
Der welterste erhältliche mehrkanalige SACD-Player, der SACD 1000, stammt von Philips
Sieben mehrkanalige SACDs standen bei mir bereits seit einiger Zeit im Regal, doch der welterste Multichannel-SACD-Player liess auf sich warten. Endlich brachte der Postbote das langersehnte Paket mit dem aufregenden Aufdruck "Philips SACD 1000". Fieberhaft wurde dieses Wunder der Technk enthüllt und schon nahte die erste Enttäuschung: Der Philips SACD 1000 verfügt, wie auch alle bisherigen DVD-Audio-Player, ebenfalls über kein Bassmagement, wie man es von der DVD und Dolby Digital her kennt. Offenbar wird der im Juli auf den Markt kommende Sony SCD-XB770 der erste mehrkanalige SACD-Player mit einem Bassmanagement-System - bei Sony heisst es Multi Channel Management - sein.
Bekanntlich erlaubt es dieses Bassmanagement-System, kleinere und nicht so basstüchtige Center- und Rear-Lautsprecher im Setup als "small" zu wählen. In der Folge wird der Bassbereich für diesen Kanal beschnitten. Der weggefilterte Bassanteil geht jedoch nicht verloren, sondern wird zum Subwoofer geleitet. Eine äusserst sinnvolle Sache, wenn man bedenkt, wieviele Leute, mich eingeschlossen, eben nicht fünf identische und grosse Lautsprecher verwenden, sondern etwas kleinere Center- und Rear-Boxen benutzen.
Doch nach diesem Wermutstropfen dann die Erleuchtung: Der Grund für meine Begeisterung lag nicht allein bei der vom Prinzip her hervorragenden Qualität der mehrkanaligen SACD, sondern bei zwei aussergwöhnlich guten Aufnahmen, die unterschiedlicher nicht hätten ausfallen können. Während der Sound der deutschen Rock-Band mit dem appetitlichen Namen Guano Apes auch hartgesottene Raumklangfans glatt an die Wand knallt, entführt die Sacred Feast mit dem Gaudeamus Chor aus den USA Freunde sakraler Chorklänge in himmlischen Sphären.