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Publikationsdatum
22. Februar 2010
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Full LED-Backlight für besseren Schwarzwert und höheren Kontrast bietet z.B. Philips im 52PFL9704.

LCD-Fernseher erzeugen das Bild mit Hilfe von Flüssigkristallen, die von einer Lichtquelle im Hintergrund des Panels durchleuchtet werden, Dieses Hintergrundlicht (Backlight) besteht ursprünglich aus Kaltkathodenstrahlröhren, so genannten CCFLs, die nebeneinander angeordnet sind. Sie haben den Nachteil, dass sie das Bild ungleichmässig ausleuchten und einen relativ geringen Kontrastwert ergeben.

Seit gut einem Jahr setzen sich LCD-Fernseher mit LED-Hintergrundbeleuchtung durch. Mit diesen können die genannten Nachteile je nach Bauweise weitgehend eliminiert werden. Mit LEDs ist es möglich, eine Vielzahl kleiner Lichtquellen über die ganze Panelfläche verteilt anzubringen, was eine regelmässigere Ausleuchtung ergibt. Zudem können die LEDs blockweise in ihrer Helligkeit gesteuert (gedimmt) werden, und zwar mit der für die Bildwiedergabe nötigen Geschwindigkeit. Einzelne Bildteile erscheinen so hell, und andere werden schwarz. Damit wird gegenüber den Leuchtstoffröhren ein deutlich höherer dynamischer Kontrast erreicht. LEDs haben als weitere Vorteile eine längere Lebensdauer als die Röhren, und sie verbrauchen weniger Energie.

Unterschiedliche Konstruktionen

Von der Seite beleuchtet: Mit der Edge-Lit-technologie sind sehr dünne TVs realisierbar. (Bild: Philips)

Im Aufbau der LED-Hintergrundbeleuchtung werden aktuell drei Varianten eingesetzt. Bei der Edge-Lit Technologie sind die LEDs seitlich an den Rändern des Panels angebracht. Das Backlight leuchtet das Bild also von seinen vier Kanten her aus.

Diese Anordnung führt zu einem nicht völlig regelmässigen Hintergrundlicht, und auch die Helligkeitsregelung der LEDs kann nicht für einzelne Bildelemente erfolgen, so dass der Kontrastwert im Rahmen der traditionellen Hintergrundbeleuchtung bleibt. Mit dieser Konstruktion sind jedoch LCD-Fernseher mit sehr geringer Bautiefe und geringem Stromverbrauch realisierbar.

Full-LED

Von hinten beleuchtet: Die Full-LED-technologie erlaubt es, die Bildsegmente individuell zu dimmen. (Bild: Philips)

Bei der Full-LED Backlight-Technologie sind die LEDs über das ganze Panel verteilt. Dies verunmöglicht die geringe Bautiefe der Geräte mit Edge-Lit-Technologie, und da wesentlich mehr LEDs zum Einsatz kommen, steigt auch der Energieverbrauch wieder an - wobei aber gegenüber der Röhren-Hintergrund-beleuchtung immer noch Energie gespart wird.

Die Anordnung der LEDs erlaubt es, einzelne Segmente des Bildes gezielt entsprechend dem Bildinhalt in der Helligkeit zu steuern. Einzelne Segmente können in dunklen Szenen ganz ausgeschaltet werden, so dass ein tiefes Schwarz entsteht. Diese Full-LED-Technologie erreicht sehr hohe dynamische Kontrastwerte.

RGB-LED

RGB-LED-Backlight: Die aufwendige Variante verspricht natürlichere Farben und den höchsten Kontrast (Bild: Samsung)

Beim Kameramenü sind die Änderungen moderater ausgefallen, wenngleich die Kamera nun noch mehr zum Einstellen bietet. Das Menü gliedert sich in fünf vertikale Reiter mit mehreren (bis zu 10) Seiten zu je fünf Menüeinträgen. So richtig übersichtlich ist diese Menge nicht. Es braucht auch Zeit beim Blättern. All zu häufig wird das Menü jedoch nicht bemüht werden müssen, da die wichtigsten Einstellungen über Tasten und die zwei Drehräder vorgenommen werden können.

Anstelle des Menüs können die wichtigsten Aufnahmeparameter auch über das Quickmenü geändert werden. Dafür werden oben und unten im Sucherbild je eine Menüleiste eingeblendet, wo einzelne Werte schnell gewählt und geändert werden können. Der Inhalt des Quick-Menüs lässt sich übrigens vom Benutzer auch selbst zusammen stellen.

Wie schon bei der GH2 erweist sich der Touchscreen als praktisch und bietet nun mehr Bedienungsmöglichkeiten. So lassen sich im Wiedergabemodus Bilder mittels Fingerbewegung durchblättern. Praktisch ist auch der Touch-AF. Ist dieser aktiviert, tippt man im Sucherbild auf eine Stelle, fokussiert die Kamera dorthin und löst danach aus.

Bei der Touchscreen-Bedienung als etwas hinderlich erwies sich der Näherungssensor für die automatische Monitor/EVF-Umschaltung: Als Rechtshänder ist es dem Tester immer wieder passiert, dass die Bewegung der rechten Hand zum links ausgeklappten Touchscreen immer wieder kurz den Näherungssensor verdeckte und diesen so zum Ausschalten des Monitors bewegt hat - obwohl die Sensorempfindlichkeit auf "schwach" eingestellt  war. Auch bei Aufnahmen mit ausgeklapptem Monitor aus Bauchhöhe schaltet die Kamera gerne vom Monitor auf den EVF um. Falls nötig, kann diese Umschaltautomatik deaktiviert und dann manuell per Funktionstaste zwischen Monitor und EVF gewechselt werden.