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Publikationsdatum
8. Juni 2017
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Sie kennen das: Man geht an einem Haus vorbei, Musik klingt aus dem offenen Fenster, und man kann innert einer Sekunde beurteilen, ob diese Musik aus einer Konserve stammt oder live gespielt wird.

Womit hängt es zusammen, dass dieses Urteil so leicht zu fällen ist? Sind es die Raum-Resonanzen, die unterschiedlich angeregt werden? Oder ist es Lautstärke der Wiedergabe, die Verteilung der Instrumente im Raum gegenüber den «mickrigen» Lautsprecherboxen? Offenbar funktioniert die Unterscheidung sogar über Telefon: Man kann ohne Mühe beurteilen, ob die Musik am anderen Ende live oder ab Lautsprecher kommt.

Wenn man herausfinden könnte, was die Ursachen sind, könnte man bessere Wiedergabesysteme bauen. Und wohl auch bessere Aufnahmesysteme. Dies unter der Annahme, dass wir als Ziel eine möglichst Live-haftige Wiedergabe zuhause anstreben.

Mit der heutigen Musikproduktionstechnik ist dies nicht das Ziel. Die heutige Technik versucht eine «ansprechende» Wiedergabe zu erreichen. Es handelt sich um ein Kunstprodukt mit dem Tontechniker als zusätzlichem Künstler. Gemacht für die heute verwendeten Ausrüstungen der Aufnahme- und Wiedergabetechnik. Aber, wie wir am Beispiel mit der Musik am Fenster sehen, gibt es durchaus auch andere Wiedergabeziele.