Videobilder mit der vollen HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten faszinieren, sei dies bei HDTV oder bei den hochauflösenden Discs.
Panasonic bietet mit den beiden Camcordern HDC-SD5 und HDC-SX5 die Möglichkeit, auch eigene Aufnahmen in diesem Format zu kreieren - ein verlockendes Angebot für alle, die ihre Umgebung in bewegten Bildern festhalten.
Rein in die Zukunft
Beide Camcorder zeichnen die Full-HD-Videos über ein 3-CCD-System auf eine SDHC/SD-Karte auf.
Der HDC-SX5 nimmt zusätzlich auch auf eine 8 cm DVD auf. Da bei diesem Modell Aufnahmen von der Speicherkarte auf die DVD im Camcorder kopiert werden können, ist der Weg über den PC nicht nötig. Zudem sind die Aufnahmen auf DVD auch im MPEG-2-Format möglich, was zur Zeit noch Vorteile bringt bei der Wiedergabe (vorhandene DVD-Spieler) und bei der Nachbearbeitung (Leistungsfähigkeit des Computers).
Der HDC-SD5 nimmt ausschliesslich auf die SDHC/SD-Karte auf, hat daher keine mechanisch bewegten Laufwerksteile. Zudem nimmt er nur im AVCHD-Format auf (wahlweise mit 1920 x 1080 oder 1440 x 1080). Er stellt damit höhere Anforderungen an den PC für die Nachbearbeitung.
Doch er schaut so auch klar in die Zukunft. Daher hat avguide.ch den HDC-SD5 für einen Test ausgewählt.
Vorsorge
1881: Der Transformator wird erfunden und ermöglicht es, den Strom auch über weite Strecken zu transportieren.
Wechselstrom war aber gar nicht in Thomas Edisons Sinn, der eine Kohlefadenlampe zum Patent angemeldet hatte und selbst schon Kraftwerke für seine regionalen Gleichstromnetze unterhielt. So begann der «Stromkrieg». Nikolai Tesla, der geniale Erfinder mit kroatischen Wurzeln, der zuerst für Edison gearbeitet hatte und aufgrund von Edisons nicht eingehaltenen Versprechungen bei ihm absprang, suchte nach einem neuen Investor, den er in der Person des Unternehmer George Westinghouse fand. George Westinghouse wurde so, mithilfe vom Universalgenie Tesla, zu Edisons Rivale.
1886: Westinghouse beginnt, mit Teslas Know-how Wechselstrom-Netzwerke aufzubauen.
Und so sehen die nächsten Stationen unserer Strom-Reise aus:
- Vom Sicherungskasten zur Netzleiste
- Audiophile Netzleisten – einige ausgesuchte Beispiele
- Hochwertige Stromkabel – eine kleine Auswahl
- Strom-Optimierungen an und in den Geräten
Regelmässig werden wir Interviews mit Audio-Strom-Profis zum Thema einfliessen lassen.
Wir würden uns freuen, Sie bei den kommenden, spannenden Themen rund um das Thema Strom dabei zu haben!

Als Full-HD-Camcorder ist der HDC-SD5 bildseitig mit den dazu passenden hochstehenden Features ausgestattet. Vor dem 3-Chip-Bildwandler liegt eine Leica Dicomar-Optik mit 10-fachem optischen Zoom.
Der optische Bildstabilisator gleicht feinste Handbewegungen aus und erlaubt so auch ohne Stativ ruhige Aufnahmen.
Als Advanced OIS führt er den Ausgleichsvorgang achtmal häufiger aus als das bisherige OIS-System. Der mit Gyro-Sensoren ausgestattete Bildstabilisator kompensiert Verwacklungen 4000 Mal pro Sekunde.
Dem Bildwandler nachgeschaltet ist ein neuer Bildprozessor, die HD Crystel Engine. Sie sorgt für die Rauschunterdrückung und eine intelligente Kontrastkontrolle. Letztere misst kontinuierlich das Umgebungslicht und passt bei Veränderungen den Kontrast an. Die Gefahr des Überstrahlens heller Bildpartien oder des Untergehens dunkler Zonen wird dadurch verringert.
Sichtkontrolle
Das Bild lässt sich über den 16:9 LCD-Monitor mit 7 cm Bilddiagonale kontrollieren.
Der Detailreichtum und der hohe Kontrast des LCD erlauben eine optimale Beurteilung, auch bei starkem Sonnenlicht.
Zusätzliche Unterstützung für eine gelungene Aufnahme bieten einblendbare Gitterlinien. Mit ihrer Hilfe kann der Camcorder nicht nur optimal ausgerichtet werden, sie helfen auch bei der Bildkomposition.
Das sehr gute Monitorbild und die Kompaktheit des Camcorders lassen das Fehlen eines Suchers verschmerzen.
Praktisch veranlagt
Derart hilfreiche Features wie die Gitterlinie, die von professionellen Videokameras übernommen wurden, bietet der HDC-SD5 gleich mehrere - so etwa ein einblendbares Zebramuster zur Anzeige von Überbelichtungen oder die aufnehmbaren Farbbalken zur Justierung der Bildwiedergabe.
Eine kreative Gestaltung des Videos unterstützen die manuellen Einstellmöglichkeiten der Schärfe, der Verschlusszeit und des Weissabgleichs. Die manuelle Fokussierung über das Menu und die Cursortasten ist allerdings nur in Ausnahmefällen hilfreich. Doch der Autofokus arbeitet in den meisten Fällen schnell und zuverlässig, so dass sich die manuelle Fokussierung erübrigt.
Wer unkompliziert aufnehmen will, verlässt sich auf die Automatiken. Sie lassen sich an verschiedene Situationen anpassen und arbeiten einwandfrei.
Trotz engen Platzverhältnissen ist die Bedienung praxistauglich. Die Tasten für Aufnahme und Zoom sind gut erreichbar, das Menu ist sehr übersichtlich gestaltet, selbsterklärend und über den LCD gut einsehbar.
Hilfreich sind die Anzeigen im Monitor, etwa die verbleibende Aufnahmezeit oder die verbleibende Akkuzeit in Minuten.
Der Feind des Guten
In den Funktionen und in der Bedienung gleicht der HDC-SD5 anderen Camcordern von Panasonic, ergänzt um die erwähnten professionellen Features.
Das bedeutet, dass der Camcorder ein einfach zu handhabendes Instrument für spontane wie seriöse Videoarbeiten ist - mit dem Unterschied, dass er ein Full-HD-Bild aufnimmt.
Dieses Bild ist schlichtweg umwerfend. Es zeigt über einen Full-HD Bildschirm einen Detailreichtum und eine Farbenpracht, die bisher für selbst gedrehte Videos nicht denkbar war. Der HDC-SD5 steht für eine neue Video-Dimension.
Dabei eignet sich der Camcorder durchaus für einen langsamen Aufstieg in die Region des anspruchsvollen Bildes. Selbst die Wiedergabe über den normalen Videoausgang zeigt trotz reduzierter Auflösung ein differenziertes Bild mit feinen Farbnuancen.
Auch wer aus seinen HD-Aufnahmen eine DVD-Video in MPEG-2 erstellt, wird mit dem Ergebnis zufrieden sein. Das Bild überzeugt mit einem Detailreichtum und einer Feinzeichnung, die sehr natürlich wirken.
Einziger Kritikpunkt zum sonst tadellosen Bild ist der recht starke Smeareffekt, also das Ausbilden von vertikalen Streifen bei starken Lichtquellen. Er entsteht bereits im Bildwandler.
Ton ab
Der Ton ist mit einem Windfilter, einer Zoomfunktion und einstellbarem Aufnahmepegel ausgestattet. Dennoch schneidet der Audioteil des Camcorders schlecht ab.
Zwar nimmt das eingebaute Stereomikrofon bei ausgeschaltetem Windfilter klar und mit breitem Frequenzgang auf. Gelegentlich stört ein Pumpen der automatischen Aussteuerung.
Zur eigentlichen Aufnahme gesellt sich jedoch ein Sirren des Camcorders, das auch bei lautem Originalton hörbar ist.
Da ein Anschluss für ein externes Mikrofon fehlt, ist eine Nachvertonung zumindest für ernsthaftere Videoprojekte unumgänglich.

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