Die Digitalisierung aller Medien und portable Geräte sind weitere starke Trendthemen. Zur Ausstellung von 2. bis 7. September in Berlin werden 1200 Aussteller aus 40 Ländern erwartet.
Die weltgrösste Messe für Consumer Electronics öffnet an sechs Tagen jeweils von 10.00 - 18.00 Uhr ihre Tore.
Breitbild-Fernsehen
Bildschirme mit Diagonalen bis zu 160 Zentimeter sind in diesem Jahr keine Exoten mehr. 16:9-Fernseher – mit oder ohne HD ready-Logo - sind an den Ständen aller wichtigen Hersteller in umfassender Auswahl als marktreife Grossserien-Produkte zu sehen.
Nicht zuletzt wegen der Fussball-WM könnte 2006 ein Boom-Jahr für LCD-, Plasma- und Projektions-TV-Geräte im 16:9-Format werden, da die ARD und das ZDF aber auch der Pay-TV-Kanal Premiere die Spiele im 16:9 Format ausstrahlen werden.
Wer jedoch einen zukunftssicheren Flachbild-Fernseher kaufen will, der auf die Darstellung künftiger HDTV-Übertragungen vorbereitet ist, sollte auf das Logo „HD ready“ achten.
Diese Geräte garantieren den problemlosen Übergang in die Medienzukunft.
Hochauflösende Bilder
Die IFA nimmt dieses Ereignis sozusagen vorweg: Sie zeigt, in welchem Mass HDTV die Fernsehzukunft bereichern wird – mit hochzeiligen, scharfen, plastischen Bildern, die dem Begriff Heimkino eine ganz neue Bedeutung verleihen.
Speziell zu diesem Thema und in Anspielung auf die zu erwartenden HDTV-Übertragungen der Fussball-Weltmeisterschaft haben die IFA-Veranstalter in der Halle 26 einen grossen Stand als HDTV Sportsbar eingerichtet, in der auf rund 30 Monitoren verschiedener Hersteller HD-Bilder eine einmalige Stadion-Atmosphäre vermitteln sollen.
Ebenfalls ein Thema werden die Anforderungen an die nächste, HDTV-tüchtige Generation der Satelliten-Set-Top-Boxen sein.
HD-Medien
Auch digitale Foto-Kameras sind natürlich eine gute Quelle für moderne Bildschirme, etwa für die Wiedergabe einer Diashow auf einem grossen LCD- oder Plasma-Fernseher.
Es gibt sogar schon einige Spielfilme auf optischen Medien in HD-Qualität. Diese Scheiben heissen WMV-HD, beruhen auf aktueller DVD-Technik und laufen auf jedem neueren PC.
Dank effektiver Kompressionstechnik, ähnlich wie sie im hoch auflösenden Fernsehen zum Einsatz kommt, speichert WMV-HD einen ganzen Spielfilm auf einer Daten-DVD.
Die IFA zeigt auch bereits erste DVD-Player, die dieses Format abspielen und auf hoch auflösenden Bildschirmen darstellen können.
DVD-Nachfolge
In grösserer Auswahl aber werden Filme auf vorbespielten HD-Medien erst im nächsten Jahr erscheinen. Gleich zwei neue Medienformate stehen dann zur Auswahl: die Blu-ray Disc und die HD-DVD.Beide arbeiten mit kurzwelligem blauem Laserlicht, das viel schmalere Datenspuren lesen kann als der rote Laser in DVD-Spielern.
30 Gigabyte passen so auf eine HD-DVD mit zwei Schichten, bei Blu-ray sind es sogar 50 Gigabyte. Zum Vergleich: Auf einer DVD lassen sich maximal 8,5 GB pro Seite unterbringen.
Die IFA zeigt bereits erste Prototypen von Playern und Recordern für diese neuen Medien.
DVD-Recorder
Die DVD gehört deshalb aber noch lange nicht zum alten Eisen. Insbesondere als Aufnahme-Medium macht sie derzeit eine steile Karriere.Die DVD-Recorder der neuen Generation können auch Medien mit zwei Signalschichten bespielen – damit selbst Spielfilme mit Überlänge oder ganze TV-Serien Platz auf einer Scheibe haben.
Viele der neuen Modelle sind zusätzlich mit eingebauten Festplatten ausgerüstet, die Platz für hunderte von Programmstunden bieten.
Manche der neuen Digitalrecorder-Modelle haben auch eingebaute VHS-Laufwerke. So lassen sich analoge Video-Archive auf DVDs kopieren und für die Digital-Ära erhalten.
Handy-Fernsehen
So gibt es auf der IFA Smartphones zu sehen, die mit einer 3 Gigabyte grossen Festplatte neben einer Fülle von Daten auch ganze Musik- und Fotoarchive speichern.
Einige Aussteller zeigen gar Prototypen von Zukunfts-Handys, die fernsehähnliche Multimedia-Dienste empfangen können.
Gleich mehrere Techniken kommen für die Übertragung in Frage: unter anderem ein DVB-H genanntes Übertragungsverfahren, das auf der Basis von DVB-T funktioniert und speziell für den Strom sparenden Empfang ausgelegt ist, und das System Digital Multimedia Broadcast (DMB), das auf der Basis des Digitalradios DAB entwickelt wurde.
Beide Lösungen sollen bereits im Jahre 2006 für Handy-Fernsehen sorgen. Wie das funktioniert, kann im Technisch-Wissenschaftlichen Forum der IFA angeschaut werden.
DVB-T
Noch in diesem Jahr werden die Regionen Halle/Leipzig und Erfurt/Weimar auf DVB-T umstellen. Damit wächst in Deutschland die technische Reichweite der digitalen Ausstrahlung auf 47 Millionen potentielle Fernseh-Zuschauer an.
Die Akzeptanz des terrestrischen Digitalfernsehens ist gross. Bis zu 24 Programme sorgen für eine im analogen Antennenfernsehen undenkbare Programmvielfalt, die digitale Übertragung steht für störungsfreie Bildqualität, der mobile Empfang erlaubt den Fernsehgenuss auch unterwegs.
Die IFA zeigt, dass auch die Empfangsgeräte für DVB-T immer attraktiver werden. Empfänger in USB-Sticks machen das Notebook zum komfortablen Fernseher, mobile LCD-Empfänger haben gleich noch ein DVD-Player-Laufwerk an Bord, DVD-Set-Top-Boxen erscheinen immer häufiger mit eingebauten Festplatten für zeitversetztes Fernsehen oder für Timer-Aufnahmen.
High-Tech zum Fotografieren
Markierten bei den Digitalkameras bis vor kurzem noch Modelle mit zwei oder drei Megapixeln die Einsteigerklasse, so spendieren die Hersteller ihren Kompakt-Kameras nun mindestens vier Millionen Pixel.
Auf der IFA werden auch Modelle mit acht bis neun Megapixeln zu sehen sein, die trotzdem nicht grösser als eine Zigarettenschachtel sind.
Neben der Auflösung haben die Hersteller die Reaktionszeiten verbessert. Die Kameras lösen schneller aus und fangen auch Motive ein, die früher längst aus dem Sucher verschwunden waren.
Manche Modelle bieten komfortable Bildstabilisatoren, die jeden Verwackler stoppen.
Vom Trend zu besserer Ausstattung profitieren nicht zuletzt auch die Spiegelreflex-Kameras.
Ich testete den Aavik S-180 an einem Kii-THREE-BXT-System, einem DSP-gesteuerten Vollbereichs-Standlautsprecher und verwendete dafür den SPDIF-Digitalausgang (coaxial). Als Vergleich zog ich den Innuos-Statement-Musikserver zurate. Der kostet in etwa das Doppelte des S-180. Das ist allerdings schon durch den enormen Aufwand an Technik und Funktionalität verständlich. Beide Geräte bezogen die Musik mittels Roon aus exakt derselben Quelle, entweder gespeicherte Inhalte von meinem NAS oder solche von Qobuz und Tidal.
Beim Aavik S-180 konnte ich zudem die Musik über die Aavik Stream App oder Roon wiedergegeben und vergleichen. Bei diesem ersten Vergleich konnte ich keine reproduzierbaren Qualitätsunterschiede feststellen, die eine Relevanz hätten. Es schien nicht immer exakt gleich zu klingen, aber die Unterschiede, die ich festzustellen glaubte, schienen schnell wieder zu verpuffen. Sie sind nicht zu validieren und nicht zu reproduzieren. Etwas einfacher wurde es mit dem Vergleich zum Innuos Statement. Der A/B-Vergleich konnte direkt erfolgen durch Umschalten der Quelle mit meiner Fernbedienung. Es gab keinen Unterbruch von A nach B und zurück.
Der S-180 überzeugt mich mit einer beeindruckenden Ruhe und Ordnung im Klanggewebe. Es kam nie – auch nicht bei weniger guten Aufnahmen – irgendeine Nervosität auf. Man hört die Musik fast wie eine Ebene tiefer. Das Mass an Entspanntheit ist nicht zu überhören und bedeutet eine höhere Stufe in Qualität und Musikalität. Damit sind Klangfarbe aller Art völlig unverschleiert zu hören. Eine exakte Beschreibung dieser emotionalen Komponente ist kaum zu bewerkstelligen. Im Vergleich zum Referenzgerät konnte ich geringe Defizite in der Dynamik ausmachen. Das führte auch zu einer geringfügig wahrnehmbaren Verkleinerung der Klangbühne. Punkto «Schönheit» hingegen, kann der S-180 wirklich auftrumpfen und sorgt für perfekte Entspannung beim Musikhören.
Im Video-Bereich werden neben den etablierten Mini-DV-Modellen auch Camcorder Modelle zu sehen sein, die nicht mehr mit einer Kassette, sondern mit einem acht Zentimeter kleinen DVD-Rohling als Aufnahmemedium arbeiten.Die Vorzüge der Disc liegen auf der Hand: Das Vor- und Zurückspulen entfällt, jede aufgenommene Szene zeigt sich mit einem kleinen Vorschau-Bildchen im Inhaltsverzeichnis, und ein einziger Click genügt, um den gewünschten Video-Take sofort abzuspielen.
Aber auch andere Speichermedien gewinnen immer mehr an Bedeutung. Zum Beispiel winzige, fest eingebaute Festplatten oder Wechselfestplatten.
Die kleinsten Geräte für digitale Videos, zugeschnitten auf die Tasche im Freizeit-Hemd, speichern die Bilder sogar auf Chipkarten, also ganz ohne Mechanik.

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