Edles Design und gute Handhabung
Die knapp über 30 Zentimeter grosse Fernbedienung macht sich gut. Die Tasten sind sehr sinnvoll angeordnet und lassen sich jederzeit gut bedienen.
Ein silberner Rahmen umgibt das klavierlackschwarze Innere und sorgt für ein edles Erscheinungsbild. Zu den Standardtasten kommen ein weiteres Scrollrad und eine erweiterte OK-Taste. Diese dienen in erster Line den Sonderfunktionen sowie den Einstellungen der Fernbedienung.
Für die Spannungsversorgungen sorgen drei handelsübliche LR6 Batterien (im Lieferumfang enthalten). Im Gegensatz zum Akku des Testbruders aus dem Hause Logitech halten die Batterien etwas länger hin. Natürlich ist es aber von Vorteil, wenn man die Fernbedienung einfach über Nacht zum Laden in die Dockingstation stellen kann.
In der oberen Hälfte der Fernbedienung befindet sich ein drei auf vier Zentimeter grosses Farbdisplay ohne Touchscreenfunktion. Das Display ist sehr gut ausgeleuchtet, so können die Symbole auch bei starkem Lichteinfall und aus jedem Winkel ohne Probleme erkannt werden.
Auch das Menü und die Symbole sind logisch und sehr übersichtlich dargestellt. Auch einem Laien ist es so möglich die Fernbedienung ohne grössere Probleme einzurichten und zu verwalten.
Maximal können 15 Fernbedienungen mit der Philips Prestigo SRU8015 ersetzt werden. Angenehm übersichtlich ist das zwei Zoll Farbdisplay mit 176 x 220 Bildpunkten, das bei bereits gespeicherten TV-Sendern deren Logos anzeigt.Erstes Programmieren der Fernbedienung
Unter diesem Punk kommen wir bereits zum grössten Unterschied zwischen der SRU8015 und der Logitech Harmony One. Um seine Geräte einzurichten, benötigt man weder einen PC noch eine Internetverbindung.
Auf der internen Datenbank der SRU8015 befinden sich tausende Geräte von hunderten Herstellern, die nur darauf warten, bedient zu werden. Sie können bequem über das Menü der Fernbedienung programmiert werden.
Ausgangslage im Test sind wie schon beim Test der Logitech Harmony One, fünf verschiedene Geräte mit fünf verschiedenen Fernbedienungen: Panasonic TV, Onkyo DD-Receiver, NAD CD, Sony Blu-ray und Vantage Satreceiver.
Schritt für Schritt führt der Fernbedienungsassistent durch die Einrichtung meiner Geräte.
Der Assistent fordert mich nun auf, die Marke meines TV-Geräts einzugeben, was dank der Handytastatur kein Problem ist.
Als nächstes werde ich aufgefordert das Gerät, das ich mit der SRU 8015 bedienen möchte einzuschalten. Daraufhin drückt man die erweiterte OK-Taste so lange, bis das Gerät abschaltet.
Auf Anhieb klappte das mit dem Fernseher gleich bestens. Nach nur knapp zehn Sekunden findet sich der richtige Code und schaltet den Panasonic Plasma aus. Jetzt kann ich alle Funktionen testen.
Für jedes Gerät stehen die Standarttasten zur Verfügung, was keinen Platz mehr hat ist im Menü unter „more" zu finden.
Auch beim NAD CD funktionierte die Anwahl hervorragend. Hätte ich nur diese zwei Geräte, wäre ich mit dem Einrichten der Fernbedienung nach nur fünf Minuten fertig gewesen, und das wäre schlicht genial!
Beim Onkyo Receiver fand die Philips SRU 8015 den korrekten Code dann erst im zweiten Anlauf. Bei Geräten mit grosser Funktionsvielfalt - wie bei meinem AV-Receiver mit fast 40 Funktionen - lassen sich zahlreichen Funktionen nur über die „more" Taste auszuführen, was machnmal etwas umständlich sein kann, ist aber durchaus gewollt.
Die Oberfläche der Universersal-Fernbedienung wurde bewusst sehr übersichtlich und einfach gehalten und nur die meistbenutzen Funktion mit Direktzugriffstasten versehen.
samsung_20180607_095336_1920_605.jpgMakros braucht die Welt
Deutlich einfacher verlief das Anlegen von Befehlsketten, welches wunderbar klappte.
So kann man ganz einfach verschiedene Funktionen von verschiedenen Geräten vermischen. Mit einem Tastendruck schaltet die Philips Prestigo meinen TV ein und stellt die Quelle auf AV.
Gleichzeitig wird der Satempfänger und der Receiver mit korrekter Eingangswahl in Betrieb genommen. So steht also dem Fernsehgenuss über einen Tastendruck nichts mehr im Weg!
Mit einem Klick wurden all drei Geräte gleichzeitig in Betrieb genommen und die richtige Quellenwahl eingestellt. Perfekt.
Fazit

Einen klaren Sieger zwischen den beiden Testvergleichen Philips und Logitech auszumachen, ist nicht möglich.
Beide Geräte haben ihre Vorteile, aber auch ihre Nachteile. Bei der Philips Prestigo SRU 8015 ist der grosse Vorteil die einfach Programmierung ohne PC. Mit wenigen Klicks sind Standartgeräte in wenigen Minuten eingerichtet und voll funktionstüchtig.
Weniger bekannte Marken wie Vantage fanden sich leider nicht in der internen Datenbank und die manuelle Programmierung könnte noch einfacher sein.
Genial sind die Befehlsketten (Makros), mittels deren sich gleich mehrere Geräte mit einem Tastendruck zum Beispiel zum TV-Schauen einrichten lassen.
Für den Preis von 249 CHF hat die Philips Prestigo SRU8015 optisch wie auch technisch einiges zu bieten und ist alles andere als 0815 - eben 8015.

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