Im Zeichen der kommenden Fussball-WM stand das Angebot an Flachbildfernsehern im Zentrum des Interesses.
Neben der beachtlichen Reihe von LCD-Fernseheren überzeugte der Rückprojektor in D-ILA-Technik, der mit 178 cm und 142 cm Bilddiagonale einen imposanten Eindruck machte.
Im Weiteren zeigte JVC die neuesten Entwicklungen bei der Everio-Serie, den Camcordern mit eingebauter Festplatte, und stellte neue HiFi-Systeme mit USB-Verbindung vor.
Hybrid-Fernseher

JVC macht das mit ihrem D-ILA Rückprojektor und hofft, damit das eher schlechte Image von Rückprojektoren abschütteln zu können.
Die Ironie daran: Der HD-ILA Hybrid-TV wäre in der Lage, das Image der Rückpros deutlich aufzubessern.
Bei 178 cm Bilddiagonale (70“) bietet der HD-70ZR7 ein imposantes Bild, das dank einer Auflösung von 1280 x 720 Pixel den für diese Grösse nötigen Detailreichtum aufweist.
Die hohe Helligkeit und die kräftigen Farben erlauben den Betrieb auch problemlos bei Tageslicht.
Die beiden Modelle mit 70“ und 56“ sind identisch ausgestattet. Neben HDMI-Anschluss verfügen sie etwa über 20 Watt Audioleistung, Kino Surroundsound-System und zwei Breitbandlautsprecher. Der HD-70 ZR7 ist 52 cm tief.
D-ILA-Projektion

Sie arbeiten zur Bilderzeugung mit Flüssigkristallen auf Silikon (LCOS), deren Kennzeichen die gegenüber konventionellen LCD-Panels geringeren Abstände zwischen den Bildpunkten ist.
Dadurch verschwindet die Pixelstrukur im projizierten Bild nahezu vollständig.
Für geringe Bewegungsunschärfen sorgt die kurze Reaktionszeit des D-ILA-Panels von 2,5 Millisekunden.
Das Licht für die Projektion stammt von einer Hochleistungslampe mit einer Lebensdauer von 8000 Stunden, was 8 – 10 Jahren TV-Konsum entspricht. Im Bedarfsfall ist sie mit drei Handgriffen schnell ausgewechselt.
Die HD-ILA Grossbildfernseher sind ab sofort erhältlich. Der HD-70ZR7 kostet 8000 Franken, der HD-56ZR7 6000 Franken.
LCD-Flach-TV

Die S-Serie, die bereits letztes Jahr eingeführt wurde, wird laufend erweitert. Neu gibt es mit dem LT-40S70 ein Modell mit 102 cm Bilddiagonale für 5300 Franken.
Das 16:9 Breitbild-Display hat eine W-XGA-Auflösung mit 1366 x 768 Bildpunkten. Zahlreiche AV-Ein- und Ausgänge sowie ein XGA PC-Eingang ermöglichen Verbindungen zu jeglicher Art von audiovisueller Peripherie.
Besonders augenfällig ist die leicht wirkende Gehäusekonstruktion der X-Serie. Hinter der „Schattennut“ des LCD-Bildschirms verbergen sich diskret die beiden Lautsprecher. Sie werden von einem 20 Watt RMS-Verstärker mit MAXX-Basssystem und 3D-Kinosoundeinrichtung gespiesen.
Das 16:9 Breitbild-Panoramadisplay des LT-32 X70 bietet W-XGA-Auflösung mit 1366 x 768 Bildpunkten. Das Gerät, zu dessen Lieferumfang ein passender Tischständer gehört, kostet 3300 Franken.
Auch die R-Serie als Basis-Variante bietet das HD ready-Logo. Alle Modelle verfügen über sämtliche von JVC entwickelten Hi-Tech-Schaltungen zur Perfektionierung des Bildes wie D.I.S.T., Dynamic Picture, Colour Management und Super DigiPure. Die Preise reichen von 2000 Franken bis 3000 Franken.
Beim Kauf eines LCD-Gerätes ab 26“ bietet JVC bis Juli eine Garantie von vier Jahren.
Bis 37 Stunden Aufnahme

Mit Kapazitäte von 20 GB und 30 GB bietet die Everio-Serie selbst in der höchsten Auflösung, die dem DVD-Format entspricht beinahe 5 Stunden Mindestaufnahme. In einer für das Internet tauglichen Auflösung haben gar bis zu 37 Stunden Video Platz.
Das Top-Modell, der GZ-MG77, ist mit einem 2,1 Megapixel CCD-Bildsensor, einem lichtstarken F1.2/10-fach Zoomobjektiv sowie einem 68 mm Breitbild-LCD-Farbmonitor ausgerüstet.
Er verfügt über einen Schacht für SD-Speicherkarten. Der Transfer von Daten zur Nachbearbeitung im PC erfolgt in 12-facher Geschwindigkeit via USB-Schnittstelle.
Die mitgelieferte Software ist sowohl Windows- als auch Mac-kompatibel. Die Bedienung erfolgt am Gerät oder mittels mitgelieferter Fernbedienung.
Verschmelzung von portabel und stationär
An einer Galaveranstaltung in Venedig erhielt HD suisse den HOT BIRD TV Award 2009 als bester HD-Satellitensender der Eutelsat-Familie. Das achte Fernseh-Programm der SRG SSR idée suisse setzte sich gegen hochkarätige internationale Konkurrenz durch.
Die Jury des HOT BIRD TV Award 2009 begründet ihren Entscheid für HD suisse: «Für ein vollständig originales HD-Programm, das unverschlüsselt empfangen werden kann. Besondere Erwähnung verdient auch die herausragende Übertragung ‘La Traviata im Hauptbahnhof', die der Jury dieses Jahr präsentiert wurde.»
Für die elf Kategorien des internationalen Wettbewerbs HOT BIRD TV Awards waren dieses Jahr über 150 Sender aus 20 Ländern angemeldet. Neben HD suisse standen in der Endausscheidung in der Kategorie HDTV als Mitbewerber die Deutsche Welle HD und National Geographic Channel HD Italy auf der Shortlist. Diese war von unabhängigen TV-Fachexperten zusammengestellt worden. HD suisse beteiligte sich zum ersten Mal am renommierten europäischen Wettbewerb. Die SRG SSR betrachtet HD suisse als nationales Schaufenster für Schweizer HD-Eigenproduktionen sowie für Übertragungen von Sport-, Kultur- und Unterhaltungsevents in High-Definition-Qualität.
Schwerpunkte im Audiobereich von JVC sind die Microsysteme, die nun Verbindung mit den portablen Playern aufnehmen.Heinz Häner, Mediensprecher von JVC Schweiz, meint dazu im avguide-Interview: „Nebst dem Woodcone Audio-Programm, das wir erfolgreich weiterführen, kommt es dank USB Host zu einer Verschmelzung von portabeln und stationären Audiosystemen. Via USB können nun die Musikdaten von MP3-Playern, iPods, USB-Sticks und vielen anderen Geräten zu unseren HiFi-Microsystemen geleitet werden.“

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