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Publikationsdatum
12. Dezember 2001
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Die DVD hat sich ihrer Vorzüge wegen schnell durchgesetzt. Handlichkeit, grosse Speicherkapazität, hohe Qualität bei Bild und Ton sind ihre Vorzüge. Naheliegend ist da der Wunsch, eigenes Material selbst auf eine DVD zu brennen. Als neue Videorecorder gelangen nun auch DVD-Recorder auf den Markt. Verwirrend ist, dass sie nach unterschiedlichen Standards arbeiten.

Multimedia-Disc

Die DVD ist nicht einfach ein weiteres Speichermedium, sondern eine Vielzahl an Anwendungen im Umfeld von Computer und Unterhaltungselektronik. Durch die Speicherung digitaler Daten, die Audio, Video und Computerdaten umfassen, kann es verschiedene der heutigen Technologien ersetzen. Geschehen ist das schon mit der Laserdisc, folgen werden wohl die Audio-CD, die CD-ROM, aber auch der VHS-Videorecorder, denn die DVD wurde von Anfang an als Multimedia-Disc entwickelt.

DVD-Formate

DVD-RAM: Wahlfreier Zugriff beim Schreiben und Lesen gibt Zugriffsmöglichkeiten wie auf eine Festplatte.
DVD-RAM: Wahlfreier Zugriff beim Schreiben und Lesen gibt Zugriffsmöglichkeiten wie auf eine Festplatte.
Hüter des DVD-Standards ist das DVD-Forum. Nicht weniger als sechs Formate hat es bisher spezifiziert. Als Nur-Lese-Speicher mit vorbespieltem Inhalt sind die DVD-Video, DVD-Audio und DVD-ROM bereits eingeführt. Einmal beschreibbar ist die DVD-R, die es in zwei Varianten gibt, einmal für professionelle Anwendungen als DVD-R A (für Authoring) und einmal mit Kopierschutz für allgemeine Verwendung als DVD-R G (für General). Wiederholt beschreibbar sind die DVD-RAM und die DVD-RW. Erstere ist seit diesem Herbst mit dem DVD-RAM-Recorder von Panasonic auch in der Unterhaltungselektronik eingeführt, letztere wird von Pioneer mit einem Recorder unterstützt, der für nächsten Februar angekündigt ist.

Doch damit nicht genug. Einige Firmen wie Philips und Sony beschreiten einen eigenen Weg. Sie nennen ihre mehrfach beschreibbare Anwendung DVD+RW. Philips hat einen ersten Recorder in diesem Format diesen Herbst eingeführt. Angekündigt auf Mitte 2002 ist mit DVD+R auch eine einmal beschreibbare Variante. Beide Formate sind vom DVD-Forum nicht abgesegnet.

Kompatibilität

DVD+RW: Auch ohne den Segen des DVD-Forums ist Kompatibilität mit vorhandenen DVD-Spielern möglich.
DVD+RW: Auch ohne den Segen des DVD-Forums ist Kompatibilität mit vorhandenen DVD-Spielern möglich.
Die beschreibbaren Formate sind nicht oder nicht vollständig untereinander kompatibel, ja teilweise nicht einmal mit bereits bestehenden DVD-Spielern. Eine allgemein gültige Aussage, ob eine selbst gebrannte DVD mit einem DVD-Spieler wiedergegeben werden kann, ist jedoch nicht möglich. Auch wenn das Format kompatibel ist, kann die geringere Reflektion des Laserstrahles auf selbst gebrannten Scheiben ausserhalb der Toleranz eines DVD-Spielers liegen. Die Unterschiede sind nicht nur herstellerabhängig, sondern variieren auch von Modell zu Modell.

Die DVD-RAM verwendet Phase-Change-Technologie für die Aufzeichnung und das Löschen. Sie ist wegen der Fehlerkorrektur, Unterschieden im Reflektionsgrad und im Format mit den meisten DVD-Spielern nicht kompatibel. Die DVD+RW-Disc verwendet Phase-Change-Materialien, die etwa 1000 Mal wiederbeschreibbar sind. Sie sollte in 70% - 80% von vorhandenen DVD-Spielern gelesen werden können. Die DVD-RW kann mit den meisten DVD-Spielern wiedergegeben werden. Einige kommen allerdings mit dem geringeren Reflektionsgrad der Disc nicht zurecht. Die DVD-R verwendet wie die CD-R organische Kunststofftechnologie. Sie ist mit den meisten DVD-Spielern kompatibel.

Die Recorder

Aktuell sind zwei DVD-Recorder erhältlich: der DVD-RAM-Recorder DMR-E20 von Panasonic und der DVD+RW-Recorder DVDR 1000 von Philips. Beide erlauben die Aufzeichnung von Fernsehsendungen über den analogen Eingang oder von eigenen DV-Aufnahmen digital über den Firewire-Anschluss (i-Link, IEEE1394). Kopien von DVD-Filmen sind weder analog noch digital möglich. Das Bild wird nach MPEG-2 aufgezeichnet, der Ton in Dolby Digital 2.0. Geboten werden verschiedene Komfortfunktionen bei Aufnahme und Wiedergabe sowie beim Zusammenstellen der gemachten Aufnahmen auf der Disc.

Auffallend ist eine sehr gute Dämpfung wirklich tiefer Frequenzen. Sehr störend ist aber die mangelhafte Dämpfung im Bereich von 1 kHz. Das kann bei dumpf röhrenden Rasenmähern noch gut ausgehen, nicht aber bei komplexem Strassen- und Baulärm, wo Lärm im mittleren Frequenzbereich stören wird. Auffallend ist auch, dass die so massiv wirkenden Muscheln rein passiv im mittleren Frequenzbereich sehr wenig dämpfen.

Der Verlauf des Frequenzgangs (hier kein Diagramm!) erinnert stark an die Rutschbahn auf dem benachbarten Spielplatz. Im passiven Betrieb fällt der Pegel zu höheren Frequenzen drastisch ab und bei der Stellung EQ ist der Rutschbahneffekt noch ausgeprägter und lässt einen basslastigen Dröhnsound vermuten. Verblüffenderweise verläuft der Frequenzgang bei aktiviertem Noise Cancelling noch am linearsten und der Tiefenbereich wird drastisch abgesenkt. Welche Klangphilosophie dahintersteckt, ist schwer zu erraten.

Hörtest

Der DMR-E20 von Panasonic zeichnet auf die DVD-RAM und die DVD-R auf. Die DVD-RAM erlaubt wahlfreien Zugriff auch beim Schreiben, d.h. es muss nicht sequentiell aufgezeichnet werden, sondern der Recorder kümmert sich selbst um den noch freien Platz. Die DVD-RAM bietet also denselben Komfort wie das Arbeiten mit einer Festplatte. Die DVD-R ist zwar nur einmal beschreibbar, dafür aber von praktisch jedem DVD-Spieler lesbar.

Zu den besonderen Funktionen des DMR-E20 gehört das sogenannte Time-Slip. Dank schneller Datenübertragung (22,16 Mb/s) und schnellem Zugriff auf eine beliebige Stelle kann gleichzeitig aufgenommen und eine andere Stelle wiedergegeben werden. Damit lässt sich beispielsweise eine Sequenz wiederholen, während die laufende Sendung weiter aufgezeichnet wird.

Eigene digitale Videoaufnahmen gelangen über den DV-Eingang in den Recorder. Bei der Aufzeichnung wird automatisch eine Liste der überspielten Szenen erstellt. Für die Wiedergabe können beliebige Szenen ausgewählt, in der Reihenfolge angeordnet und abgespeichert werden. So lassen sich DV-Aufnahmen publikumsfreundlich editieren. Kurze Pausen, die zwischen den zusammengeschnittenen Passagen entstehen, gleicht der Recorder mit der „Seamless Playback“-Funktion aus.

Der DMR-E20 kennt vier Aufnahmemodi unterschiedlicher Qualität. Mit der maximalen Qualität gehen auf eine 4,7 GB-Scheibe eine Stunde, auf eine 9,4 GB-Disc zwei Stunden Bild und Ton. Im EP-Modus mit der niedrigsten Qualität sind es 6 beziehungsweise 12 Stunden. Panasonic bietet vier Discs für die Aufnahme an: eine 4,7 GB DVD-RAM mit und eine ohne Cartridge (Fr. 39.90 bzw. Fr. 36.90), eine doppelseitige DVD-RAM mit 9,4 GB (Fr. 59.90) und eine DVD-R mit 4,7 GB (Fr. 19.90).

» Preise und Details des DMR-E20 von Panasonic 

DVD+RW-Recorder

Der OV-1 von Meters ist ein liebevoll in Vintage-Manier gestylter HiFi-Hörer. Sein Noise Cancelling arbeitet im Bass gut, dämpft jedoch Lärmanteile in der Mittellage unbefriedigend. Klanglich liegt er ganz klar auf der bombastischen und schönfärbenden Seite und ist für Freunde satter, voller und bassiger Klänge ein echtes Highlight.