
Kritische Momente
Kritisch wird es, wenn die Dame zum Herr des Hauses sagt, dass er sich zwischen ihr und der geplanten Lautsprecheranlage zu entscheiden habe... Deshalb ist das Konzept „Drei in einem“ ein hochinteressanter Kompromiss zwischen Klangqualität und Friede im trauten Heim. Das vom kanadischen Lautsprecherspezialisten Mirage entworfene und in China gebaute Uni-Theater integriert sich nahtlos in die Optik eines Flat-TVs.Einspielen
Auch Musiker spielen sich jeweils vor dem Konzert ein, was manchmal sehr seltsam klingen kann. Jeder frisch aus der Schachtel ausgepackte Lautsprecher braucht etliche Stunden, bis er so klingt, wie es der Hersteller eigentlich will. So sollte man die Systeme erst mal einige Stunden einspielen lassen, bevor man voreilig ein Klangurteil abgibt. Mirage empfiehlt 50 bis 100 Stunden Einlaufzeit.Aufstellung
Das Uni-Theater kann direkt an die Wand oder auch auf einen eleganten, mitgelieferten Ständer gestellt werden. Es kann unter den TV platziert, oder auch unter der Decke nach unten strahlend montiert werden. Was sich aus eigener Erfahrungen nicht empfiehlt ist, das Uni-Theater oberhalb eines Flat-TV nach oben strahlend zu betreiben, weil das Klangbild an der Decke zu kleben scheint. Ein Schalter auf der Rückseite der Boxen erlaubt die Anpassung an die Platzierung. Direkt an der Wand werden mitteltiefe Frequenzen abgesenkt, damit der Klang klar und sauber bleibt.Drei in Einem
Heimkino massgeschneidert
Wer sich einen Flat-TV mit Grossbildschirm gekauft hat, kann schrittweise den Ausbau der Soundanlage beginnen.Schritt 1: Flat-TV mit Uni-Theater-System.
Die einfachste, aber meist nicht ganz befriedigende Lösung wäre, das Uni-Theater direkt an vorhandene Lautsprecherausgänge des Flat-TVs anzuschliessen. Besser als mit den eingebauten Lautsprechern würde es ganz gewiss klingen. Das Resultat hängt jedoch entscheidend von der Qualität der im Flat-TV eingebauten Elektronik ab, die meist nicht sehr hochwertig und kaum leistungsfähig genug ist, um das Uni-Theater ausreizen. Doch versuchen kann man es mal. Wenns nicht klappt, ist nichts verloren und man geht zum nächsten Schritt.Schritt 2: Flat-TV, Uni-Theater und AV-Receiver.
Bei dieser Version ist garantiert, dass das Uni-Theater Leistung in ausreichendem Masse und in guter Qualität bekommt. Im Setup des AV-Receivers werden die Frontkanäle left, center und right mit „gross“ , alle anderen mit „aus" angewählt. Die Schallanteile des Subwoofers und der Surroundkanäle werden dann auf die Frontkanäle abgemischt. Das kann dann für das Uni-Theater bei knalligen und bassgewaltigen Filmen recht brutal ausfallen und mit Vorteil hört man Dinosaurier-Gestampfe nicht in Originallautstärke. Mirage schreibt denn auch, dass Beschädigungen, die auf Überlastung zurückzuführen sind, nicht in die Garantie fallen.Schritt 3: Flat-TV, Uni-Theater, AV-Receiver und Subwoofer.
Schritt 4: Flat-TV, Uni-Theater, AV-Receiver, Subwoofer und 2 Surround-Speaker.
Diese Kombination mit zusätzlichen Nanosat-Surround-Lautsprechern ergibt einen realistischen Sound auch von hinten. Nun ist das Klangpanorama rund um den/die Hörer(in) geschlossen und er/sie sitzt mitten im Geschehen. Diese Satelliten sind mit einer Höhe von 15 cm nicht gerade winzig, aber doch sehr kompakt.Soundcheck
Beginnen wir in unserem Soundcheck gleich mit Schritt 2, mit einem zusätzlichen AV-Receiver, denn unser Flat-TV verfügt nicht über befriedigende Lautsprecherausgänge. Der Sound ist ganz klar um eine Welt besser als mit den im Flat-TV eingebauten Lautsprechern. Die Sprachverständlichkeit ist sehr gut. Die Hochtonwiedergabe ist klar, die Zischlaute kommen deutlich aber nicht übertrieben stark.Surround Speaker off?

Omnipolare Abstrahlung: Eine Kalotte strahlt nach oben auf einen Schallverteiler.
Diskreter Bass
Dem schlanken und ranken Uni-Theater sind jedoch Grenzen im Bass gesetzt. Stampfer von Dinosaurieren, Detonationen von Wasserbomben und auch die Bässe bei Musik kamen dementsprechend diskret und ohne die erforderliche Wucht – der adrenalinerzeugende Druck aufs Zwerchfell fehlte.Bass and Space

Bringt Space in die gute Stube: Nanosat Satellit-Lautsprecher mit omnipolarer Abstrahlung