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Klingende Skulpturen: Die audiophilen Lautsprecher von Vivid Audio sind die Essenz der Forschung und Weiterentwicklung der Nautilus Technologie von Laurence Dickie Klingende Skulpturen: Die audiophilen Lautsprecher von Vivid Audio sind die Essenz der Forschung und Weiterentwicklung der Nautilus Technologie von Laurence Dickie

Die Schweiz hat ihn wieder, ihren verlorenen Sohn, der auszog, um in der weiten Welt den Sound zu verbessern. Robert Trunz hat im Ausland viel bewirkt und ist nun wieder in die Schweiz zurückgekehrt. avguide.ch hat ihn besucht und geradezu sensationelle klangliche Eindrücke erhalten.

Live oder Reproduktion?

Blitzartig stellt sich mir die Frage: Live oder elektroakustische Wiedergabe?

Obwohl ich ganz und gar nicht im Sweet Spot stehe, umhüllen mich zauberhaft schöne Klänge. Mit meinen optischen Sensoren prüfe ich, ob da nicht irgendwelche Musiker versteckt ihre betörenden Klänge zum besten geben.

Doch die Realität sieht ganz anders aus: Ich stehe im grossen Abhörraum der Art&sound Gallery, und zwar seitlich vorne neben einer Vivid Audio Giya 3. Robert Trunz hantiert am Boden knieend an seiner Anlage und wartet, mich mit einem verschmitzten Lächeln ansehend, auf meine Reaktion. Und die könnte erstaunter nicht sein.

Jetzt begebe ich mich zum eigentlichen Sweet Spot, also der optimalen Hörzone dieser Anlage, die mir immens gross erscheint. 

Obwohl ich in meiner Karriere als Audio-Berichterstatter und aktiver Musiker bereits einiges an Nonplusultra-High-End gehört habe, stelle ich fest: Die Plastizität des Klangbildes, die Transparenz und räumliche Zeichnung dieser Kombination bestehend aus Vivid Audio Giya G3 Lautsprecher, Devialet D-Premier Verstärker, Zen Sati 3 Speaker cable und einem MacMini mit external HD als Musikserver ist absolut einmalig!

Aber auch bezüglich klanglicher Schönheit und realistischem Musikempfinden erlebe ich einen echten Höhenflug. Robert spielt klangliche Kostbarkeiten ab Festplatte in höchster Auflösung, also mit einer Samplingfrequenz von 192 kHz und einer Auflösung von 24 Bit. Da darf ich die Ansicht vieler Fachleute bestätigen, dass digitale Musikreproduktionen ab Festplatte ganz gewiss mindestens abenso gut – wenn nicht besser (!?!) als ab CD/SACD-Player klingen.

Good Vibrations

Robert Trunz hat im Ausland viel bewirkt und demonstriert nun in seinem Fachgeschäft in Kriens das heute Machbare in Sachen Top-Sound-Quality.Robert Trunz hat im Ausland viel bewirkt und demonstriert nun in seinem Fachgeschäft in Kriens das heute Machbare in Sachen Top-Sound-Quality.

Robert Trunz ist, wie bereits erwähnt, zurück in seine Heimat gekehrt.

Seine neu eingerichtete Art&Sound Gallery befindet sich nicht in einem topmodernen, aber kalten Neubau aus Stahlbeton, sondern in einem stimmungsvollen, älteren und von aussen unscheinbaren Haus mit einer sehr positiven Ausstrahlung an der Horwerstrasse 64 in 6010 Kriens bei Luzern (2 Minuten von der Autobahnausfahrt).

Im Inneren fühlt man sich sofort „heimelig“, obwohl man von einer exotischen Ausstattung überrascht wird. Zu sehen und auch zu kaufen gibt es hier nicht nur wohlklingendes High End, sondern auch Skulpturen aus der Schweiz, Gemälde aus Neu Guinea, Spanien und Mexiko. Die Musik ist aus Südafrika, Brasilien, Kuba oder dem Montreux Jazz Festival auf dem Label MELT 2000, mit Airto Moreira, Flora Purim und Busi Mhlongo und das High End Audio kommt aus England und Deutschland.

Bezahlbares Top-High-End

Und wer sich auch nur kurz in den verschiedenen Abhörräumen umsieht, dem wird klar: Hier redet man weder über iPhones noch über Stöpsel-Kopfhörer und über 0815-Billig-HiFi, sondern über das Beste vom Besten, was es heute zu hören und zu kaufen gibt. Dass das für den Normal-Bürger nicht unerschwinglich ist, demonstriert Robert Trunz mit sehr unterschiedlichen Kombinationen.

Nach zwei Jahrzehnten Engagement bei B&W Loudspeakers in England, engster Zusammenarbeit mit John Bowers und Laurence Dickie bei der Entwicklung des legendären Nautilus Lautsprechers, zeigt Robert Trunz in der Art & Sound Gallery Lautsprecher von Vivid Audio und weitere ausgesuchte High End Komponenten unter anderen von B.M.C. Audio. Die audiophilen Lautsprecher von Vivid Audio sind die Essenz der Forschung und Weiterentwicklung der Nautilus Technologie von Laurence Dickie

Analog ist Trumpf

Spielen zum analogen Traumkozert auf: Vivid Audio Giya G2, der gigantische Thunder Plattenspieler von Acoustic Signature, bestückt mit SME Series IV Tonarm und der Delos Zelle von Lyra. Spielen zum analogen Traumkozert auf: Vivid Audio Giya G2, der gigantische Thunder Plattenspieler von Acoustic Signature, bestückt mit SME Series IV Tonarm und der Delos Zelle von Lyra.

Doch die Neugier treibt mich weiter in den nächsten Raum, der echt analoge Klang-Atmosphäre ausstrahlt. Was dem Betrachter hier sofort in die Augen springt, sind ein Paar attraktive Lautsprecher, besser Skulpturen, vom Typ Giya G2 und natürlich der gigantische Thunder Plattenspieler von Acoustic Signature, bestückt mit SME Series IV Tonarm und der Delos Zelle von Lyra. 

Robert Trunz legt eine Lieblings-LP von John Bowers mit dem Messias von Händel auf den Plattenteller. Was nun zu hören ist, lässt mich in höhere klangliche Ebenen entschweben. Verantwortlich für dieses Klangniveau sind natürlich auch die hier verwendeten Komponenten wie der Refereny Lautsprecher Giya G2 von Vivid Audio, die Elekronik Kombination von B.M.C. Audio mit HiRes Dac-Preamplifier, riemengetriebener CD-Player, MCCI Phono Preamp und 2 Mono Endstufen.

Wie diese Anlage Chor, Orchester und Solisten in den Abhörraum transferiert, führt bei mir zum berüchtigten „kalten Schauer über den Rücken“, von dem ich leider bei vielen heutigen Anlagen nicht mehr überrascht werde. Zudem stelle ich rein subjektiv fest, dass einen hervorragende Wiedergabe einer Vinyl-LP eine ganz andere Stimmung auslöst, als auch die denkbar beste, hochauflösende digitale Musikwiedergabe. Ob da eventuell nostalgische Gefühle mitspielen?

Room Number Three

Eleganz und Design und Ton: Die Vivid Audio vom Typ B1 stammt aus der Oval Serie.Eleganz und Design und Ton: Die Vivid Audio vom Typ B1 stammt aus der Oval Serie.

Wir gelangen in den dritten Raum, wo die kleinere Vivid Audio vom Typ B1 von der OVAL Serie angetrieben von folgender Elektronik erklingt: B.M.C. HiRes Dac-Pre, Stereo Vertärker S1, riemengetriebener CD-Transport BD1 verdrahtet mit Mavros Atlas Kabel, MAC Mini mit externer HD als Musikserver und Amarra Software.

Verständlicherweise kann diese kompakte Anlage mit den beiden vorhin gehörten Top-Kombinationen nicht ganz mithalten, denn rein vom Aufwand her sind das ja immense Unterschied. Doch wird auch hier ein ganz beachtliches klangliches Niveau geboten. Robert, noch nicht ganz überzeugt, wie es hier klingt, will in diesem akustisch nicht ganz unproblematischen Raum noch etwas experimentieren und optimieren.

Last, but not least

Klein und sehr fein....Während auf diesem Bild noch Verstärker von B&W zu sehen sind, kommen in dieser Anlage heute audiophile Geräte von Vincent zum EinsatzKlein und sehr fein....Während auf diesem Bild noch Verstärker von B&W zu sehen sind, kommen in dieser Anlage heute audiophile Geräte von Vincent zum Einsatz

Als Abschluss meines Besuchs kommen wir in den kleinen Seitenarm des Geschäfts, wo ein Paar VividAudio V 1.5, angetrieben von Vincent SV400 und CD400 plus MAC Mini mit externer HD als Musikserver und Amarra Software, in verblüffender Klangqualität musizieren. Diese Anlage sieht nicht nur schnuckelig aus, sie klingt auch höchst sympatisch. Wahrlich, auch als anspruchsvoller Musikhörer könnte man mit dieser Anlage in einem kleineren Abhörraum sehr gut leben.

Meist ist es ja so, dass es keinen Sinn hat, in kleinere Räume grosse Boxen zu stellen. In kleinere Abhörräume gehören eben auch kleinere Boxen, die mit ihrem für solche Räume richtig dosierten Bass keine unangenehmen Bass-Dröhn-Orgien produzieren. Diese Anlage überzeugt durch klangliche Stimmigkeit, feine Zeichnung und überraschend grosses Klangvolumen. Was braucht man mehr?

Good bye

Unglaublich rasch sind Stunden vergangen, und ich nehme von meinem Besuch bei der Art&Sound Gallery nicht nur ausserordentliche Klangeindrücke, sondern auch noch ein Paar von Robert Trunz gemachte Aufnahmen auf LP und CD mit nach Hause. Eines ist für mich ganz klar: Das war nicht mein letzter Besuch bei Robert Trunz und seinen klingenden Kostbarkeiten....

Geplant ist ein zweiter Besuch, bei dem mir Robert Trunz seine höchst interessanten Erlebnisse und Erfahrungen bei B&W und als Toningenieur verrät. Dieses Interview erscheint demnächst bei avguide.ch.

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