Sonntag, 20. September 2026 · seit 1999 Newsletter · Werbung · Über avguide.ch
Filmrezension

Brieffreundschaft

Mary und Max

Mary Dinkle, ist 8 Jahre alt, klein, trägt eine Brille und lebt in einem Vorort von Melbourne. Max Howowitz ist 44 Jahre alt, pummelig, leidet unter Asperger Syndrom (Form des Autismus) und lebt in New York. Mary schreibt gerne Briefe. Max antwortet.

Von Guido Dietrich ·

In Australien, so hört die 8-jährige Mary Dinkle, kommen die Kinder auf die Welt, indem die Väter sie in ihren Bierhumpen finden. Mary will wissen, ob die Kinder in den Vereinigten Staaten aus Cola-Dosen kommen. Daher schreibt sie dem ihr unbekannten Max in New York. Dieser antwortet.

Daraus entsteht eine zwanzigjährige Brieffreund-schaft zwischen dem Mädchen und dem in psychiatrischer Behandlung stehenden 44-jährigen mit vielen Höhen und Tiefen. Diese auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte hat Regisseur Adam Elliot in einenTrickfilm umgesetzt.

Schon die Geschichte allein ist interessant: die Neugier des - da in der Schule unbeliebten und bei der alkoholabhängigen Mutter wohnenden - einsamen Mädchens und die Entdeckungen, die der in sich verschlossene Mann aus der Grossstadt durch die aufkeimende Freundschaft macht.

Wirklich skurril wird der Film durch die Umsetzung. Die Liebe zum Detail in den Figuren und deren Umgebung, die klugen und witzigen Einfälle zu den unterschiedlichen Kulturen oder die schrägen Ideen, mit denen perönliche Eigenheiten plausibel erklärt werden, machen den Film zu einemwunderbaren Vergnügen.

Die besprochene DVD enthält keine deutsche Synchronfassung, jedoch gut lesbare deutsche Untertitel.

Film
FilmtitelMary und Max
LabelPathé
Jahr2010
RegieAdam Elliot
DarstellerStimmen von Toni Collette, Philip Symour Hoffman, Barry Humphries, Eric Bana
Code2
Spracheenglisch, französisch
GenreDrama
Untertiteldeutsch, französisch
AusstattungTrailer, Interview, Featurette
Bildformat16:9
TonformatDolby Digital 2.0, Dolby Digial 5.1
Bild 9 Ton 7
Der Autor Guido Dietrich
Mehr Filmrezensionen Alle Filmrezensionen →