Olympus Pen E-P1 in Silber mit angesetztem Standardzoom 14-42mm, dessen Brennweite einem 28-84mm bei Kleinbild entspricht.Mit der Pen E-P1 bietet Olympus eine 12-MPx-Systemkamera an, die wenig Platz in einer Tasche braucht, sich aber dennoch mit Wechselobjektiven für unterschiedliche Aufgaben rüsten lässt.
Der Name "Pen" stammt von einer erfolgreichen Kameraserie aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ausschlaggebend für den Erfolg der damaligen Pen-Serie sollen die einfache Bedienung und das kompakte, gefällige Design gewesen sein. Mit der nun ebenfalls "Pen" genannten Digitalkameraserie und durch ein Retro-Design hofft Olympus, die Erfolgsgeschichte von damals zu wiederholen, sprich den Erfolg aus der Vergangenheit in die Zukunft zu übertragen.
Das Pen-System
Die Pen E-1P ist die erste Kamera von Olympus für das Kamera-Wechselobjektiv-System "Micro FourThirds", das Olympus und Panasonic 2008 vorgestellt hatten. Während Panasonic seither bereits vier Kameras und dazu sechs Objektive auf den Markt brachte, ist das Angebot von Olympus momentan auf die P1 und zwei Standardobjektive beschränkt. Konkret handelt es sich um ein flaches 17 mm-Objektiv, das einem 34 mm bei Kleinbild (KB) entspricht, und um ein 3fach-Zoom mit 14-42 mm (KB: 28-84 mm).
Für 2010 hat Olympus aber inzwischen weitere Objektive vorangekündigt, darunter befinden sich ein 9-18 mm-Weitwinkelzoom (KB: 18-36 mm) und ein 14-150-mm-Superzoom (KB: 28-300 mm). Bereits Anfang 2010 wird zudem eine 250 Franken teurere Variante der P1 erscheinen. Diese P2 (siehe News-Artikel) kommt mit einem aufsteckbaren elektronischen Sucher sowie einer Schnittstelle (Accessory Port) für diesen Sucher und anderes Zubehör (externes Mikrofon).
Body and Soul
Die P1 ist eine kompakte Lifestyle-Kamera in einem wertigen Metallgehäuse mit einer niedrigen, in die Breite gezogenen Silhouette. Kein Bedienelement ragt aus dem Kamera-Body heraus - nicht einmal das Betriebsartenrad. Das schnörkellose Design erinnert an eines der alten Pen-Erfolgsmodelle und soll auch Design-Fans und Frauen ansprechen. Die Griffleiste aus Kunstleder und die oben aufgesetzte, zu den Seiten zulaufende Kappe tragen zum Retro-Look bei.
Erhältlich ist die P1 in Weiss und in Silber (mattes Aluminium), wobei die Griffleiste auf der Vorderseite und der Tastenbereich auf der Rückseite dazu in Beige respektive Schwarz gehalten sind. Die baugleiche P2 kommt dagegen in seidig glänzendem Schwarz.
Das 14-42 mm-Objektiv gibt es wahlweise in Silber und in Schwarz, das 17 mm nur in Silber.
Innere Werte
Von den technischen Daten hat die P1 vieles mit der später vorgestellten Panasonic und von uns getesteten GF1 gemeinsam. Die Auflösung beträgt rund 12 Megapixel und gefilmt wird in HD 720p mit 30 fps (Motion-JPEG im AVI-Container), wobei die Aufnahmedauer pro Clip auf sieben Minuten beschränkt ist. Fotos lassen sich als JPEGs, als RAW oder in beiden Formaten simultan aufzeichnen. Serienfotos sind mit 3 fps möglich.
Als Speichermedium dient eine SD/SDHC-Card und nicht die bei Olympus übliche und sehr beschränkte xD-Picture-Card. Die SD-Karte steckt zusammen mit dem Lithium-Ionen-Akku für 300 Bilder in einem Fach im Kameraboden, was beim Einsatz ab Stativ den Akku- und den Kartenwechsel erschwert.
Als Sucher dient der 3-Zoll-LCD. Er bietet einen grossen Einblickwinkel, jedoch nur die übliche Auflösung mit 230'000 Bildpunkten. Letzteres ist in dieser Klasse nicht gerade zeitgemäss und zudem umkomfortabel für die Bildbetrachtung und beim manuellen Scharfstellen, bei dem zumindest eine Lupenfunktion hilft. Optional gibt es zum 17-mm-Objektiv einen kleinen optischen Aufstecksucher. Der elektronische Sucher zur P2 kann leider nicht an der P1 genutzt werden kann.
Ein grosser Vorteil der P1 ist ihr beweglicher Sensor, der die Bildstabilisierung mit jedem Objektiv ermöglicht. Was der P1 dagegen eindeutig fehlt, ist ein eingebauter Blitz. Stattdessen muss man den optionalen Aufsteckblitz verwenden, der dann jedoch das Betriebsartenrad etwas verdeckt.
Bilder knipsen
P1 von oben mit dem Betriebsartenrad links, das unter der aufgesetzten Kappe liegt. Angesetzt ist das Pancake-Objektiv F:2,8 17mm.Insgesamt stehen acht Betriebsarten, davon ein Filmmodus und sieben Fotomodi zur Wahl. Für kreative, erfahrende Fotografen gibt es neben dem M-Modus für das manuelle Einstellen einer geeigneten Blenden-Zeit-Kombination noch die klassische Programmautomatik (P) sowie die beiden Halbautomatiken "Zeitvorwahl" (S) und "Blendenvorwahl" (A). Wer es einfacher liebt und alle Einstellungen der Kamera überlassen will, der nutzt entweder den iAuto-Modus, der verschiedene Motive erkennt und passende Einstellungen vollautomatisch vornimmt, oder der wählt im SCN-Modus eines von 14 Motivprogrammen (Scene-Modes).
Eine Olympus-Spezialität ist der ART-Modus, bei dem mit einem von sechs (P2 mit acht) verschiedenen Effekten fotografiert wird (siehe SlideShow). Die ART-Filter können, im Gegensatz zu den ebenfalls verfügbaren Bildstilen, leider nicht in ihrer Intensität gesteuert werden. Da sich die Effekte jedoch nachträglich im mitgelieferten Bildprogramm "Olympus Master" auf Fotos im RAW-Format anwenden lassen, sollte man normal fotografieren und den Effekt am PC auf Bilder anwenden.
Für den Filmmodus muss man im Menü festlegen, ob man im P-, A- oder in einem Art-Modus filmen möchte. Zur Auswahl steht neben HD 720p (1280 x 720 px) auch die VGA-Auflösung (640 x 480 px). Gefilmt wird in Stereo, doch ein Anschluss für ein externes Mikro fehlt leider.
Berührend
Bei der silbernen P1 ist der Bereich mit den Tasten schwarz. Links oben ist das Betriebsartenrad zu sehen, rechts oben das silberne Daumen-Einstellrad und unten das zweite Einstellrad, das gleichzeitig auch eine Vierwege-Taste ist.Die Kamera fühlt sich wertig an und liegt durch ihre breite Form gut in der Hand. Das griffige Betriebsartenrad steckt unter der erwähnte Kappe auf der Oberseite, wird aber von hinten mit dem linken Daumen verstellt. Ansonsten befinden sich auf der Oberseite nur derZubehörschuh, der Einschalter und die Plusminustaste. Auf der Rückseite gibt es neben sechs Tasten oben ein grossflächiges Daumenrad für Belichtungseinstellungen und Zoomlupe und unten ein Bedienelement, das eine Kombination aus Einstellrad und Vierwege-Taste darstellt und für die Navigation in Menüs und Bildern dient. Als Vierwege-Taste werden die Einstellsets für Weissabgleich, AF-Modus, Bildtransport und ISO aufgerufen. Ansonsten wird im A-, S oder M-Modus mit diesem Rad die Zeit oder die Blende verstellt. Ganz ideal ist dieses Bedienelement jedoch nicht, denn im Eifer eines Fotogefechts kann dabei schon mal etwas unbeabsichtigt verstellt werden. Immerhin kann die Funktion der beiden Drehräder übers Kameramenü festgelegt werden.
Das Menü bietet ansonsten die für eine Systemkamera typische Menge an Konfigurationsmöglichkeiten und wirkt damit etwas überladen. Die Menüstruktur ist stark verbesserungswürdig und dabei der Einsatz von mehr Farbe wünschenswert. Gerade in den Individualeinstellungen findet man nicht auf Anhieb das Gesuchte. So ist die Einstellungen für die Rauschminderung und die -unterdrückung im Menüeintrag "Auflösung/Farbe/Weissabgleich" untergebracht.
Bilder
Ähnlich wie OLED-TVs benötigen auch Mini-LED-Fernseher einen wirklich leistungsfähigen Bildprozessor, um aktuelle UHD-Filme wie sie beispielsweise auf Netflix sehr zahlreich vorliegen, adäquat auf die 4K-Displays zu zaubern. Hier verfügt TP Vision (der Hersteller von Philips-TVs) mit der hauseigenen P5 Engine über genügend Rechenpower. Die jüngste Ausgabe ist als Doppelprozessor ausgelegt und passt mit nochmals verbesserter «künstlicher Intelligenz» die Parameter fortlaufend dem jeweiligen Bildinhalt an. Wichtig ist auch der Schaltkreis namens «Micro Dimming Premium». Er spricht die 1024 Belichtungszonen individuell an und sorgt so für saubere Schwarz-Weiss-Übergänge.
Das Mini-LED-Display des Philips 65PML9506 im Test realisiert bis zu 1500 Nits Spitzenhelligkeit. Das ist sehr viel und wird in abgedunkelten Räumen kaum je benötigt. Bei taghellem Umgebungslicht punktet der Mini-LED-Fernseher dafür mit besonders brillanten Bildern, wie sie ein OLED-TV kaum zustande bringt. Natürlich ist der Philips 65PML9506 mit einem Sensor ausgestattet, der das Umgebungslicht misst und die Bildverarbeitung automatisch anpasst. Die «AI» des Bildprozessors bezieht das gemessene Licht in seine Berechnung mit ein. Dies ist gerade auch im HDR-Modus wichtig: Der hilips 65PML9506 im Test unterstützt sämtliche HDR-Verfahren zur Steigerung des Kontrastumfangs. Auch hierbei wird das Umgebungslicht beim Abgleich miteinbezogen.
Mini-LED-Displays in VA-Technologie verfügen über ein Diffusionsfilter, welches den seitlichen Blickwinkel erweitert sowie eine Quantum-Dot-Beschichtung zur Verbesserung der Farbwiedergabe.Die Olympus Pen E-P1 ist in Silber eine edle und attraktive Kamera, die sich äusserlich und durch die Wechselobjektive von der Masse der Digitalkameras abhebt. Sie bietet einen zeitgemässen Funktionsumfang und verzichtet dabei auf übertrieben viele Gimmicks. Mit dem fehlenden Blitz und dem auffälligen Rauschen bei höheren ISO-Werten ist sie eher eine Schönwetterkamera für draussen, denn dort liefert sie scharfe Fotos in guter Qualität. Durch ihre Abmessungen und ihr geringes Gewicht samt den ebenso kompakten Objektiven ist die Pen E-P1 ideal für Ausflüge und Reisen von versierten und/oder stilbewussten Digitalfotografen.
Interessant ist die Kamera zudem für Besitzer von FourThirds-Objektiven oder von anderen Objektiven, die sich mit den leider nicht billigen Adaptern an der P1 samt Bildstabilisierung nutzen lassen.
Verglichen mit der GF1 von Panasonic bietet sie weniger Funktionen und ist nicht ganz so bedienungsfreundlich. Die Bildqualität der P1 ist jedoch eine Spur besser (neutrale Farben, Schärfe), wenn man vom Rauschen absieht. Auch der kamerainterne Bildstabi spricht für die P1.

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