TESTBERICHT
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Publikationsdatum
30. April 2012
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Dank der Integration der AirPlay-Technologie bietet der T-4070 zudem die Möglichkeit, sich nahtlos in die Apple-Welt als Abspielgerät einzubinden. Damit kann Musik direkt von iPad oder iPhone über den T-4070 auf die Stereoanlage gestreamt werden. Ob sich die hohen Versprechungen in der Praxis alle erfüllen, wollten wir genauer wissen.

Verarbeitung und Ausstattung

Die Freude am Gerät beginnt schon beim Auspacken. Das 5,8 kg schwere Gerät, welches über ein schwingungsdämpfendes Chassis verfügt, ist in jeder Hinsicht sauber verarbeitet. Die Front aus gebürstetem Aluminium wirkt aufgeräumt und ist ein echter Hingucker. Die grossen Standfüsse geben dem Gerät einen stabilen Halt.

Der Netzwerk-Tuner ist üppig mit Anschlüssen ausgestattet. Neben den vergoldeten Cinch-Buchsen für den analogen Line-Ausgang ist sowohl ein koaxialer als auch ein optischer Digitalausgang vorhanden. Für die professionellen Nutzer besitzt der T-4070 zusätzlich einen nach der Norm AES3 spezifizierten AES/EBU-Ausgang. Auf der schicken Front findet sich zudem ein USB-Eingang, welcher Musik von einem USB-Stick, einer Festplatte oder iPhone/iPod/iPad entgegennimmt. Die Anschlüsse sind gut ins Gehäuse eingepasst und sehen auch nach mehrmaligem Umstecken nicht abgenutzt aus.

Die Rückseite mit ihren vergoldeten Anschlüssen.Die Rückseite mit ihren vergoldeten Anschlüssen.

Im Inneren des Gerätes schlummern zwei separate 24 Bit Digital-Analog-Wandler vom Spezialisten Wolfson, die unter Kennern einen sehr guten Ruf bezüglich der Audioeigenschaften besitzen. Man darf also vom T-4070 auch im Hörtest einiges erwarten.

Bedienung

Wie bei jedem normalen Tuner wird auch beim T-4070 eine Fernbedienung mitgeliefert. Wie von Onkyo gewohnt, ist sie sehr schlicht und übersichtlich ausgefallen. Die Tasten sind logisch angeordnet und gut beschriftet.  Ansonsten ist sie eine ganz normale Standardfernbedienung ohne besondere Extras.

Wer über ein Smartphone oder Tablet mit Apple iOS oder Googles Android verfügt, wird die Fernbedienung jedoch kaum brauchen. Mit der kostenlosen App „Onkyo Remote“ erhält man bequemen Zugriff auf nahezu alle Funktionen. Da lassen sich die Internetradiostationen anwählen oder der Dienst für Spotify aufrufen.  Voraussetzung ist natürlich ein installiertes WiFi-Netzwerk, damit sich die „Onkyo Remote“-App mit dem T-4070 verbindet. Der T-4070 verfügt leider über kein WLAN-Modul und muss per Kabel ins Netzwerk eingebunden werden.

Die elegante Fernbedienung.

Theoretisch lässt sich der T-4070 auch mit Display und Gerätetasten bedienen. Aus grosser Distanz wirkt das Display jedoch ziemlich klein und das Scrollen durch die Musiksammlung ist mühselig. Schön wäre hier ein grosses Display mit farbiger Coveranzeige und strukturierter Menüführung.

Gerade bei der Suche nach Titeln in grossen Musikarchiven auf der Festplatte oder dem Spotify Dienst ist die Bedienung übers das Tablet oder Smartphone fast schon ein Muss.

Im Netzwerk

Dank der integrierten Apple AirPlay-Technologie lassen sich Musikstücke direkt vom Smartphone oder Tablet auf das Onkyo-Gerät streamen. Dazu klickt man beim iPad auf das Airplay Icon oben rechts und wählt den T-4070 als Abspielgerät aus. Schon wird die Musik vom iPad über den T-4070 abgespielt. Elegant kann man so auch die iTunes-Library vom PC/Mac übers iPad auf den T-4070 routen. Dazu aktiviert man in iTunes die Freigabeoption und schon erscheinen die Titel in der Standard Musik App des iPads.

Ausserhalb der Apple-Welt bedient man sich des DLNA-Standards. Praktisch jedes NAS unterstützt heute DLNA in Form eines UPnP-Servers wie TwonkyMedia. Am Gerät oder besser mittels der Onkyo App lassen sich die UPnP-Server vom NAS oder PC anwählen. Die Onkyo App bietet einen einfachen Browser für die vom Server bereit gestellten Musikfiles. Über DLNA können auch die von iTunes leider sträflich vernachlässigten FLAC-Dateien mit bis zu 24 Bit und 96 kHz Samplingfrequenz über den T-4070 abgespielt werden.

Die originale App von Onkyo.

Eigentlich müsste auch die Lautstärkeregelung über die Onkyo App funktionieren, leider war dies mit der aktuellen Firmware nicht möglich. Auch die Erstellung von Playlists oder nur schon die Angabe der Laufzeit der Musikstücke sucht man vergeblich. Die Benutzerführung ist zudem nicht sehr liebevoll umgesetzt. So gut sich die „Onkyo Remote“ App als Ersatz für die Ferndienung präsentiert, so mässig vermögen die Audioplayer-Funktionen zu gefallen. Selbst der Stop-Button wollte nicht ansprechen. Hoffentlich wird dies mit einem Update korrigiert.

Selbstverständlich lässt sich der Onkyo T-4070 auch mit anderen Musikplayer Apps mit integriertem DLNA/UPnP-Controller verwenden. Bedingung ist, dass der T-4070 in der App als Renderer angewählt werden kann, was längst nicht alle Apps gerade unter iOS anbieten.

Auf dem iPad am bekanntesten ist sicher der PlugPlayer. Er glänzt mit einer schönen Grafik und Playlists, quittierte am T-4070 aber bisweilen seinen Dienst.  Problemos hamonierte der T-4070 mit der 8Player iPad App über DLNA. Der 8Player wählt Musikstücke deutlich schneller und präsentiert sich allgemein deutlich stabiler als der PlugPlayer. Auch die Erstellung von Playlists macht mit dem 8Player mehr Spass.

Auf Android ist BubbleUPnP die wohl zurzeit ausgereifteste App für UPnP-Controller. Sie funktioniert perfekt mit dem T-4070 und lässt kaum Wünsche offen. Doch leider reagiert der T-4070 mit allen Apps weder auf die Lautstärkeregelung noch auch die Vor-/Rücklauf-Funktion. Auch „Gapless Playback“ (unterbrechungsfreie Wiedergabe) wird mit der aktuellen Firmware nicht unterstützt. Dadurch entstehen zwischen den Stücken einer Playlist relativ lange Unterbrechungen, was bei durchgängigen Live-Aufnahmen oder Sinfonie-Konzerten stört.

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