TESTBERICHT
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ARTIKEL
Publikationsdatum
13. April 2015
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Meine Generation erlebte sie einst, diese Gerätetürme von Technics mit zahllosen Tastern und vor allem diesen grossen VU-Metern. Der gute Teenager-Freund, der sich das schon leisten konnte, lud uns zu einer Bewunderungs-Tour ein und spendierte grosszügig Cola und Chips dazu. Ich hatte keinen Hunger. Das Wasser lief uns auch so im Mund zusammen. Diese VU-Meter...

Nun ist Panasonic am Ruder und lässt ihre Marke Technics auferstehen. Dabei werden die Attribute von Alt-Technics wiederbelebt und mit neuer Technologie versehen: Flach-Membranen und VU-Meter kommen von damals, Schaltverstärker und Netzwerkplayer von heute.

Hat das mit hoher Musikwiedergabe zu tun? Nein, aber es schliesst sie nicht aus.

Die Muscheln haben nicht nur eine optimale Form für guten Sitz. Der entfernbare Kleber an der rechten Muschel zeigt, dass sich der Hörer bei einer Drehung einschaltet und mit dem Trackpad per Auf- und Abstreichen die Lautstäke regulieren lässt.Die Muscheln haben nicht nur eine optimale Form für guten Sitz. Der entfernbare Kleber an der rechten Muschel zeigt, dass sich der Hörer bei einer Drehung einschaltet und mit dem Trackpad per Auf- und Abstreichen die Lautstäke regulieren lässt.

Es gibt natürlich auch die Reference Class von Technics. Wir sprechen bei der Premium Class also von der günstigeren Kette. Mit 4960 CHF für das System liegen aber eine beeindruckende Optik und Verarbeitungsqualität vor. Dazu kommt die Binsenweisheit, dass die Hersteller im Einstiegssegment gerne alles geben. - Brot und Butter halt.

Die SB-C700 sind schmucke Monitorlautsprecher mit proprietärer Technics...äh Technik, einen hauseigenen Schallwandler mit Coaxial-Ringradiator beinhaltend. Kostenpunkt: 1390 CHF / Paar ohne Stative.

Der SB-C700 ist der Vollverstärker mit den VU-Metern, an den man alles von Phono bis Digital hoch 3 anschliessen kann. Kostenpunkt: 1490 CHF

Der ST-700 ist der Netzwerkplayer für alles. Kostenpunkt: 990 CHF

Systempreis: 4960 CHF

Der CD-Player SL-C700 kostet 1090 CHF und ist in diesem Test nicht enthalten. Der Kunde kann also wählen, ob er mit dem CD-Player als Quelle oder mit dem Netzwerkplayer arbeiten will. Das ist ein gutes Systemkonzept und spricht die progressiven/traditionellen Geister gleichermassen an.

Die Technologie

Übereinander gestellt ergibt sich das stimmige Gesamtbild: Volumenregler im Zentrum, Acryl-Blenden oben und unten.Übereinander gestellt ergibt sich das stimmige Gesamtbild: Volumenregler im Zentrum, Acryl-Blenden oben und unten.

Technics hat immer noch den Hang zu vollmundiger Technologie-Prosa. Die Feingeister mit Hang zu geölten Hölzern foutieren sich darüber wohl ein bisschen. Ich bin da offen, finde es aber auch etwas dick aufgetragen. Erlauben Sie mir eine Aufzählung und eine kurze Zusammenfassung:

JENO Engine (Jitter-Elimination und Noise Shaping Optimisation)
LAPC (Load Adaptive Phase Calibration)
Ultraschnelles, geräuscharmes Linearnetzteil
Batteriebetriebener Taktgenerator
Virtueller Batteriebetrieb
Intelligente Schaltkreisaktivierung
Technics Music App
Lautsprechersystem mit Punktschallquelle
Phase Precision Treiber
Ultra Wide Range Reproduction

Zusammenfassung
Das System lasse sich vollständig aber nicht ausschliesslich mit einer App steuern. Der Datenstrom soll, effektiv von Jitter befreit, in eine Schaltendstufe münden, die (nebst sehr geringem Rauschen) auch Last- und Phasenverhalten der Lautsprecher mit dem Ziel einer perfekten Raumabbildung berücksichtigt. Man erreiche das unter anderem mit punktuellem Batteriebetrieb und Quasi-Batteriebtrieb. Die Lautsprecher würden als Punktschallquellen arbeiten, zudem phasenrichtig, und wären in der Lage, hochauflösende Musikquellen mit Frequenzanteilen bis 100 kHz zu reproduzieren.

Alle Achtung, aber auch Phönix war nur ein Vogel.