MUSIKREZENSION
ClevesCleves

Was momentan die höchsten aller Klanggefühle sein soll, sind DSD-Aufnahmen - nicht über den Umweg über die SACD - sondern ganz direkt ab Festplatte. Wer sich für die Technik der an und für sich genialen 1-Bit Technologie interessiert, soll sich den Artikel "Direct Stream Digital - das audiophile Format" zu Gemüte führen.

Die Seele der Schwingung

Höchste Erwartungen

Fazit

Nach audiophilen Gesichtspunkten

Da ich hier die Aufnahme eher von audiophilen Gesichtspunkten her betrachte, verzichte ich darauf,  auf die tiefsinnigen Hintergründe der Songtexte näher einzugehen. Im Internet kann sich der Interessierte bestens informieren.

Da sind dann kunstvolle Sätze zu lesen wie - ich zitiere den Stockfish-Presse-Text, - „Das Kopf-Ohr-Herz Spiel: Der Kopf will sogleich erkannt haben: „international“ und „kosmopolitisch“: Die Weltlage als poetisches Minimum. Doch einen Moment. Das Ohr will sein Recht: Nimmt das hymnische „Aheyla“ des Openers als afrikanisch wahr, um es gleich als Halleluja zu identifizieren, verfängt sich in der Textzeile „when poets are priests …“ Wundert sich, wie auch ernste und traurige Themen traumwandlerisch ihren Weg in federleichte Melodien finden.“

Kein audiophiles Highlight

Trotz des erstklassigen, feingezeichneten und ungemein sauberen Klangs ist für mich diese Aufnahme noch lange kein audiophiles Highlight, wie etwa das neuste Album von Blues-Altmeister Doug MacLeod "There's A Time" , (in PCM Flac 176 kHz/24 bit ) welches in Live-Manier, unplugged und ohne Overdubs, sozusagen konzertmässig aufgenommen wurde und einen verblüffend natürlichen Raumeindruck vermittelt.

Die hier vorliegende DSD-Aufnahme ist klanglich ein - ich gebe es gerne zu - hochmusikalisches Konstrukt, das am Mischpult meisterhaft und äusserst effektvoll, aber was die Räumlichkeit und Stimmung betrifft eben studiomässig und absolut nicht live-gerecht bewerkstelligt wurde.

Aus vorliegender Rezension ist zu erkennen, dass es, wenigsten für mich rein persönlich, unterschiedlich wichtige Eigenschaften einer Aufnahme gibt: An erster Stelle stehen für mich Komposition/Songwriting samt Musiker und Interpretation. Es folgt die Aufnahmetechnik, sprich Mikrofonplatzierung, Art der Mikrofone, Aufnahmeraum, Abmischung, etc. Und erst so ganz am Schluss interessiert mich heute, ob es sich um DSD oder PCM handelt!

Weitere Aufnahmen werden es beweisen müssen, ob DSD der hochauflösenden PCM-Technik tatsächlich haushoch überlegen ist.

Übersicht zu diesem Artikel
Seite 1:
Seite 2:
Seite 3: