Commons.wikimedia.org © pr_ip Primus Inter Pares CC BY-SA 2.0Smart-TV nennt sich die aktuelle Oberfläche moderner Flachbild- Fernseher. Damit lassen sich Inhalte wiederfinden, ganz gleich, ob sie aus dem TV-Programm, dem Internet, dem Netzwerk oder einem angeschlossenen Zuspieler stammen. Nach Samsung sind auch andere Hersteller mittlerweile auf den Zug aufgesprungen, so dass nahezu jedes aktuelle TV-Modell über die praktischen Funktionen in leicht abgeänderter Form verfügt. Neben der Funktionsvielfalt, die den Entertainment-Faktor beim Fernsehen erhöht, überzeugt auch die Bedienung, denn hier kommen neben der klassischen Fernbedienung immer häufiger andere externe Geräte wie Tablets oder Smartphones zum Einsatz. Diese sind meist nicht vom gleichen Hersteller wie das Fernsehgerät. Wie kompatibel sind die systemfremden Produkte und worauf sollten Verbraucher bei der Anwendung im Speziellen achten?
Mehr als eine Fernbedienung
Grundsätzlich lassen sich mittlerweile viele verschiedene Apps und Programme einsetzen, um eine Verbindung zwischen externem Gerät und Fernseher herzustellen. Damit wird es möglich, etwa ein iPhone mit einem Samsung-Fernseher zu verbinden, aber auch Android-Modelle lassen sich so problemlos nutzen. Doch nicht nur als erweiterte Fernbedienung funktionieren die Smartphones und Tablets, über sie lassen sich auch verschiedene Inhalte direkt streamen. Dafür genügt entweder eine passende App oder die direkte Verbindung mittels Kabel.
Für eine funktionierende Verbindung ohne Kabel müssen sich beide Geräte in demselben WLAN-Netzwerk befinden. Für die Verbindung mit dem iPhone oder iPad wird nun beispielsweise von Samsung die App „SmartView“ benötigt, die den Fernseher erkennt. Dies sollte im Normalfall direkt nach dem Start passieren, ohne dass die Nutzer etwaige Einstellungen bearbeiten müssen. Die Apple-Geräte lassen sich nun als Fernbedienung nutzen, gleichzeitig wird das Bild des Fernsehers auf das Display des Tablets oder Smartphones übertragen.
Videos streamen
Der Smart-TV ist bereit für Filme, Videoclips aus dem Internet oder selbstgedrehte Videos (Bild: Samsung)Wer hingegen Video-Inhalte vom Smartphone auf den Fernseher übertragen möchte, der kann zusätzlich die App „Video Browser for Samsung Smart TV“ nutzen. Mit ihrer Hilfe lassen sich verschiedene Video-Plattformen ansteuern, deren Clips wiederum direkt auf den Fernseher übertragen werden können. Ähnlich funktioniert ein solcher Service auch mit der YouTube App, die nicht nur für iOS, sondern auch für Android nutzbar ist. Soll ein Android-Gerät mit dem Fernseher verbunden werden, so wird die App „Smart TV Remote“ benötigt, die kostenlos erhältlich ist. Der Fernseher kann auf diese Weise innerhalb des Netzwerkes gesteuert werden.
Befinden sich Filme oder Bilder im Speicher des Mediums und sollen sie auf dem Fernseher wiedergegeben werden, so bietet sich die direkte Verbindung mittels HDMI-Kabel an. Hier ist in jedem Fall ein spezieller HDMI-Adapter notwendig, iPhones und iPads benötigen ausserdem einen Dock Connector. Letztlich ist es aber irrelevant, welches Smartphone oder Tablet zum Einsatz kommt, entscheidend sind hingegen die genutzten Apps.
Tablets mit vielfältigen Funktionen
Samsung hat letzten Winter Käufern bestimmter Smart TV-Modelle als kostenlose Zugabe ein Tablet angeboten. Die Aktion lief unter dem Namen „Zusammen am schönsten“ und lief bis zum 6. Januar diesen Jahres, wobei das Tablet-Modell vom jeweiligen Fernseher abhing. Wer sich auch in Zukunft ein Tablet für die Nutzung am Smart TV wünscht, der sollte aber in jedem Fall noch auf andere Punkte als nur die Kompatibilität achten, denn schliesslich bieten Tablets auch für sich genommen Entertainment-Möglichkeiten. Wichtig ist beim Kauf also in erster Linie, wofür das Gerät sonst noch benutzt werden soll, zum Beispiel zum Surfen oder für das Geschäft. Wer sich bei der Wahl des richtigen Modells unsicher ist, der kann und sollte sich auf einen Kaufberater für Tablets, wie beispielsweise den von Ackermann, verlassen, der mittlerweile nicht nur im Fachhandel, sondern auch auf vielen Websites nutzbar ist – auf diesem Wege können die passenden Anforderungen bequem online ausgewählt werden, sodass die Auswahl immer weiter verfeinert wird.
Vom TV zur Waschmaschine
Diverse Apps eröffnen weitergehende Unterhaltungsmöglichkeiten mit Smart-TV und Tablet (Bild: Samsung)Eine neue Funktion ist die „AllShare Control“. Sie ist in allen Smart-Geräten von Samsung vorhanden und erlaubt, nahezu alle (kompatiblen) Heimgeräte mit dem Mobilgerät zu bedienen. In diese umfassende Vernetzung des ganzen Haushalts kann neben dem Smart-TV beispielsweise der Heimcomputer integriert werden, und sogar Waschmaschine oder Klimaanlage lassen sich bei Bedarf damit steuern. Die Funktionen lassen sich in Form einer Fernsteuerung nutzen, so dass unter anderem der Geschirrspüler aus der Ferne bedient werden kann oder die Waschmaschine so eingestellt werden kann, dass sie gerade fertig ist, wenn der Nutzer nach Hause kommt.
Chromecast als sinnvolle Alternative?
Auch Google will im Hype um den Smart-TV mitmischen. Mit Chromecast bietet das Unternehmen eine interessante Alternative, um den bisher doch eher trägen Smart-TV Oberflächen entgegenzuwirken. Das Streamen und Wiedergeben von Onlineinhalten soll auf diese Weise deutlich leichter von der Hand gehen und wird durch den kompakten Chromecast Stick ermöglicht, der zu einem Preis von rund 60 Franken zu haben ist. In der Tat funktioniert die Verbindung zwischen Tablet und Fernseher auf diese Weise einfach und schnell, denn der Stick muss lediglich an einen HDMI-Anschluss des Fernsehers und gleichzeitig mit einem USB-Kabel an die Stromzufuhr angeschlossen werden. Danach wählt sich Chromecast in das heimische Netzwerk ein und sucht das dort ebenfalls angemeldete Tablet – und schon steht die Verbindung. Gerade für Laien ist die Nutzung denkbar einfach und komfortabel und könnte damit eine wirkliche Alternative sein. Allerdings ist der Stick von Chromecast noch keine vollumfängliche Lösung, denn im Moment lassen sich nur Google-Dienste wie YouTube oder Google-Play nutzen, ein komplettes Spiegeln des Tablet-Bildschirms ist mit ihm also (noch) nicht möglich.

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