TESTBERICHT
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Verblüffend losgelöster Klang

Die Soundbar kann als sogenanntes 3.2.1-System prinzipbedingt zwar keinen echten Surround-Sound abstrahlen. Aber dennoch verblüfft es, wie dreidimensional der OLED+935 Dolby-Digital- oder DTS-Soundtracks im Hörraum ausbreitet. Bei anderen Fernsehern mit integrierter Soundbar hat man oft das Gefühl, dass das tonale Geschehen «am Boden» klebt.

Nicht so beim Philips: Man kann im Raum umhergehen und hat praktisch überall den gleichen Höreindruck. Die Pegelfestigkeit kann sich hören lassen. Natürlich leisten separate Heimkino-Systeme noch deutlich mehr. Aber auch mit dem OLED+935 kann man die Nachbarn spätabends tüchtig vergraulen. Deshalb verfügt er auch über einen speziellen Nachtmodus. Ansonsten kann man im Tonmenü verschiedene Klang-Szenarien abrufen. Dolby Atmos wird automatisch erkannt. Im «Film-Modus» werden sämtliche Soundtracks virtuell um die Dolby-Atmos-Tonspur ergänzt.

Trägt zum aparten Erscheinungsbild bei: die dezidierte Soundbar mit schöner Designer-Stoffabdeckung.Trägt zum aparten Erscheinungsbild bei: die dezidierte Soundbar mit schöner Designer-Stoffabdeckung.

Für die reine Musikwiedergabe wählt man im Menü am besten «Musik», worunter sich ein spezieller «True Sound»-Modus von Bowers & Wilkins verbirgt. Damit ist man bei sämtlichen Musikprogrammen sehr gut bedient. Die Klangqualität verdient durchaus das Attribut «HiFi-tauglich», so dass manch ein Besitzer damit liebäugeln wird, diesen Fernseher auch mal nur als Soundsystem ohne Bildschirm einzusetzen. Dazu kann man Letzteren per Menü ganz ausschalten. Ein beliebiger Tastendruck auf der Fernbedienung aktiviert das Display dann wieder.

Somit ist es auch denkbar, den TV kabellos via Tablet oder Handy als «Wireless»-Lautsprecher anzusteuern. Möglich ist dies einerseits via Bluetooth. Darüber hinaus ist der OLED+935 auch mit DTS Play-fi ausgestattet, einem Streaming-Client, der alle gängigen Musikdienste (so auch Qobuz, Spotify und Tidal) integriert hat. Die App offeriert nicht nur die Titelwahl, sondern auch die Remote-Lautstärkeregelung. DTS Play-fi beinhaltet ausserdem Multiroom-Streaming – darunter die Möglichkeit, den Fernsehton auf einen kompatiblen Lautsprecher beispielsweise in der Küche zu streamen. Zukünftig soll damit auch die Wireless-Anbindung von Subwoofer und Surround-Lautsprechern möglich werden. TP Vision (der Hersteller von Philips-TVs) hat entsprechende Produkte bereits in Planung. Ein Vorteil von Play-fi ist dabei, dass die Musik zwischen TV-Gerät und Wireless-Lautsprechern immer synchron bleibt. Ansonsten kann minimer Zeitversatz das Hör- und Sehvergnügen empfindlich stören.

Die Zusammenarbeit mit Bowers & Wilkins zahlt sich auch beim neuen OLED-Topmodell von Philips aus.Die Zusammenarbeit mit Bowers & Wilkins zahlt sich auch beim neuen OLED-Topmodell von Philips aus.

Aber auch ohne zukünftige Erweiterungen überzeugt die Tonabteilung des OLED+935 auf der ganzen Linie. Dem Autor ist derzeit kein Fernseher bekannt, der eine bessere Klangqualität anbieten würde. Das Soundsystem von Bowers & Wilkins ist übrigens in allen drei verfügbaren Bilddiagonalen (48, 55 und 65 Zoll) das Gleiche.

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