Zehn Kilogramm Qualität

Die Anlage besteht aus zwei einzelnen Komponenten. Einem Verstärker mit eingebautem RDS- und DAB+ Tuner, sowie einem CD-Player. Zusammen 170 Millimeter hoch, 275 Millimeter breit. Trotz der kompakten Masse bringt die PHA-1045 stolze zehn Kilogramm auf die Wage.
Gut, Gewicht bedeutet nicht unbedingt Qualität. Im Fall unseres Tests ist es aber ein Indiz. So arbeitet der Verstärker zum Beispiel mit derselben VLSC (Vector Linear Shaping Circuit)-Technologie, die auch in Onkyos Flagschiff Stereo-Verstärker A-5VL zum Einsatz kommt. Neben dem grosszügig bemessenen Ringkerntrafo werden die bis anhin bewährten 24-bit/192 Burr-Brown Stereo D/A-Wandler verbaut. Mit 70 Watt Leistung pro Kanal ist die kleine Anlage mit genügend Power ausgestattet.
Aber nicht nur technisch wurde auf exzellente Materialien gesetzt. Auch beim Gehäuse legt Onkyo wieder grossen Wert auf gute Verarbeitung: Das Frontpanel aus solidem Aluminium ist ebenso selbstverständlich wie das 1,6 Millimeter dicke Metall-Chassis mit ausgezeichneter Eigensteifigkeit.
Konnektivität: Komfortabel!

Auch bei den Anschlüssen geizt die Stereoabteilung von Onkyo nicht. Während der CD-Player sowohl mit analogen Cinchausgängen, sowie mit je einem optischen und koaxialen Digitalausgang ausgestattet ist, lässt die Konnektivität des Verstärker/Tuner-Teils nichts zu wünschen übrig.
Für Bassliebhaber findet sich ein Subwooferanschluss, und dank den beiden optischen/koaxialen Audio-Eingängen lässt sich nicht nur der dazugehörige CD-Spieler, sondern auch eine Reihe weiterer Komponenten mit Digitalausgang in bestmöglicher Qualität an die Anlage anschliessen. Mit drei Cinch-Eingängen sind auch die analogen Anschlüsse grosszügig abgedeckt. Ausserdem befindet sich auf der Vorderseite eine Mini-Jack-Kopfhörerbuchse.
Doch es geht noch analoger: Die Onkyo PHA-1045 besitzt (in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich) zusätzlichen einen MM (Moving Magnet) Phono-Anschluss. Auch Nostalgiker kommen auf ihre Kosten.
Und wie verbindet sich Nostalgie mit Trend und Lifestyle? Ganz einfach: die Anlage verfügt über einen USB-Anschluss. Bequem lassen sich so iPod und Co. ans System anschliessen. Dank der „Works With iPhone"-Zertifizierung lassen sich die Geräte mit dem Obst auf der Rückseite bequem über die Fernbedienung steuern. Ausserdem werden die mobilen Geräte gleichzeitig aufgeladen. Aber auch „Nicht-Apple-Produkte" wie MP3-Player und USB-Sticks mit Musikdateien (MP3, WMA) werden bequem über den USB-Anschluss angedockt.
CD-Spieler und ein Tuner der neusten Generation
Der CD-Player arbeitet mit einem hochpräzisen Taktgenerator und steht in punkto Klangwiedergabe auch „grossen" CD-Spielern in keiner Weise nach. Der Wolfson D/A-Wandler sorgt für eine sehr warme und authentische Tonwiedergabe. Die Bedienung erfolgt über die Anschlüsse am Panel oder die mitgelieferte, handliche Fernbedienung.
Der UKW-MW-Tuner wird ausserdem von einem DAB/DAB+ Tuner ergänzt. Digitaler Radioempfang ist somit für die PHA-1045 kein Problem. Eine ausgeklügelte Timerfunktion lässt einen vom Wunschradioprogramm wecken.
Die Wiedergabequalität ist über alle internen aber auch externen Quellen hervorragend. Die Onkyo PHA-1045 gibt es in silber oder schwarz für 1090 Franken. Für 200 Franken Aufpreis stehen dem Set noch zwei Onkyo-Regallautsprecher bei. In unserem Test haben wir uns für ein Lautsprecher Upgrade entschieden: Ein Paar Jamo C 803 ergänzt das System perfekt und lässt es in noch höherem Nivau klingen.
Jamo C 803 - Kompakt, edel, klangstark.

Kleine Rückblende: Die Jamo C 803 sind keine neuen Lautsprecher. Auf den Markt gekommen im Frühjahr 2007, gehören die Jamo C803 aus dem Klipsch-Konzern nach wie vor zu den besten Kompaktlautsprechern ihrer Klasse.
Geschwungene Formen und hochwertiges Material zeugen auch bei den Lautsprechern von hoher Qualität. Auch die Klangqualität profitiert von der aufwändigen Produktionsweise. So ist der Kalottenhochtöner durch ein Spezialgehäuse von der Schallwand entkoppelt. Die Gehäusevibration hat so weniger Einfluss auf die Klangqualität.
Beim Tiefmitteltöner wurden neuen Masstäbe gesetzt. Das Magnesiumchassis besteht aus zwei Schichten geflochtener Glasfasern. Und anstelle einer herkömmlichen Staubkappe sitzt ein massiver Center-Plug unbeweglich im Zentrum des Chassis. Die Membranbewegung wird so erleichtert, ausserdem wird die Schwingspule geküht. Einzig die Anschlussklemmen sind nicht sehr edel. Standardmässig ist der getrennte Bi-Wire-Ausgang nur mit einem normalen Kabel verbunden (normalerweise feste Klemmen).
Der hohe Material- und Entwicklungsaufwand ergibt bei den Jamo C 803 einen beeindruckend sauberen Klang. Sowohl bei tiefen wie auch bei hohen Klangpegeln kommt die Jamo C803 nie in Verlegenheit. Auch in punkto Räumlichkeit ist an den Lautsprechern nichts auszusetzen.
Mit dem Onkyo PHA-1045 finden die Jamo C 803 einen starken Partner auf gleicher Qualitätsstufe. Zusammen bringt das Duo einen Klang ins Wohnzimmer, den es für diesen Preis wohl nur selten gibt. Das Jamo C 803-Pärchen kostet in „Black Ash" oder „Dark Apple" 1995 Franken pro Paar. Ein Boxenupgrade zum Onkyo PHA-1045, das sich lohnt.
Detailanalyse - Die Anschlüsse sind mit normalen Kabeln verbunden (links), und anstelle einer Staubkappe besitzen die Jamo C 803 einen Center-Plug, der die Membranbewegungen erleichtert und gleichzeitig die Schwingspule kühlt