Blumenhofer behaupten. Darunter die grosse Genuin FS1, die kleinere Genuin FS3 und die wohnraumfreundliche Tempesta 17. Letztere wäre am ehesten der Lautsprecher, den man hier verwenden würde. Da jedoch die Genuin FS1 trotz gutem Wirkungsgrad über einen Basstreiber von biblischen Ausmassen verfügt, musste ich sie einbeziehen, um den Aspekt der Basskontrolle auszuleuchten.

Die Gegenspieler: Lavardin IS-X Réference und die Endstufe von Gerd Sauermann.Die Gegenspieler: Lavardin IS-X Réference und die Endstufe von Gerd Sauermann.

Der Lavardin IS-X Réference ist bezüglich Leistung mit 2 x 50 Watt (8 Ohm) knapp vergleichbar mit dem Technics und erfahrungsgemäss ein exzellenter Zuspieler für das Blumenhofer-Trio. Er kostet das Doppelte wie der Technics und verfügt lediglich über analoge Eingänge. Die Lautstärkenfernbedienung kostet extra. Damit entsteht ein interessanter Vergleich des Technics mit einem durch und durch audiophilen Vollverstärker eines motiviert-verschrobenen Verstärker-Spezialisten.

Die grosse Stereo-Endstufe von Sauermann ist an den Genuin LS1 eigentlich das Mass der Dinge. Die Endstufe ist Geheimtipp und Antithese zugleich. In Kombination mit der Valvet Soulshine-Vorstufe erreicht die Endstufe mit dem ausgelagerten Netzteil nach einer Stunde eine stabile Btriebstemperatur von 62°C.

Als Quellen dienten verschiedene Plattenspieler, darunter der Technics SL-1210GR und der Blackbird von Dr. Feickert Analogue. Die digitalen Zuspieler waren der MAN301Server von Weiss via S/PDIF (co-axial) und der Aurender N100H via USB.

Kabel von Absolue Créations.

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Der Technics war in der Lage, die übergrosse Genuin LS1 mit ausreichend präziser Basskontrolle auch bei wirklich hohen Pegeln anzutreiben. Es gab wenig relevante Abstriche und schon gar nicht bei realen Wohnraumverhältnissen. Das Hybridnetzteil des Technics ist ein Wurf und liefert hohe Spitzenströme. In dieser Disziplin performte der Technics leicht besser als der Lavardin. Bei den "kleineren" Lautsprechern ergeben sich keine negativen Abweichungen.

Die räumliche Abbildung war punkto Definition, Grössenverhältnisse, Panorama und Raumtiefe mit dem Technics umwerfend gut. Ein eindeutiger Hinweis darauf, dass dieser Vollverstärker die Phasenverhältnisse über das gesamte Frequenzspektrum korrekt wiedergibt. Diese durch den Hörraum von 70 m2 und optimierte Akustik ermöglichte, riesige Klangbühne erlebte keine Einengung und keine diffusen Zonen. Die grossen Mitspieler auf der Bank konnten hier nichts hinzufügen, was in irgendeiner Weise nennenswert wäre.

Die Klangfarben sind am wenigsten rational zu bewerten. Mein Hörgeschmack tendierte etwas mehr in Richtung Lavardin, welcher punkto Musikalität ein Plus verzeichnen konnte, allerdings auch ein wenig auf Kosten der Auflösung und des Detailreichtums. Der Lavardin war für mich noch besser im Lot und der Technics löste ein wenig besser auf. Ohne den Lavardin wäre ich extrem happy mit dem Technics und wenn ich den Vorhang vor die Geräte gezogen hätte, wäre ich wohl auch noch des Öfteren Opfer meiner "Vorurteile" geworden.

Der Sauermann mit Valvet-Vorstufe war eine kleine Klasse für sich, aber keine Grosse, und das ist bei dem Aufwand und den Preisunterschieden genauso irrelevant wie verblüffend  zugunsten des Technics.

Die eingebaute MM-Phono-Vorstufe des Technics spielt ebenfalls sehr gut, vor allem mit dem Technics-Plattenspieler. Das ist eine gute Nachricht. Es klingt prima mit MM-Tonabnehmern, und das erwarte ich von einem Vollverstärker, der nicht bloss dem Vinyl-Boom frönt, sondern auch auf Qualität setzt.

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