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Publikationsdatum
5. Dezember 2001
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avguide: Wir haben den Eindruck, dass viele Toningenieure noch gar nicht wissen, was sie mit den 5.1 Kanälen eigentlich tun sollen.
Koch: Das stimmt. Es ist immer noch die grosse Frage, wie die sechs Kanäle überhaupt einzusetzen sind. Bei einer Tonmeistervereinigung in den USA gab es zum Beispiel Diskussionen, wie wichtig der Centerkanal ist. Einer fand ihn sehr wichtig zur Darstellung der Frontperspektive, eine anderer behauptete gerade das Gegenteil. So gibt es auch verschiedene Philosophien. Das kommt sicher auch auf die Musik an. Die räumliche Abbildung wird am Schluss eine artistische Entscheidung sein.

avguide: Die DMP SACD "Blues Band" mit den Vivino Brothers benutzt weder einen Center- noch einen Subwooferkanal. Wie reagiert aber der Konsument, wenn bei einem 5.1 System nur aus 4 Kanälen Musik kommt?
Koch: Da gab es tatsächlich Anrufe bei Sony, die meinten ihr Mehrkanalspieler sei kaputt, weil aus dem Centerkanal und Subwoofer kein Signal kam. Also ist es besser, man lässt ein ganz leises Signal aus diesen Kanälen als gar nichts.

avguide: Was meinen Sie zum Overhead-Kanal von dmp und Telarc? Hier wird ja der Subwooferkanal für die Information der Raumhöhe verwendet. Dieses Signal wird von ein oder zwei Lautsprechern über den Köpfen der Zuhörer abgestrahlt.
Koch: Es gab viele Abhandlungen darüber, wieviele Kanäle und welche Konstellationen es braucht, um einen Raum optimal abbilden zu können. Aber ein wesentlicher Bestandteil einer Mehrkanalaufnahme ist doch die Höhe.

Filme auf DVD

Standard-Ton bei der DVD ist Dolby Digital mit 5.1 Kanälen. Oft ist zudem dts mit ebenfalls 5.1 Kanälen, das heisst drei Lautsprechern vorn, zwei hinten und einem Subwoofer, auf der DVD enthalten. Um diese Surround-Sound-Varianten wiedergeben zu können, braucht es einen entsprechenden Decoder, fünf Endstufenkanäle, eben so viele Lautsprecher und einen aktiven Subwoofer.

Das Kinobild ist breit und passt nicht ins Standardbildschirmformat mit einem Verhältnis Breite:Höhe von 4:3. Um es ganz anzeigen zu können, müssen oben und unten schwarze Balken eingefügt werden (Letterbox), oder das Bildgerät (Fernseher, Projektor etc.) hat das Seitenverhältnis 16:9, das dem Kinobild recht nahe kommt.

Das Format, in dem der Film auf der DVD abgespeichert ist, wird auf der Hülle angegeben. Obwohl vor allem neue Filme im allgemeinen mit 5.1-Ton und 16:9-Bild daherkommen, gibt es billige Produktionen (auch von Hollywood-Filmen) die andere Formate haben. Beim Ton ist es etwa Dolby Digital 2.0 (d.h. Stereo) und beim Bild 4:3.

Komplettsysteme

Das Home-Cinema-System NS-DV77 von Pioneer ist eine kompakte Designanlage fürs Heimkino.
Das Home-Cinema-System NS-DV77 von Pioneer ist eine kompakte Designanlage fürs Heimkino.
Heinkino-Anlagen haben den Trend zur wohnraumfreundlichen Gestaltung mitgemacht. Entstanden sind Komplettsysteme in Einzelkomponenten oder in Kompaktbausweise, die sich dank ihres Designs auch sehen lassen können. Da die einzelnen Elemente aufeinander abgestimmt sind, werden Installation und Bedienung einfach.

Das Home-Cinema-System NS-DV77 von Pioneer hat als Zentrale einen elegant gestylten Receiver, mit integriertem DVD-Player und RDS-Tuner. Als Designelement erlaubt das externe Display des Receivers, die Elektronik in der Wohnwand zu verstecken und nur das Display sichtbar aufzustellen. Die Heimkinoanlage gibt es komplett mit fünf silbernen Lautsprechern (oder in Holz bei der Anlage NS-DV88) und einem aktiven Subwoofer. Sie kann um weitere Komponenten, etwa ein Tape oder einen Mini-Disc Recorder, ergänzt werden.

Lautsprechersysteme

Die Heco Vogue-Serie mit kleinen Satelliten im stabilen Aluminiumgehäuse.
Die Heco Vogue-Serie mit kleinen Satelliten im stabilen Aluminiumgehäuse.
Für den perfekten Rundum-Klang ist entscheidend, dass die Lautsprecher aufeinander abgestimmt sind. Dies ist bei den sogenannten AV-Sets der Fall, welche die Lautsprecherhersteller speziell fürs Heimkino anbieten. Sie enthalten fünf Vollbereichsboxen oder fünf Satelliten und zusätzlich einen Subwoofer.

Vier kleine Satelliten und ein querliegender Centerkanal aus Aluminium sind Bestandteil der Vogue-Serie von Heco. Zu diesen fünf geschirmten 2-Weg-Boxen gesellt sich ein aktiver Subwoofer, der Bässe bis 25 Hz wiedergibt. Die obere Übergangsfrequenz ist variabel. Die nur 88 x 127 x 84 mm grossen Satelliten lassen sich diskret an der Wand montieren oder auf einen optionalen Ständer stellen.

Bildwiedergabe

Der LCD-Projektor VPL-HS1 von Sony: aufs Heimkino ausgerichtet.
Der LCD-Projektor VPL-HS1 von Sony: aufs Heimkino ausgerichtet.
Während Röhren-Fernseher die leuchtkräftigsten Farben und den grössten Kontrastumfang bieten, haben Projektoren das grosse Bild für sich. Und dieses steigert das Kinoerlebnis gewaltig. Optimal wird das Bild, wenn der Raum völlig abgedunkelt ist.

Aufs Heimkino ausgerichtet ist der LCD-Projektor VPL-HS1 von Sony. Dank seinen kompakten Massen – 34 cm Breite, 15,4 cm Höhe, 30 cm Tiefe – seinem attraktiven Design in den Farben silber und blau und der Standortunabhängigkeit integriert er sich in jedes Wohnzimmer. Die neuentwickelte SideShot-Funktion ermöglicht eine Platzierung des Projektors bis zu 2,3 Meter seitlich verschoben zur Leinwand, ohne dass die Bildwiedergabe verzerrt wird. Im Preis von 4650 Franken inbegriffen ist eine «Cineza»-Leinwand mit 1,5 Metern Bilddiagonale.

Andreas Koch begann seine Audio-Laufbahn anfangs der achtziger Jahre bei Studer, als Kapazitäten wie Roger Lagadec oder ein Daniele Pelloni die digitalen Studer-Produkte weltberühmt machten. Kochs Spezialität war die digitale Signalverarbeitung. Neben der Konstruktion eines Abtastratenwandlers widmete er sich der digitalen Rauschunterdrückung. Nach einer gewissen Zeit bekam er das Verlangen, auch ausserhalb der Schweiz tätig zu sein und kam als erster Digitalingenieur und Projektbearbeiter zu Dolby. Nach drei Jahren, im Jahre 87, zog es ihn wieder zurück zu Studer. Dort machte man sich bereits Gedanken was die Nachfolger der analogen und digitalen Bandmaschinen sein sollten. Das Hard Disc-Recording schien damals die Lösung zu sein. So entstand ein neues Projekt, eine Mehrkanal-Harddisc-Recorder mit einer Workstation. Gerade als dieses Produkt auf den Markt kam, geriet Studer in Probleme. Bei Sony bekam Andreas Koch in Florida im Jahre 93 eine Chance. Als DSD und die SACD aktuell wurden, stieg er in diesen Bereich ein und erhielt den Auftrag, eine mehrkanalige DSD-Maschine zu bauen. Andreas Koch lebt mit seiner Frau (Schweizerin) und 2 Töchtern in der Nähe von San Francisco auf dem Lande und macht pro Jahr einmal Ferien in der Schweiz. Mit seinen Töchtern, die sich auf dem Lande mit ihren vielen Tieren wohl fühlen, redet er schweizerdeutsch. Er selbst fühlt sich in der Business-Welt jedoch bereits als Amerikaner.

Als ersten DVD-Recorder hat Panasonic den DVD-RAM-Recorder DMR-E20 präsentiert.
Als ersten DVD-Recorder hat Panasonic den DVD-RAM-Recorder DMR-E20 präsentiert.
Das aktuellste in Sachen Heimkino sind die DVD-Recorder. Mit ihnen lassen sich Fernsehsendungen analog oder eigene Videos (ab DV auch digital) auf eine DVD brennen. Ein einfaches Editieren der Aufnahmen ist mit dem Recorder selbst möglich. Aufgenommen wird auf mehrere DVD-Formate, die untereinander nicht voll kompatibel sind.

Der DMR-E20 von Panasonic zeichnet auf die DVD-RAM auf, die bis zu 100 000 Mal wieder beschreibbar ist. Der Datentransfer ist so schnell, dass gleichzeitig aufgenommen und eine andere Stelle wiedergegeben werden kann. Der Recorder bespielt auch die DVD-R und gibt DVD-Videos wieder. Die DVD-R lässt sich auch mit den meisten DVD-Video-Spielern wiedergeben, während die DVD-RAM auf entsprechende PC-Laufwerke ausweichen muss.

DVD+RW-Recorder

Nach dem DVD+RW-Standard zeichnet der DVDR 1000 von Philips auf.
Nach dem DVD+RW-Standard zeichnet der DVDR 1000 von Philips auf.
Philips hat einen Recorder im DVD+RW-Format auf dem Markt: den DVDR 1000. Er zeichnet Fernsehsendungen oder eigene Camcorderaufnahmen auf die DVD+RW auf, die mit den meisten DVD-Video-Spielern und DVD-ROM-Laufwerken kompatibel ist. Bei der Aufnahme wird automatisch ein Menu angelegt, so wie es auch bei den vorbespielten DVD-Videos erscheint. Dadurch ist eine einfache Bedienung gewährleistet.