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Spielereien

Macworld 2012

Apple verkündet Rekordzahlen. Die Zubehörindustrie traf sich vom 26. – 28. Januar an der Macworld/iWorld in San Francisco. Gefeiert wurde dort laut dem Veranstalter der Einfluss der Apple bezogenen Technologie auf Kunst, Geschäft und Kultur.

Von Guido Dietrich · 29. Januar 2012

Apple hat im letzten Quartal des vergangenen Jahres 37 Millionen iPhones, 15,4 Millionen iPads und 5,2 Millionen Macs verkauft. Das sind Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahresquartal von 128%, 111% respektive 26%. Um 21% auf 15,4 Millionen Stück zurück gingen hingegen die Verkäufe des iPod. 58% des Umsatzes wurden ausserhalb der USA generiert. Bei einem Quartalsumsatz von 46,3 Milliarden Dollar blieb ein Reingewinn von 13 Milliarden Dollar. Insgesamt soll Apple nun auf einem Geldhaufen von 90 Milliarden Dollar sitzen – keine schlechte Ausgangslage für die weitere Produktentwicklung und das Marketing.

Macworld/iWorld

Macworld / iWorld

Die Macworld in San Francisco ist nicht nur eine Ausstellung über das Drum und Dran zu Apple-Produkten wie Apps in allen Schattierungen, Halterungen, Kopfhörern, Mikrophonen, Audioschnittstellen oder Vorsatzlinsen, sondern auch ein Anlass mit Events aus Musik, Film und Kunst, bei denen Apple-Produkte in irgendeiner Form beteiligt sind. Gemeint sind damit etwa Konzerte, in denen Mac-Computer eingesetzt werden, um den Klang zu verändern oder ein DJ, der seine Musik ab einem MacBook abruft und zusammenstellt. Die Macworld will, so der Veranstalter IDG World Expo, den Einfluss der Apple bezogenen Technologie auf Kunst, Geschäft und Kultur feiern.

Bilder aufgemotzt

Film und Fernsehen sollen die Apple-Produkte gemäss Veranstalter gar neu definiert haben. Geboten wurde an der Macworld ein Filmfestival mit Videos, die mit dem iPhone aufgenommen wurden. Gezeigt wurde zudem „Olive“, ein Film, bei dem für die gesamten Aufnahmen ein Handy (Nokia N8) zum Einsatz kam – unter Verwendung von zusätzlicher Optik. Der Film erzählt die Geschichte eines Mädchens, das ohne zu sprechen das Leben von drei Menschen verändert. Apple ist im Spiel, weil das Skript auf einem MacBook entstand und das Material mit Final Cut Pro geschnitten und auf AppleProRes HQ aufgeblasen wurde.

Making of Olive

Horizonterweiterung

Schneider Optics hat zwei iPro genannte Linsen für das iPhone 4/4S vorgestellt, ein Weitwinkel und ein Fischauge. Das iPhone  hat für Fotos eine Brennweite von 30 mm (35 mm Kleinbild), das Fischaugenobjektiv 12 mm und die Weitwinkellinse 19 mm. Montiert werden die Zusatzlinsen auf dem mitgelieferten iPhone Gehäuse mittels Bajonettverschluss. Dazu gibt’s einen Griff, in den die Linsen auch versorgt werden können und der als Stativadapter genutzt werden kann.

Gegenüberstellung der Bildausschnitte mit den drei Linsen: iPhone (30 mm), links – Weitwinkel (19 mm), Mitte – Fischauge (12 mm), rechts. Oben der Lieferumfang mit Linsen, Griff und Gehäuse (Bilder: Schneider Optics)Gegenüberstellung der Bildausschnitte mit den drei Linsen: iPhone (30 mm), links – Weitwinkel (19 mm), Mitte – Fischauge (12 mm), rechts. Oben der Lieferumfang mit Linsen, Griff und Gehäuse (Bilder: Schneider Optics)

Spieltrieb

Monica spielt iMonica auf dem iPhone (Bild: Digitarworld)

Warum gleich ein Instrument lernen, wenn’s auch mit dem iPhone geht? Das hat sich auch Digitarworld gedacht und eine App entwickelt, mit der man Mundharmonika auf dem iPhone spielen kann. Der Vorteil: ein iPhone reicht. Man muss also mit der Tonart nicht mehr die Mundharmonika wechseln, sondern kann das per App erledigen. Im Weiteren kann auch die Farbe der „Mundharmonika“ geändert werden. Nach dem Spiel sauber wischen und trocknen geht allerdings nicht mehr per App. Das Spiel geht weiter: An der Macworld hat Digitarworld eine neue App mit der Bezeichnung „Digita2 vorgestellt. Mit ihr lässt sich auf dem iPad Gitarre spielen.

Elektronische Fussfesseln

Die App zur Verfolgung mit dem Garmin Tracker (Bild: Garmin)

Garmin hat eine „Tracker“ genannte kostenlose App vorgestellt, mit der die aktuelle Position und die Position des Garmin-Trackinggeräts GTU 10 (ca. 200 Euro) auf einer Karte angezeigt werden kann. So kommt man sich wie James Bond in „Goldfinger“ vor, wenn man seinem entlaufenen Hund nachjagt.  Die App bietet Zugriff auf alle Funktionen, die zum Auffinden und Steuern des Trackinggeräts benötigt werden. Sie ermöglicht z. B. das Erstellen und Bearbeiten von Geofences (virtuelle Grenzen), das Anzeigen des Trackingverlaufs, das Einrichten von Akkuwarnungen und die Bearbeitung von Einstellungen. Diese Funktionen werden gewöhnlich über den Computer ausgeführt und sind jetzt auch über das Smartphone verfügbar.

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