Bedienung
Dann ging Alan Parsons auf die Entwicklung der Aufnahmetechnik ein, von der analogen Zweikanal- bis zur digitalen Multikanal-Technologie. Er selbst sei inzwischen wieder zur analogen Aufnahmetechnik zurückgekehrt, hätte sich wieder ein analoge 32-Kanal-Aufnahmemischpult zugelegt.
Parallel zu diesem Retro-Trend biete modernste Digitaltechnologie die Möglichkeit, Fernaufnahmen zu machen: Wenn der Gitarrist beispielsweise nicht im Studio, sondern irgendwo auf der Welt gleichzeitig aufgenommen wird. Bevor es zur Fragerunde ging, wies er auf Dolby Atmos hin, das er erst kürzlich in seinem Studio installiert hat und das neue, faszinierende Möglichkeiten biete.
In der abschliessenden Fragerunde erzählt er, wie der kreative Prozess des Musikkomponierens funktioniert und dass es auch ein dynamischer Prozess mit seinen Band-Mitgliedern sei. Auch ging er auf die Zeit ohne Live-Auftritte ein und seine Freude, wieder live auftreten zu können. Bei den jetzt wieder möglichen Live-Auftritten konnte er endlich wieder zwei neue Live-Alben aufnehmen, die noch dieses Jahr veröffentlicht werden sollen.
Eine interessante Frage betraf den «Loudness-War/Krieg», also die Musikproduktion mit möglichst bis zum Limit ausgesteuerten Songs. Er bedauert diesen «Loudness-Krieg» sehr und betont, dass er für dynamische Musikaufnahmen bekannt sei und nie bei dieser verhängnisvollen Entwicklung mitgemacht habe. Ihn habe das nie gekümmert, aber er wisse, dass die Musik-Labels diesen Loudness-Wettbewerb angezettelt hätten.
Die Frage von Lothar Brandt (Audio Swiss), ob er tatsächlich anno 1969 bei der allerletzten Beatles-Aufnahme auf dem Dach von Apple Records gewesen sei, konnte Alan Parsons definitiv mit Ja beantworten. Er hätte dannzumal eine oranges Shirt mit Krawatte getragen und es sei definitiv ein unvergesslicher Tag gewesen.
Bei der letzten Frage wurde er gefragt, wenn er eine Zeitreise machen könnte, in welche Zeit er reisen würde. Interessanterweise würde er seine erlebte Zeit mit der Entwicklung von 4-Spur-Analog bis Multikanal-Digital heute nicht missen wollen und es komme ja, wie bei High-End immer, neues dazu. Dies, obwohl er speziell bei den Mikrofonen auf Technologie von anno 1948 (Röhre) schwört.
Falls Sie nicht an der Messe gewesen sind und einen Eindruck der High End München 2022 erhalten möchten, haben wir für Sie eine Fotostrecke zusammengestellt, die einen nicht-repräsentativen Querschnitt durch die Hallen und Musikräume zeigt. Aufgrund der Masse an Ausstellern und Produkten ist es unmöglich, alle Hersteller und Vertriebe zu berücksichtigen. Falls Sie als Hersteller oder Vertrieb nicht abgebildet sein sollten, dann ist das keineswegs Absicht, sondern der schieren Menge geschuldet! Mea Culpa.
Installation
Die Verbindung mit dem Router ging mit Wifi problemlos. Wer den Router in der Nähe des Geräts hat, der bevorzuge die direkte Verbindung mit LAN-Kabel. Für FM- und DAB+-Radioempfang schraubt man die beigepackte Wurfantenne an den rückseitigen Antennenschraubanschluss. Als Audioausgang kann man analog via RCA (Cinch-Stecker) oder digital per SPDIF Coaxial oder optisch (TosLink) einen externen DAC oder den passenden Digitaleingang eines Verstärkers ansteuern.
Bei meinem kurzen Hörtest habe ich beides gemacht, um einen A/B-Vergleich herbeizuführen: Einmal über den Analogausgang zu meinem Verstärker und auch über den SPDIF (Coaxial) zu einem DAC und dann zum gleichen Verstärker. Damit war es möglich, das analoge Signal aus dem MMS 730 mit dem aus dem externen DAC über dieselbe Verstärker/Lautsprecher-Kombi zu hören.
Klang
Die Kirche blieb im Dorf. Die Unterschiede zu meinem externen DAC waren (zum Glück) gut hörbar und durchhörbar. Dennoch klingt der MMS 370 mit einem Preisschild von 650 CHF sehr gut und HiFi-tauglich.
Fazit
Der Magnat MMS 730 ist ein recht hochwertig ausgeführter Streamer mit ausgezeichneten Möglichkeiten bei der Wiedergabe von Radio, ordentlichen Möglichkeiten beim Streamen ab Heimnetzwerk sowie ab Internet-Musikdiensten. Dazu wurde Bluetooth in sehr guter Qualität umgesetzt. Zudem ist der MMS 730 bedienerfreundlich und praktisch. Gemessen am günstigen Preis bekommt man eine verhältnismässig hohe Klangqualität auf HiFi-Niveau – und dazu ein praktisches Gerät für viele Anwendungen.

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