Der Begriff «Radiowecker» beherrscht das bemundartete Deutsch der Eidgenoss*innen seit Jahrzehnten, während Goethes Nachfahren mit «Weckradio» ein sanfteres Wort verwenden. Der Radiowecker kann uns ja ganz schön auf den «Wecker» gehen, während das Weckradio vielleicht eine positivere Konnotation aufweist. Das ist nur Semantik. Wichtig bei Weckradios ist vor allen Dingen die intuitive Stummschaltung am Morgen, wenn unsere haptischen Fähigkeiten kurz nach dem Aufwachen noch nicht einmal für Lego-Duplo taugen. Nachts mögen wir eine gut lesbare Zeitanzeige, die nicht den ganzen Raum erhellt und uns hoffentlich noch ein paar Stunden Schlaf verspricht. Irrtümer beim Ablesen verderben uns nämlich die Laune.
Der Deutsche Direktanbieter Teufel machte sich wohl ähnliche Gedanken, wie oben ausgeführt. Das Radio One verfügt über eine vorbildliche Bedienung, auch in Momenten der Schlaftrunkenheit. Es ist aber ein durchwegs universell einsetzbares Radiogerät für unterschiedliche Stand- und Wirkungsorte (mit Steckdose in der Nähe) im trauten Heim. Die Musik wird von Teufels Dynamore-Technologie tonal/digital aufgemotzt – im guten Sinn – und mit über 20 Watt Verstärkung an zwei Breitbandtreiber abgegeben. Damit der Bassbereich beim kleinvolumigen Gerät nicht zu kurz kommt, macht sich auf der Rückseite eine dominante Passivmembrane ans Werk.
Das dezente Display ist hinter der Stoffabdeckung platziert. Es ist dimmbar und somit ideal für dunkle Schlafräume.Funktionen und Bedienung
Für guten Radioempfang – ob UKW oder natürlich DAB+ – empfiehlt es sich, die Antenne zu verlängern. Radio One hat keine dieser sperrigen und auffälligen Teleskopantennen, sondern eine Wurfantenne, ein Antennenkabel. Es ist auf der Geräte-Unterseite in eine Silikonfassung eingesetzt und kann einfach herausgezogen und im Bedarfsfall auch wieder versorgt werden. Das ist eine durchdachte Lösung, ob man das Antennenkabel nun an einer Wand fixiert oder einfach nur hinter einem Möbel hängen lässt.
Eingeschaltet wird Radio One mit Betätigung der zentralen Drucktaste mit Drehfunktion im Zentrum der Oberseite des Geräts. Sogleich erfolgt die Ersteinrichtung. Zeit und Datum werden automatisch eingestellt. Mit Betätigung von FM oder DAB+ stehen die Radiofunktionen zur Verfügung. Bei FM kann man mit den Vor/Rückwärts-Tasten den Sendersuchlauf bedienen. Bei DAB+ werden zunächst die verfügbaren Stationen gescannt. Sie können durchgezappt werden. Für die Speicherung der Lieblingssender stehen je drei Favoriten-Tasten zur Verfügung. Langes Drücken speichert den Sender.
Die Rückseite wird von einer grossflächigen Passivmembrane beherrscht. Sie unterstützt eine voluminöse Basswiedergabe. Der USB-Port dient als Powerbank (Ladestation). Die Bedienelemente sind auf der Oberseite, aber nicht nur dort, eingelassen.Da UKW schweizweit nicht mehr sehr lange verfügbar sein wird, habe ich mich nicht mehr damit befasst. Für den DAB+-Empfang sollte man die Teleskop-Antenne ausziehen, wobei ich auch bei eingefahrener Antenne in Olten perfekten DAB+-Empfang hatte. Der Sendersuchlauf ist nach kurzer Zeit erledigt und die Suche nach den Sendern ist auch kein Problem. Sie sind in Listenform ersichtlich und können auf den verfügbaren Speichertasten gespeichert werden.
Sehr clever: Die Wurfantenne kann einer Gummi-Halterung am Geräteboden entnommen und dort auch wieder versorgt werden.Das Bluetooth-Pairing ist wie erwartet völlig unproblematisch. Die Lautstärke lässt sich vom Smartgerät einstellen. Das Display zeigt Informationen, die Interpret und Titel umfassen.

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