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Testbericht · Sony · Spiegelreflex

Flinkes Adlerauge

Test Sony Alpha A350

Von Hans Jürg Baum · · Seite 2 von 3

Der Sennheiser Urbanite XL wurde bereits in der Kabelversion Ende 2014 im Test "Sound für Millenials" getestet. Dort war zu lesen: Zielpublikum für die neuen Urbanite-Hörer sind die "Millennials", welche auch mit "Generation Y" benannt werden. Es sind dies 18 bis 35 Jahre alte Musikhörer(innen), die billigen Ramsch uncool finden und sich hochwertige Ware, die auch etwas kosten darf/muss, leisten wollen. Fazit dieses Tests: Es sind dies ganz bewusst keine auf höchste Linearität gezüchtete Hörer für Klangpuristen, sondern Musikspender für Leute, die sich an bassfreudigen, warmen und satten Sounds bei praktisch allen Musik-Stilrichtungen erfreuen wollen.

Der Kopfhörer Urbanite XL Wireless ist, abgesehen von der zusätzlichen Elektronik, baugleich mit dem Urbanite XL. Sein Preis beträgt nun 309 Franken, und sein Akku bietet nicht weniger als 25 Stunden Spieldauer. Der Einsatz des Bluetooth 4.0-Standards ermöglicht Multi-Konnektivität mit der Kopplung an bis zu acht Geräte und der gleichzeitigen Verbindung zu zwei Geräten.

Der Urbanite XL Wireless besitzt ein Touch Control-Bedienfeld direkt am Hörer. Für Lautstärkekontrolle, Musikwiedergabe und Anrufannahme genügt eine, allerdings genau definierte, Berührung mit einer Fingerspitze. Doch die Bedienung ist auch für junge Millenials nicht ganz so einfach wie bei anderen Geräten mit ähnlichen Touch Control Feldern. Um die Lautstärke zu regeln, genügt es, langsam oder auch schneller auf dem kleinen Bedienfeld an der rechten Seite des Hörers auf und abwärts zu streicheln. Doch bei den anderen Funktionen wird's schwieriger. Da können nur Leute mit stark übersinnlichen Fähigkeiten die Funktionen ohne Blick in die Bedienungsanleitung ergründen.

Zum Starten oder Pausieren einer Aufnahme genügt ein einziges, kurzes Klopfen (oder Tippen) auf das Bedienfeld. Zum Skippen vorwärts muss zweimal geklopft und zum Skippen rückwärts dreimal geklopft werden. Wer dann noch vorspulen will, muss zwei mal klopfen und dann die Taste halten, beim Rückwärtsspulen muss dann ... und soweiter und so fort. Das Ganze hat man jedoch rasch im Griff, weil der Hörer ansonsten ja doch sehr liebenswert ist.

Rein äusserlich fällt das grosse ausklappbare Display mit Live View Funktion auf.

Das Display ist zwar nicht frei schwenkbar wie bei Konkurrenzprodukten, bietet jedoch auch so viele Vorteile.

Obwohl die Kamera gut in der Hand liegt, ist die sogenannte Anfassqualität nicht gerade begeisternd. Man hat den Eindruck, das Gehäuse bestehe aus relativ dünnem und billigem Plastik.

Doch entscheidend sind schlussendlich die Leistungen und nicht solche subjektive Eindrücke.

Weiter bietet die Alpha A350 all den Schnickschnack, den heutige digitale Spiegelreflex-Kameras - ausser der Videofunktion und einem HD/HDMI-Ausgang - intus haben und den man ab und zu - und meist gar nie - braucht.

Das Prinzip entscheidet.

Spiegelreflex mit Life View Funktion, 9-Punkte-Autofokus mit Fadenkreuzsensor und EyeStart-Aktivierung, Super Steady Shot und zweifachem Anti-Staubsystem.Spiegelreflex mit Life View Funktion, 9-Punkte-Autofokus mit Fadenkreuzsensor und EyeStart-Aktivierung, Super Steady Shot und zweifachem Anti-Staubsystem.

Der grosse Vorteil der Spiegelreflexkameras liegt in der Art, wie der Autofokus arbeitet.

Während Kompaktkameras und auch auch grössere High-Zoom-Kameras, die wie Spiegelreflexkameras aussehen, mit der langsameren Kontrastmessung arbeiten, kommt bei den Spiegelreflexkameras seit Jahrzehnten die wesentlich schnellere Phasenvergleichsmessung zum Einsatz.

Die A350 arbeitet mit einem präzisen und schnellen 9 Punkte-Sensor mit zentralem Fadenkreuzsensor.

Als Zückerchen bietet Sony noch die EyeStart-Aktivierung. Ein direkt am Sucher angebrachter Infrarotsensor aktiviert den Autofokus automatisch, sobald das Auge des Fotografen (oder ein anderes Objekt) sich dem Sucher nähert

Der Autor Hans Jürg Baum

Hans Jürg Baum ist Mitgründer von avguide.ch und war zehn Jahre lang Geschäftsführer. Der Musiker schrieb zwei Jahrzehnte lang über Audio-Komponenten, Kopfhörer und Musik — Schwerpunkt Klassik und Barock in HiRes.

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