Die Piega C 2 ist ein kompakter Lautsprecher der sowohl fürs Auge wie auch das Ohr sehr viel bietet.
Auf die Spitze getrieben
Die rückwärtige Rundung hilft, stehende Wellen im Gehäuse zu vermeiden und stabilisiert dieses zusätzlich zu den obligaten Innenverstrebungen.
Ein regelrechtes Schmuckstück ist die C 2 nicht nur von vorne, auch von hinten zeigt sie liebevolle Fertigungsdetails wie das massive Vollmetall-Terminal.
Kompakt, aber nicht Micro
Aber auch fürs Auge ist diese Plazierungsart eine Wohltat: Speziell mit dem passenden Vollmetall-Design-Ständer (Fr. 1280.-/Paar) will die C 2 rundherum bewundert werden.
Sound mit Klasse
Ein Auftritt, dem die klanglichen Leistungen in nichts nachstehen: Als erstes fällt die referenzverdächtige Konturiertheit der Tieftonwiedergabe auf: Reichlich Tiefgang kombiniert mit exzellenter Impulstreue machen einen akustischen Jazzbass überhaupt erst als Musikinstrument mit verschiedenen Klangfarben hörbar, wo viele Lausprecher nur ein dumpfes Einerlei zeichnen.
Transparenz und Feinzeichnung

Das Markenzeichen von Piega: Bändchen-Hochtöner mit exzellentem Impulsverhalten
Der Bändchenhochtöner ist an dieser Spielfreude natürlich nicht unbeteiligt und kreiert mit seinem hohen Mass an Transparenz und Feinzeichnung ein kristallklares Top-End.
Für alle Musikarten
Auch ein schöner Rücken kann entzücken...Dies erweist sich in der Hörpraxis jedoch als problemlos. Immerhin sollte man die Elektronik passend zu diesem Toplautsprecher aussuchen und eher "wohltemperierte" denn analytische Komponenten aussuchen.
Dass man in dieser Preisklasse auch auf die Verkabelung vermehrt Augenmerk richten sollte, ist selbstverständlich.
Solches Klangtuning lohnt sich bei der C 10 LTD, denn so kann man mit diesem Lautsprecher eine ausserordentlich hohe Langzeit-Zufriedenheit sicherstellen.
Interessant war auch, dass die Piega selbst bei wandnaher Aufstellung nie zum Dröhnen neigte und lediglich kräftigeren aber immer noch definierten Bass produzierte.
Spielfreude
Natürlich war die Hörtest-Crew auch bei diesem Lautsprecher bemüht, Fehler oder zumindest Schwächen auszumachen.Für einmal gelang dies aber selbst bei kritischer Einstellung kaum. Je länger man mit dieser Box hörte, umso mehr erlag man nämlich dem Genussfaktor, den sie bei allen Musikarten reichlich ins Spiel bringt.
Die Testprotokolle lesen sich im Nachhinein jedenfalls wie ein Loblied. So brachte es ein Hörer treffend auf den Punkt: "Höchste Transparenz und Spielfreude, verbunden mit klanglicher Schönheit und Wärme".
Bleibt vielleicht anzufügen, dass die C 10 LTD auch punkto räumlicher Abbildung Spitze ist und kleine wie grosse Ensembles sowie Solisten genauso weiträumig wie präzise in den Hörraum zaubert. Kompliment nach Horgen: War man vorletztes Jahr vielleicht noch etwas erschrocken ob der überragenden analytischen Fähigkeiten des Topmodells C 40, präsentiert Piega nun günstigere Ableger der gleichen Spitzentechnologie, die sich als rundum homogen erweisen und unlimitierten Musikgenuss versprechen.
Zwar erscheint der Preis von 20 000 Franken auf den ersten Blick hoch, doch angesichts des extremen Material- und Fertigungsaufwands – insbesondere im Vergleich zur internationalen Konkurrenz – als durchaus fair und konkurrenzfähig.

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