19. Juli 2019 | seit 1999
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Publikationsdatum
9. Juli 2019
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Sony ergänzt ihre 1000X-Kopfhörerfamilie mit dem neuen In-Ear-Ohrhörer WF-1000XM3 und verspricht nebst erstklassigen Klangeigenschaften eine branchenführende Qualität beim Noise Cancelling (Geräuschunterdrückung). Unter dem Begriff «True Wireless» ergänzt der neue WF-1000XM3 den Bügelkopfhörer WH-1000XM3 von Sony mit gleichwertiger Technologie im Kleinstformat. 

Dual Noise Cancelling

Die neue Sensor-Technologie des WF-1000XM3 von Sony misst die Umgebungsgeräusche mit zwei Mikrofonen, sowohl ausserhalb des Ohrhörers als auch innerhalb. Daraus resultiert eine hybride Geräuschanalyse, die im Endeffekt zu einem effektiveren, weil exakteren Noise Cancelling führt. Der Unterschied zu herkömmlicher Geräuschkompensation besteht in der verbesserten Performance bei diffusen Störgeräuschen. Letztere sind weniger offensichtlich als die typischen und auffälligen Störgeräusche (z. B. Stadtverkehr im Hintergrund ist eher diffus). 

Sony verwendet sowohl beim neuen WF-1000XM3 als auch beim Bügelkopfhörer WH-1000XM3 einen High-Definition-Noise-Cancelling-Prozessor mit dem Namen QN1e.

Unglaubliche Packungsdichte: Der WF-1000XM3 von Sony in Explosionsansicht.

Hohe Klangqualität

Obwohl Sony bei der Information über den WF-1000XM3 auf 24-Bit-Signalverarbeitung im QN1e-Prozessor verweist, soll nicht der Eindruck entstehen, als dass echte HiRes-Qualität «wireless» mit Bluetooth möglich gemacht wurde. Der neue Bluetooth-5.0-Standard bringt keine verbesserte Klangqualität mit ein. Im Vergleich zum Vorgänger-Standard 4.2 sind grössere Datenraten, eine deutlich erhöhte Reichweite und eine verbesserte Konnektivität erzielt worden.

Der WF-1000XM3 unterstützt die Audioformate SBC (low complexitiy subband codec) für ansprechende Klangqualität bei mittleren Datenraten und AAC (Apple Audio Codec). Mit dem eingebauten DSSE HX (digital sound enhancement engine) soll die Klangqualität bei stark komprimierten MP3-Musikdaten zudem deutlich verbessert werden.

Dank Bluetooth 5.0 empfangen beide Ohrhörer das Signal exakt gleichzeitig ohne Latenz (Zeitverzögerung). Diesem Aspekt dürfte die versprochene Klangqualität weitgehend geschuldet sein.

Auch die Latenz von der Quelle zu den beiden Ohrhörern wurde so stark minimiert, dass z. B. beim Anhören von Filmen und TV-Sendungen die Lippensynchronität gewährleistet ist.

Maximaler Komfort

Die Komfort-Aspekte beim WF-1000XM3 sind umfangreich: Das elegante Etui mit integriertem Akku dient gleichzeitig als Ladestation für unterwegs. Mit einer Schnellladefunktion kann der WF-1000XM3 in 10 Minuten für eine weitere Betriebsdauer von 90 Minuten getankt werden. Der WF-1000XM3 sitzt angenehm im Ohr und kann dank Ohrpolstern in vier verschiedenen Grössen den eigenen Lauschern gut angepasst werden.

Die Komfort-Funktion «Quick-Attention» erlaubt das Tragen des WF-1000XM3 während eines Gesprächs. Man braucht bloss den Finger an den linken Ohrhörer zu legen, um den Gesprächspartner gut zu hören. Die Touch-Sensoren können individuell programmiert werden, zwecks Abspielen, Pausieren oder Überspringen eines Tracks. Die Musik stoppt automatisch, wenn der Nutzer einen der beiden Ohrhörer abnimmt. Last but not least kann man mit dem Ohrhörer auch via Sprachassistenten kommunizieren und mit der Headphones Connect App gibt es noch eine Vielzahl weiterer Anpassungsmöglichkeiten.

Schwarze Ausführung des Sony WF-1000XM3 mit Lade-Etui für maximale Autonomie während 32 Stunden.

Akkulaufzeit

Ohne die Ladereserve im Etui läuft der WF-1000XM3 maximal 6 Stunden bei ununterbrochener Musikwiedergabe und aktivierter Geräuschunterdrückung oder 9 bis 15 Stunden auf Standby mit oder ohne Geräuschunterdrückung. Mit dem Etui hat man drei volle Ladungen dabei, was dann in einer maximalen, gemittelten Betriebsdauer ohne Zugang zu einer Netzsteckdose von 32 Stunden resultiert.

Der WF-1000XM3 von Sony kommt im August auf den Markt und kostet 249 CHF.

avguide.ch meint

Der neue WF-1000XM3 von Sony entspricht zurzeit wohl dem technisch machbaren bei den Bluetooth-Ohrhörern mit Noise Cancelling. Wir sind allerdings gespannt, ob die drahtlose Übertragung von hochauflösenden Musikdaten, genannt HiRes, in Bälde möglich sein wird. Die Datenrate von Bluetooth 5.0 würde dem nicht im Wege stehen, aber die Anwendungsprioritäten sind zurzeit noch anders gewichtet. Wer heute HiRes will, kann noch nicht auf Kabel verzichten, will aber vermutlich auch nicht unbedingt.

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