Robert Trunz gestaltete und führte das Platinum Programm in Montreux mit B&W als Sponsor ab 1987 durch. Hier Marcus Roberts im Platinum des Montreux Jazz Festivals.Robert Trunz und Hans Jürg Baum kennen sich seit den achtziger Jahren, als HiFi noch gleich High-End bedeutete und die Fortschritte in Sachen Klangqualität von Jahr zu Jahr deutlich hörbar waren. Während Hans Jürg Baum vor allem in der Schweiz als Audio-Redaktor tätig war, begab sich Robert Trunz in die weite Welt. Nach seiner Rückkehr stand er Hans Jürg Baum Red und Antwort.
Schon als Junge hast Du Dein Taschengeld in Schallplatten angelegt. Doch gehe ich recht in der Annahme, dass Du Dich im Bazillus endgültig mit dem Musikvirus infiziert hast?
Ja, vielleicht das Hauptvirus, doch angefangen hat es in den späten 60er Jahren auf dem Schulhausplatz, wo wir uns die letzten Hits mit einem portablen Single-Plattenspieler reingezogen haben. Das Jazzvirus regete sich mit der Organisation von Konzerten in der Aula in Baden, wo wir zu dritt u.a. Künstler wie Alphonse Mouzon, Klaus Doldinger, Ian Carrs Nucleus und Dollar Brand (Abdullah Ibrahim) präsentierten. Im Bazillus durfte ich zweimal in der Woche den Soundingenieur ablösen, was meine nie endende Faszination für die Aufnahme und Wiedergabe von Live- und Studioaufnahmen auslöste.
Erste Begegnung mit Robert Trunz
Wir begegneten uns zum ersten mal bei Egli Fischer, als ich in den siebziger Jahren meine Quad ESL-Elektrostaten zur Reparatur brachte. Was war dort Deine Aufgabe und welche Produkte haben Dich damals am meisten fasziniert?
Quad war faszinierend, doch die Mühe mit Kunden wie dir, die ständig ihre mit Mylar-Folien bezogenen Panele mit viel zu hohen Pegeln ruinierten, verdarben den Spass an der britischen Marke. SME was für mich schlichtweg der Tonarm, den jedermann mit einem guten Plattenspieler montiert hatte.
Meine Liebe aber war bei Nakamichi, einer Firma, die es schaffte, aus einer ganz normalen Kassette High End-Sound mit einer grossen Dynamik herausrauszuholen. Diese Passion für den Brand führte später zu einer jahrelangen Kollaboration mit Niro Nakamichi.


