Die neue DC-GH5S komplettiert das Spitzentrio der Lumix-Kameras GH5, G9 und GH5S von Panasonic und möchte speziell Filmemacher ansprechen. Bei der Lumix-DC-G-Serie von Panasonic folgt Schlag auf Schlag. Im Frühling letztes Jahr erschien die GH5, diesen Januar die G9 und gleich darauf die GH5S. Während sich die DC-GH5 als Universalkamera für Foto und Video präsentiert, möchte die DC-G9 mit überarbeitetem Bedienungskonzept, erhöhter Serienbildleistung und abgespeckten Videofunktionen vor allem Fotografen überzeugen. Das neue Modell DC-GH5S ist äusserlich kaum von der GH5 zu unterscheiden, hat jedoch vor allem engagierte Videofilmer und professionelle Filmemacher im Visier.
Die Bedienung und das Menüsystem der Lumix DC-GH5 wurde im Testbericht vom August 2017 in avguide.ch bereits ausführlich beschrieben. Da sich die GH5S kaum davon unterscheidet, wird in diesem Beitrag vor allem auf die Unterschiede der beiden Modelle eingegangen.
Wie schon die GH5 ist auch das S-Modell für den Einsatz unter widrigen äusseren Bedingungen gegen Spritzwasser und Staub abgedichtet und auch frostsicher. Ein doppelter UHS-II SD-Speicherkartensteckplatz, Mikrofon- und Kopfhörerbuchsen sowie ein HDMI-Anschluss in Standardgrösse (Typ A) inklusive anschraubbarem Kunststoffkäfig gegen Abknicken der Kabel sind ebenfalls vorhanden.
Die GH5S wiegt rund 60 Gramm weniger als die GH5 bei gleicher Ausstattung. Mit dem BLF19-Akku verwendet die GH5S den gleichen Typ wie die GH5 und G9. Der als Sonderzubehör lieferbare XLR-Mikrofonadapter DMW-XLR1 der GH5 lässt sich ebenso an das neue Modell anflanschen wie der GH5-Batteriegriff.
Das neue Modell besitzt sowohl den hochauflösenden elektronischen Sucher wie auch das aufklapp- und schwenkbare Display der GH5. Was hingegen fehlt, ist ein im Gehäuse eingebauter optischer Bildstabilisator, wie ihn die GH5- und G9-Modelle besitzen. Grund dafür ist der etwas grössere Sensor der GH5S. Damit ist zwar eine elektronische Stabilisierung möglich, sofern ein Objektiv mit Stabilisatorfunktion verwendet wird, sie ist aber nicht so effektiv wie der duale Stabilisator aus Optik und Sensor einer GH5 oder G9.
Dies ist umso bedauerlicher, da von Filmemachern oft markenfremde Objektive oder «Altglas» via MFT-Adapter an Panasonic-Kameras geschraubt werden. Und die wenigsten dieser Objektive besitzen eingebaute, kompatible Stabilisatoren. Hier vertritt Panasonic wohl die Ansicht, dass echte Videofilmer sowieso nur vom Stativ aus filmen und sich beim mobilen Einsatz mit Gimbals und anderen Antiwackel-Vorrichtungen behelfen.
Im Praxistest ist beim mobilen Filmen in Weitwinkel-Einstellung zwischen der GH5 und der GH5S noch kein grosser Unterschied festzustellen. Zoomt man hingegen näher ran, spielt der duale Stabilisator der GH5 seine Vorteile klar aus. Bei Teleaufnahmen gehört die GH5S für ruhige Bilder daher unbedingt auf ein Stativ.
Beinahe eineiige Zwillinge: Die Lumix GH5S (rechts) ist von hinten kaum von der GH5 zu unterscheiden. Nur der rote Ring links oben verrät die S-Klasse.Multiformat-Sensor
Breiter gemacht: Der neue Bildwandler der GH5S bietet bei allen Seitenverhältnissen den gleichen diagonalen Bildwinkel. Die grösste Neuerung bei der GH5S ist ihr Multiformat-Sensor. Er verfügt mit brutto 11,93 Megapixel über genügend Fläche, um Bilder mit identischem Bildwinkel bei gleicher Brennweite unabhängig vom gewählten Seitenverhältnis 4:3, 17:9, 16:9 oder 3:2 aufzuzeichnen. Dadurch kommen sowohl Videofilmer als auch Fotografen mit 10-Megapixel-Nettoauflösung über alle Bildformate hinweg in den Genuss des gleichen diagonalen Bildwinkels ohne Einschränkung im Weitwinkel-Bereich.
Fotografen werden sich auf Grund der halbierten Auflösung gegenüber einer GH5 oder G9 wohl kopfschüttelnd abwenden. Für Videofilmer hingegen bringt die von Panasonic bewusst gewählte geringere Pixelzahl bei etwas grösserer Abmessung des Sensors gegenüber üblichen MFT-Sensoren einige Vorteile. Neben dem vollen Weitwinkelbereich erlaubt die Erweiterung der Sensorbreite auch grössere Sensorpixel. Dies wiederum bedeutet mehr Licht pro Pixel und damit weniger Rauschen bei ungünstigen Lichtverhältnissen, da die Signalverstärkung behutsamer eingesetzt werden kann.
Hinzu kommt die Dual-Native-ISO-Technologie, die in der GH5S zwei analoge Schaltkreise für eine jeweils spezifische Rauschunterdrückung vor der weiteren Signalverarbeitung kombiniert. Diese Lösung hat sich laut Panasonic bereits in ihren Varicam-Filmkameras für Profis bewährt. Auf die verbesserte Aufnahmeleistung bei schlechten Lichtverhältnissen kommen wir noch zurück.
Die üblichen MFT-Sensoren besitzen im 4:3-Format eine Sensorgrösse von 17,3 x 13,0 mm. Damit passen sie genau in den Bildkreis des Micro-FourThirds-Formats. Der Multi-Aspect-Sensor der GH5S ist gleich hoch, jedoch in der Breite etwas länger und ragt dadurch ein wenig über den Bildkreis hinaus. Wird im 4:3-Format fotografiert, bleiben an beiden Rändern des GH5S-Sensors schmale Streifen unbenutzt. Hier bringt das Mehr an zur Verfügung stehenden Pixeln im Vergleich zum GH5-Sensor keinen Vorteil. Anders sieht es bei den übrigen Bildformaten aus.
Zum einen ändert sich dank den zusätzlichen Pixeln die Brennweite bei den Seitenverhältnissen 4:3, 17:9, 16:9 und 3:2 nicht, und zum andern können die Pixel ohne grosses Herunterrechnen oder Weglassen eins zu eins übernommen werden. Die folgende Bilderstrecke vergleicht die Grösse der genutzten Sensorfläche bei gleichen Seitenverhältnissen zwischen den beiden Sensoren.
Der Trick mit dem Multi-Aspect-Sensor und seinen seitlichen «Ersatzpixeln» ist übrigens nicht neu. Er kam auch schon in der Lumix GH2 zum Einsatz.
Der Sensor der GH5S unterstützt Fotoaufnahmen im 14-Bit-RAW-Format und bietet damit eine höhere Flexibilität für professionelle RAW-Entwicklungs-Workflows. Auf den GH5-6K-Fotomodus mit 30 JPEG-Bildern pro Sekunde in 18 Megapixel Grösse müssen GH5S-Benutzer jedoch verzichten. Für diese Auflösung reichen die 10,2 Megapixel des Sensors nicht aus. Immerhin kann die Kamera im schnellen 4K-Fotomodus bis zu 60 Bilder pro Sekunde in 8 Megapixel Grösse aufnehmen.
Weniger Rauschen bei wenig Licht
Der neue 10,2-Megapixel-Digital-Live-MOS-Sensor mit Dual-Native-ISO-Technologie und Venus-Engine gibt gemäss Panasonic selbst dunkelste Bildbereiche originalgetreu wieder. Zum einen ist dafür die grössere Fläche pro Pixel verantwortlich. Gegenüber der GH5 hat sie sich beinahe verdoppelt.
Zum anderen kommt beim neuen Sensor die Dual-Native-ISO-Technik mit zwei unterschiedlichen Grund-Sensorempfindlichkeiten zur Anwendung. Hinter jedem Pixel gibt es zwei Schaltkreise mit den nativen ISO-Werten von 400 und 2500. Die Kamera legt entweder im Auto-Modus selbständig fest, welcher ISO-Wert vor der Signalverstärkung zur Anwendung kommt, oder der Benutzer wählt zwischen den beiden Werten aus.
So kann die GH5S bei genügend Licht im tieferen ISO-Bereich bleiben und bei weniger Licht auf den höheren Wert umschalten und erst dann mit der Signalverstärkung beginnen. Die kann jetzt viel behutsamer ausfallen, als wenn vom tieferen Wert aus eine viel kräftigere Verstärkung mit entsprechendem Rauschen nötig wäre.
Damit arbeitet die neue Kamera gegenüber einer GH5 oder einer G9 bei ungünstigen Lichtverhältnissen mit weniger Hintergrundrauschen. Dank der höheren Empfindlichkeit und der optimierten Abstimmung des Sensors bietet die Kamera gemäss Hersteller zudem mit Low-Light-Autofokus einen bis auf -5 EV (Belichtungswerte) erweiterten Arbeitsbereich.
Kaum Unterschiede bis ISO 1000
Bei den Vergleichsaufnahmen traten die Unterschiede am stärksten bei den 20-Megapixel Fotos der GH5 (5184 x 3888 Pixel) und den 10-Megapixel-Bildern der GH5S (3680 x 2760) auf. Wurde die GH5 mit halber Auflösung betrieben, also auch mit rund 10 Megapixel pro Foto (3712 x 2784), waren die Differenzen geringer.
Bei Bildern bis ISO 800 sind kaum Unterschiede oder Schärfeverluste festzustellen, trotz der geringeren Auflösung der GH5S. Manchmal war der Bildeindruck bei ISO 1600 sogar noch etwas besser. Ab ISO 3200 sind die Bilder dann nicht mehr so detailstark und Rauschen und Artefakte treten auf. ISO 6400 sind fürs Fotografieren je nach Motiv noch brauchbar, die nicht abschaltbare Kantenanhebung greift jedoch schon stark ein.
Diese Werte sind im Vergleich zu Kameras mit Vollformat- oder APS-C-Sensorgrösse zwar nicht berauschend, aber für Micro-FourThird mit dem deutlich kleineren Sensor schon sehr gut.
Erweiterte Dynamik in dunklen Bereichen
Ähnlich verhält es sich beim Filmen. Hier darf man meiner Meinung nach die ISO-Werte noch etwas höher ansetzen, ohne dass es gleich zu sichtbarem Rauschen kommt. Jedenfalls höher als bei der GH5 oder G9. Erstaunlich gut wurden statische Nachtaufnahmen der GH5S bei ISO 25'600 im Vergleich zu Aufnahmen der GH5 bei ISO 12'800.
Bei sonst identischen Einstellungen fällt auf, dass die GH5S vor allem in dunklen Bereich, in den Schatten, weniger rauscht als die GH5. Dort sieht man auch eine erweiterte Dynamik, d.h. die Strukturen sind besser sichtbar. In hellen Stellen verliert sie die Durchzeichnung in etwa ähnlich wie die GH5. Wer dort sorgfältig, bzw. etwas unterbelichtet, kann ein wenig mehr an Dynamik herausholen.
Da uns für den Test erst ein Vorserien-Modell der GH5S mit Firmware-Version 0.2 zur Verfügung stand, sind die Resultate mit Vorsicht zu beurteilen. Trotz des Vorserien-Status erscheinen im Vergleich zur GH5 vor allem bei höheren ISO-Werten die Fotos aus der GH5S klarer und weniger «flachgebügelt». Dafür halt nur mit 10 Megapixel Auflösung.
Gut erkennt man auch die Unterschiede an den beiden nächtlichen Videosequenzen ab Stativ. Beide wurden im Bildstil «Natürlich» und in 4K/UHD 50p aufgenommen. Die GH5S filmte bei ISO 25'600, die GH5 bei ISO 12'800, höher kann man sie im Videomodus nicht einstellen.
Die neue Kamera hat weitere praktische Features eingebaut. Der Live-View-Boost erlaubt die Bildkontrolle selbst bei völliger Dunkelheit. Dabei wird die Empfindlichkeit ausschliesslich für das Live-View-Bild erhöht, was zum Beispiel bei der Astrofotografie helfen kann.
Genau das Gegenteil passiert im Nachtmodus. Hier werden Monitor- und Sucherbildschirm in gedämpftem Rot-Schwarz angezeigt. So kann nachts oder bei geringer Umgebungsbeleuchtung besser gesehen werden, da die Anzeigen nicht blenden. Gut auch für Natur- und Tierfilmer, die sich möglichst unauffällig im Dunkeln bewegen, um keine Tiere aufzuschrecken.
Der Aufnahmebildschirm lässt sich in Schwarz und Weiss anzeigen. Beim manuellen Fokussieren kann das Bild der GH5S als Einstellhilfe bis zu 20-fach vergrössert werden. Die GH5 erlaubt maximal eine 10-fache Vergrösserung.
Cinema-4K 60p, V-LogL und Timecode
Filmemacherin: Auf der Oberseite der Lumix DC-GH5S zeigt eine rote Videoaufnahmetaste unmissverständlich an, wofür die Kamera vor allem gedacht ist.Die Lumix GH5 war die erste digitale spiegellose Kamera, mit der man 4K/UHD-Video (3840 x 2160 Pixel) mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen konnte. Die neue GH5S erlaubt nun wiederum als weltweit erste Systemkamera Videoaufzeichnungen im Cinema-4K-Modus (4096 x 2160 Pixel) mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde (C4K 60p).
Wie schon bei der GH5 gibt es bei der GH5S weder für Full-HD- noch für 4K-Videoaufnahmen eine zeitliche Begrenzung. Genau diese beiden Alleinstellungsmerkmale, Videoaufnahmen in 4K 60p und ohne zeitliche Beschränkung, heben die GH5 und die GH5S von ihren Mitbewerbern ab. Diese bieten maximal 4K 30p oder schränken die ununterbrochene Aufnahmelänge auf knapp 30 Minuten oder noch weniger ein oder meistens beides zusammen.
Filmen lässt es sich mit der neuen Kamera genauso wie mit der GH5. Nur beim mobilen Einsatz muss man wegen des fehlenden Stabilisators Abstriche machen und sie je nach gewünschter Einstellung früher aufs Stativ packen oder sonst wie gegen Verwacklungen stabilisieren.
Die Autofokus-Problematik ist gleich geblieben wie bei der GH5. Man muss sich intensiv mit den verschiedenen AF-Einstellungen befassen und je nach Aufnahmesituation die beste Lösung wählen.
Weltweit einzigartig: Videoaufzeichnungen im Cinema-4K-Modus (4096 x 2160 Pixel) mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde (C4K 60p).Während bei der Lumix GH5 der Bildstil V-LogL für die Videoaufzeichnung als kostenpflichtige Option dazugekauft werden muss, ist er bei der GH5S bereits dabei. Wird mit V-LogL gefilmt, bleibt die untere Grenze der ISO-Empfindlichkeit fest auf ISO 320 und die obere fest auf ISO 25'600 eingestellt.
Die flache Gammakurve von V-LogL zeigt im Sucher und auf dem Monitor ein blasses, milchiges Bild. Dieses wird durch sogenannte LUTs (Look-Up Tables) in der Nachbearbeitung auf Normwerte korrigiert und mit dem gewünschten Bildlook versehen. LUT-Daten im «.vlt»-Format können von der Panasonic-Support-Website heruntergeladen werden.
Damit das «richtige» Aussehen schon während der Aufnahme überprüft werden kann, lassen sich LUT-Dateien auch in die GH5S laden und am Monitor und im Sucher anzeigen. Es können bis zu 4 LUT-Datensätze registriert werden.
Für professionelle Bearbeitung: Das flache Aufnahmeprofil V-LogL mit einem Dynamikumfang von bis zu 12-Blendenstufen ist bereits in der Kamera vorinstalliert.Die weiteren Videoformate entsprechen den GH5-Möglichkeiten. So beherrscht die GH5S auch 4:2:2 10-Bit 400-Mbps All-Intra in 4K 30p/25p/24p und C4K 24p sowie 200-Mbps All-Intra in Full-HD. 4K-HDR-Videos mit Hybrid Log Gamma (HLG) sind ebenso möglich wie der Low-Bit-Rate-Aufnahmemodus in 4K-HEVC für HLG.
In Full-HD-Video stehen eine maximal 10-fach-Zeitlupe mit 240 Bildern pro Sekunde und in Cinema-4K mit 60 Bildern pro Sekunde zur Auswahl.
Zeit statt Blitz: Die GH5S gibt und empfängt über den Blitzanschluss Timecode-Signale.Ganz neue Möglichkeiten ergeben sich mit der GH5S beim Arbeiten mit Zeitcode-Signalen. Die Kamera ist wie professionelle Camcorder mit Timecode In/Out kompatibel. Die Synchronisation erfolgt dabei über den X-Sync-Blitzsynchronanschluss der GH5S. Ein Adapterkabel mit BNC-Anschluss wird mitgeliefert.
Die GH5S kann dadurch als Timecode-Generator für andere GH5S-Modelle und professionelle Camcorder verwendet werden. Damit wird die Synchronisation bei der Arbeit mit mehreren Kameras erleichtert. Ein weiterer Einsatz ist der Anschluss von externen Audiorecordern, die dann im Timecode-Takt der GH5S laufen (GH5S im Master-Betrieb) oder der Kamera selbst den Takt angeben (GH5S im Slave-Betrieb).
Kleines, aber wichtiges Detail: Das Adapterkabel der GH5S ist an einem Ende mit einem BNC-Stecker ausgestattet. Derselbe Anschluss ist jedoch auch an den Camcordern oder Tonrecordern vorhanden. Es wird also ein Kabelzwischenstück mit BNC-Kupplungen an beiden Enden benötigt. Dies auch, weil das Adapterstück sehr kurz ist.
Fazit
Abgedichtet: Als professionelle Produktionskamera ist die GH5S gegen Spritzwasser, Staub und Kälte geschützt und für den Einsatz unter schwierigen Wetterbedingungen geeignet.Die GH5S ist die Videospezialistin unter Panasonics Lumix-Trio GH5, G9 und GH5S. Man kann mit ihr auch Einzelbilder schiessen, doch sind ihre mageren 10 Megapixel Auflösung für Fotografen einfach zu wenig.
Für Filmemacher und engagierte Videoamateure bietet die GH5S eine umfassende Ausstattung mit teils einzigartigen und professionellen Features wie Cinema-4K-60p-Video, V-Log-Aufzeichnung, uneingeschränktem Weitwinkel bei allen Seitenverhältnissen dank Multi-Aspekt-Sensor, Full-HD-Zeitlupe mit 240 fps und Timecode-Anschluss.
Bei schwachen Lichtverhältnissen übertrifft sie dank dualer ISO-Grundempfindlichkeit die Low-Light-Qualitäten von GH5 und G9 problemlos. Die unlimitierte zeitliche Videoaufnahme ist ein weiteres grosses Plus der GH5S.
Nicht gefallen hat der Verzicht auf einen eingebauten optischen Bildstabilisator. Dokumentations- und Reportagefilmer, aber auch Selfie-Freaks und YouTuber werden an der Kamera deshalb weniger Gefallen finden, es sei denn, sie filmen mit ihr hauptsächlich ab Stativ oder verwenden sonstige Bildberuhigungsmittel.
Gehäuseform, Menüsystem und Bedienung wurden grösstenteils von der GH5 übernommen. Wer einen Foto-Video-Allrounder sucht, wird von ihr weiterhin besser bedient, insbesondere weist sie momentan ein interessanteres Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Als spezialisierte Zweitkamera für Aufnahmen bei wenig Licht gibt es hingegen zurzeit keine bessere Micro-FourThirds-Kamera als die Lumix DC-GH5S.

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