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Filmrezension

Spielsüchtig

Avalon

Von Guido Dietrich ·
Avalon ist ein Computerspiel, ein Kriegsspiel, bei dem die Spielenden in eine virtuelle Realität eintauchen. Einige sind soweit gegangen, dass sie in der Wirklichkeit nur noch als dumpfe Hüllen dahinvegetieren. Auch Ash, die Protagonistin, ist süchtig nach diesem Spiel und klinkt sich regelmässig in die Scheinwelt ein, um bis auf Level A vorzudringen. Als sie erfährt, dass es einen zusätzlichen Special Class A Level gibt, setzt sie inerrhalb und ausserhalb des Spiels alle ihre Energien ein, um den versteckten Zugang zu finden. Einmal drin, beginnen sich die Realitäten zu verschieben.

Der Film des Japaners Mamoru Oshii, der bislang Animationsfilme gemacht hat, wurde in Polen gedreht. Eindrückliche Bilder aus einer Stadt der Zukunft vermitteln die trostlose Stimmung, die die hoffnungslosen Menschen in das illegale Spiel treibt. Obwohl Avalon ein Kriegsspiel ist, sind Kampf- und Actionszenen nicht dominant. Der Film verzichtet weitgehend auf adrenalinauslösende Effekte; er ist vielfach sogar langsam und konzentriert sich auf die Suche nach der "richtigen" Realität.

Der Film setzt Farbe und Bildqualität geschickt ein, um Stimmungen zu kreieren. Der Ton in bestem Surround operiert mit bedrohlichen Klängen, naturalistischen Geräuschen, Chor- und Orchestermusik, die dramaturgisch raffiniert eingesetzt sind. Eine eindrückliche Mixtur von Bild und Ton.
Film
FilmtitelAvalon
OrginaltitelAvalon
HerkunftJapan
LabelKinowelt
Jahr2001
RegieMamoru Oshii
DarstellerMalgorzata Foremniak, Wladislaw Kowalski
Code2
Sprachedeutsch, polnisch
GenreScience-Fiction
Untertiteldeutsch
AusstattungDVD-Spiel
Bildformat1,85:1 - 16:9
TonformatDolby Digital
Preis29.900000
Bild 9 Ton 9
Der Autor Guido Dietrich
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